Nächster Anlauf zur Aufholjagd: Eintracht Mahlsdorf empfängt Neustrelitz auf dem Rosenhag

Während der Berliner Fußballverband auch an diesem Wochenende sämtliche Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Pflichtspiele in seiner Verantwortung abgesagt hat, scharrt die erste Mannschaft von Eintracht Mahlsdorf bereits mit den Hufen. Am Sonntag soll es endlich losgehen mit der Aufholjagd auf Platz 1. Gegner ist die TSG Neustrelitz.


Für die Lilanen geht es um weit mehr als nur drei Punkte. Es geht um Standortbestimmung, um Konstanz. Und um die Fortsetzung eines Weges, der Ende 2025 eingeschlagen wurde. Anpfiff auf dem Rosenhag ist 13 Uhr, Trainer Karsten Heine zeigte sich bereits vor dem kurzfristig abgesagten Heimspiel gegen den SV Siedenbollentin vor dem vergangenen Wochenende im Gespräch mit „Alles Mahlsdorf“ optimistisch.


„Wir wollen uns oben festsetzen, unseren Platz in der Spitzengruppe verteidigen“, so der Coach. Aktuell rangiert Mahlsdorf mit elf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Tasmania Berlin auf Platz drei. Eine tolle Position, die es zu festigen gilt. „Jedes Spiel wollen wir gewinnen. Natürlich, sonst bräuchten wir gar nicht aufzulaufen. Was dann nach oben noch geht, kann man derzeit jedoch nur bedingt beeinflussen“, so Heine realistisch. Tasmania Berlin (spielt am Sonntag gegen den Vorletzten SD Croatia) sieht er dabei klar als Top-Favoriten der Liga, nicht zuletzt aufgrund der Winter-Neuzugänge, mit denen sich der Tabellenführer noch einmal deutlich verstärkt hat. Doch auch bei der Eintracht hat man personell nachgelegt. Besonders Innenverteidiger Ben Wagner sorgt für zusätzliche Stabilität. Der hochveranlagte Defensivmann gilt als „stabile Kante“ und gibt der Abwehr neue Präsenz. Zusammen mit Jerome Scholz, der vor allem im Eins-gegen-eins seine Stärken ausspielen kann, ist der Kader in der Breite konkurrenzfähiger geworden.


Weniger optimal verlief dagegen die Vorbereitung der vergangenen Wochen. Aufgrund der winterlichen Platzverhältnisse konnte lange Zeit nicht auf dem Feld trainiert werden. Dass dies nicht geschadet hat, zeigte der vergangene Mittwoch. Heines Elf lieferte im Testspiel gegen den Regionalligisten und DDR-Rekordmeister BFC Dynamo ein starkes Spiel, gewann souverän mit 3:1. Unverändert bleibt deshalb der Anspruch des Trainers: „Ich will immer jedes Spiel gewinnen, immer das Optimum erreichen.“ Einfach wird das nicht, denn die Oberliga präsentiert sich in dieser Saison extrem ausgeglichen. Jeder kann jeden schlagen. Ein entscheidender Faktor für Mahlsdorf könnte Nils Stettin werden. Der 29-jährige Mittelstürmer ist der herausragende Torjäger der Saison. In 16 Partien erzielte er 15 Treffer, trifft im Schnitt alle 91 Spielminuten. Nur in sechs Ligaspielen blieb Stettin ohne Torerfolg, dafür schnürte er gleich fünf Doppelpacks – Bestwert der Oberliga.


Doch Vorsicht ist geboten. Mit Neustrelitz kommt der Vierte, also der direkte Tabellennachbar der Eintracht. Zudem wurden die letzten vier Oberliga-Spiele im vergangenen Jahr allesamt gewonnen, das Team aus Mecklenburg-Vorpommern steht in der Auswärtstabelle auf Rang 2. Für die Eintracht wird die kommende Partie also zu einem echten Prüfstein. Will man sich weiter in der Spitzengruppe festsetzen, braucht es eine konzentrierte Leistung – über 90 Minuten.

Im Testspiel am vergangenen Mittwoch gegen den Regionalligisten BFC Dynamo zeigte sich Eintracht Mahlsdorf robust, wie auf dem Foto etwa Jason Rupp gegen Kevin Lebersorger.

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