Soziale Ungleichheit wird im neuen Berliner Sozialbericht 2025, der vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, greifbar: Trotz Fortschritten bei Bildung und Arbeitsmarkt zeigt die integrierte Armuts- und Sozialberichterstattung der Stadtgesellschaft große Schieflagen. Laut dem Bericht ist fast jeder fünfte Berliner armutsgefährdet. Neben der Armut rückt der Bericht auch Reichtum und Vermögensverteilung in den Blick. Während rund neun Prozent der Berliner als einkommensreich gelten, besitzt die Hälfte der Bevölkerung nur ein sehr geringes Vermögen. Wie aber sieht es in Mahlsdorf aus? „Alles Mahlsdorf“ fasst die wichtigsten Daten für unseren Ortsteil zusammen.
Der Bericht nutzt ein breites Indikatorenset, das neben Einkommen und Arbeit auch unterschiedlichste Faktoren aus Bildung, Gesundheit, Wohnen, Teilhabe und soziale Infrastruktur erfasst, um ein differenziertes Bild der sozialen Lage zu zeichnen. Insgesamt unterteilt der Sozialbericht vier verschiedene Mahlsdorfer Bereiche. Mahlsdorf-Nord, Alt-Mahlsdorf (alles rund um den Bahnhof), Elsensee (die Gegend rund um Elsen- und Rahnsdorfer Straße) sowie Pilgramer Straße, also das Gebiet südlich des Recyclinghofs. Hier die Auflistung nach verschiedenen Indikatoren:
Anteil der Bevölkerung mit Bezug von Mindestsicherungsleistungen
Mahlsdorf-Nord: 2,2 Prozent
Alt-Mahlsdorf: 4 Prozent
Elsensee: 1,8 Prozent
Pilgramer Straße: 1,8 Prozent
Anteil der Leistungsempfangenden im Alter (außerhalb von Einrichtungen)
Mahlsdorf-Nord: 0,8 Prozent
Alt-Mahlsdorf: 1,6 Prozent
Elsensee: 0,6 Prozent
Pilgramer Straße: 1 Prozent
Anteil an Kindern unter 15 Jahren in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II
Mahlsdorf-Nord: 2,3 Prozent
Alt-Mahlsdorf: 5,8 Prozent
Elsensee: 3,6 Prozent
Pilgramer Straße: 1,6 Prozent
Median der Entgelte sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigter
Mahlsdorf-Nord: 4553 Euro
Alt-Mahlsdorf: 4260,90 Euro
Elsensee: 4394,30 Euro
Pilgramer Straße: 4549,60 Euro
Anteil sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigter im unteren Entgeltbereich (gemessen am Bundesmedian von rund 2675 Euro brutto pro Monat)
Mahlsdorf-Nord: 7,9 Prozent
Alt-Mahlsdorf: 9,4 Prozent
Elsensee: 9,1 Prozent
Pilgramer Straße: 8,5 Prozent
Anteil Arbeitslose nach SGB II zwischen 15 Jahren und Rentenalter
Mahlsdorf-Nord: 1 Prozent
Alt-Mahlsdorf: 1,6 Prozent
Elsensee: 0,6 Prozent
Pilgramer Straße: 0,8 Prozent
Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zwischen 15 Jahren und Rentenalter (gemessen an allen Anwohnern)
Mahlsdorf-Nord: 65,2 Prozent
Alt-Mahlsdorf: 63,8 Prozent
Elsensee: 66,1 Prozent
Pilgramer Straße: 64,2 Prozent
Anteil Einwohner:innen in einfacher Wohnlage (in „guter Lage“ sind es in allen vier Teilen null Prozent)
Mahlsdorf-Nord: 61 Prozent
Alt-Mahlsdorf: 2,2 Prozent
Elsensee: 22,3 Prozent
Pilgramer Straße: 16 Prozent
Für den Anteil an betreuten Kindern unter sieben Jahren in öffentlich geförderter Kindertagesbetreuung gibt es für Mahlsdorf insgesamt nur eine Zahl. Diese beträgt 70,9 Prozent. Der Bericht zeigt, dass es den Menschen in Mahlsdorf im Großen und Ganzen gut geht. Der Anteil der Leistungsempfangenden ist in allen Altersschichten im Berliner Vergleich relativ gering, das Pro-Kopf-Bruttoeinkommen dagegen relativ hoch.





