Eintracht Mahlsdorf gewinnt beim 1. FC Lok Stendal mit 4:0 und unterstreicht eindrucksvoll seine Spitzenposition in der Oberliga Nord. Vor knapp 400 Zuschauern im Stadion am Hölzchen zeigte die Mannschaft von Trainer Karsten Heine eine reife, konzentrierte und über weite Strecken dominante Leistung.
Nach Spielschluss Heine lächelnd auf den Platz, lief auf eine Spielertruppe seiner Mannschaft zu. Der erste, der dem 71-Jährigen begegnete, war Kapitän Peter Köster. Beide klatschten ab, nickten sich zu und waren beide augenscheinlich sehr zufrieden.
Das konnten sie aber auch. Denn Eintracht Mahlsdorf legte in Stendal einen ausgesprochen souveränen Auftritt hin. Die Mannschaft spielte konsequent, machte nur wenige Fehler und setzte genau das um, was Heine im Vorfeld im „Alles Mahlsdorf“-Gespräch gefordert hatte. Einfacher, zielstrebiger Fußball, schnell nach vorne und mit klaren Aktionen im Angriff. Die Lilanen fanden immer wieder zügig den Weg in die Offensive, kombinierten dort präzise und spielte ihre Chancen konsequent zu Ende.
Den Auftakt machte Etienne Nikol in der 19. Minute. Der 24-jährige Stürmer hatte bereits in der vergangenen Woche für einen viel umjubelten Moment gesorgt, als er beim 2:1-Heimsieg auf dem Rosenhag gegen Hertha Zehlendorf in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten direkten Freistoß den entscheidenden Treffer erzielte. In Stendal war der Sohn von Union-Legende Ronny Nikol erneut zur Stelle und brachte die Eintracht mit seinem Treffer auf die Siegerstraße.
Nur sechs Minuten später legte Mahlsdorfs Tormaschine Nils Stettin nach. Mit dem 2:0 in der 25. Minute stellte er früh die Weichen auf Auswärtssieg. Mahlsdorf hatte sich eine komfortable Führung erspielt und ließ anschließend kaum Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Nachmittag die bessere Mannschaft war.
Die Eintracht kontrollierte das Geschehen, dominierte das Spiel und hatte weitere Möglichkeiten, das Ergebnis auszubauen. Lok Stendal fand nur selten Mittel gegen die konzentrierte Mahlsdorfer Mannschaft. So ging es mit einer verdienten 2:0-Führung in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Mahlsdorf blieb die spielbestimmende Mannschaft, während Stendal wenig entgegenzusetzen hatte. Im Schlussdrittel brachte Heine den erst 21-jährigen Jerome Scholz für Nikol. Der Wechsel sollte sich schnell bezahlt machen. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung war Scholz zur Stelle und erzielte das 3:0. Damit war die Partie endgültig entschieden.
Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Nils Stettin, traf in der 83. Minute zum 4:0. Mit seinem neunten Treffer im Zehnten Spiel schon sich der 30-Jährige an die Spitze der Torjägerliste, welche er bereits in der Vorsaison gewann.
Das Fazit nach der Partie in der Altmark: Vier Tore, kein Gegentreffer und eine Mannschaft, die über die gesamte Spielzeit kaum etwas anbrennen ließ. Mahlsdorf präsentierte sich in Stendal als geschlossene Einheit, die ihre Aufgaben auf dem Platz mit bemerkenswerter Ruhe und Konsequenz erledigte. Karsten Heine sagte hinterher: „Die Jungs haben es über weite Strecken des Spiels sehr gut gemacht“.
Mit dem deutlichen Erfolg bleibt die Eintracht Tabellenführer, der Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Berliner AK beträgt weiterhin drei Punkte. Der BAK hatte bereits am Samstag bei TuS Makkabi mit 1:0 gewonnen.
Für die Schöneberger bedeutet die Niederlage den vorletzten Tabellenplatz. Ausgerechnet die Mannschaft, die am kommenden Samstag auf dem Rosenhag gastiert, steht damit vor einer schwierigen Aufgabe. Denn: Sollte Mahlsdorf am kommenden Samstag erneut eine derart konsequente Leistung auf den Platz bringt, sollten auch gegen den TuS drei Punkte möglich sein.
Danke an Tino Adamski für die Fotos!





