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Mahlsdorf
Donnerstag, März 4, 2021
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Erpetal und Waldgebiet am Hultschi: Mahlsdorfer Nachbarschaft wird unter Naturschutz gestellt, dann gelten zahlreiche Verbote

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Das Erpetal in Waldesruh (Ortsteil von Hoppegarten) sowie der Wald südlich des Hultschiner Damms, die Gebiete heißen Dammheide und Mittelheide, sind bei vielen Mahldorfern beliebte Spaziergangs- und Hundeauslauf-Gebiete. Jetzt soll beides unter Naturschutz gestellt werden. Seit wenigen Tagen läuft bei der Senatsverwaltung für Umwelt ein sogenanntes Unterschutzstellungsverfahren. Dabei sollen die Köpenicker Wälder nördlich der Müggelspree zum Landschaftsschutzgebiet erklärt werden und kleine Teile des bestehenden Landschaftsschutzgebietes „Erpetal“ herausgezulöst und in das neue riesige Berliner Landschaftsschutzgebiet aufgenommen werden.

Dabei handelt es sich um große Waldflächen mit Offenlandbiotopen und um Feuchtgebiete, die im Wesentlichen im Norden und Osten durch die Landesgrenze zu Brandenburg und durch die Siedlungsbereiche von Mahlsdorf, Kaulsdorf, Uhlenhorst, Wolfsgarten, Elsengrund, Friedrichshagen, die Bahn, das Wasserwerk Friedrichshagen, den Müggelseedamm und die Siedlungen in Rahnsdorf und Hessenwinkel begrenzt werden. Insgesamt umfasst das neue Landschaftsschutzgebiet 2091 Hektar, es ist also so groß wie gut 3000 Fußballfelder.

Die Neuregelung hat vor allem für Hundebesitzer Konsequenzen. Sie müssen ihre Lieblinge dann an einer kurzen Leine, möglichst nicht länger als zwei Meter führen. Ebenso darf nicht mehr gecampt werden, Bauvorhaben sind nicht mehr möglich. Auch das Aufsteigen mit Drachen oder Drohnen wird verboten.In der Begründung für die Unterschutzstellung heißt es: „Die Köpenicker Wälder sind einer der wenigen innerhalb Berlins verbliebenen Räume mit weitgehend naturnah ausgeprägten Bodenverhältnissen und ein für Berliner Verhältnisse großes, weitgehend unzerschnittenes Waldgebiet, das für das Klima und die Lufteinhaltung im Ballungsraum Berlin von besonderer Bedeutung ist“, so die Senatsverwaltung für Umwelt. Und weiter: „Aufgrund der Vegetation und der weitgehend unversiegelten Flächen trägt das Landschaftsschutzgebiet wesentlich zur klimatischen und lufthygienischen Entlastung der angrenzenden Stadtquartiere bei. Die unbebauten Flächen erfüllen eine wichtige Funktion als Bodenfilter und Speichermedium für Niederschläge, was für den Landschaftswasserhaushalt von Bedeutung ist.“

Weitere Informationen gibt es hier: https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/schutzgebiete/aktuelle-verfahren/artikel.979699.php

Dieses riesige Gebiet soll unter Naturschutz gestellt werden. Grafik: Senatsverwaltung für Umwelt

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