Antrag: Grüne wollen Fußgängerüberweg in der Pilgramer Straße

Die Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung fordert einen Fußgängerüberweg über die Pilgramer Straße. Eine Maßnahme, die vor allem Familien mit Kita- und Schulkindern mehr Sicherheit versprechen soll.

 

Eingerichtet werden soll der Zebrastreifen nach Wunsch der Grünen auf Höhe des Porta-Möbelhauses und der Straße Am Theodorpark. In der Begründung des Antrags heißt es, dass in dem Bereich viele Familien mit Kindern wohnen, die auch die dort verkehrenden Buslinien für den Schul- oder Arbeitsweg nutzen. Verfasser Pascal Grothe schreibt: „Da die Pilgramer Straße eine viel befahrene Durchgangsstraße ist – mit Tempo 50 im genannten Bereich -, ist es für Fußgänger:innen schwierig, die Straße zu überqueren. Dies gilt besonders zu den Hauptverkehrszeiten.“

 

Ob die Bezirksverordnetenversammlung (tagt am 26. Februar ab 17 Uhr) dem Antrag zustimmt, bleibt abzuwarten. Falls ja, kann das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf jedoch nicht einfach so einen Fußgängerüberweg errichten, dies obliegt der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU). Diese muss zunächst im Rahmen des Verkehrsrechts eine Anordnung treffen, die festlegt, dass an der vorgeschlagenen Stelle Verkehrszeichen und Markierungen angebracht werden dürfen. Dies setzt in der Regel das Vorliegen einer qualifizierten Gefahrenlage voraus, also einer belegbaren Situation, in der ohne diese Querungshilfe besondere Risiken entstehen. 

 

Anschließend braucht es Verkehrszählungen, Sichtweitenanalysen und Bewertungen des Fußgängerverkehrs. Erst nach verkehrsbehördlicher Entscheidung kann der bezirkliche Straßen- oder Tiefbau beauftragt werden, den Überweg tatsächlich umzusetzen. In Berlin unterstützen Bezirksämter diese Maßnahme inzwischen auch durch Förderprogramme der Senatsverwaltung, um die Umsetzung zu beschleunigen. 

 

Und wie lange dauert das? Offizielle Berliner Zahlen zeigen, dass das Verfahren nicht selten mehrere Monate bis Jahre dauern kann. Schnellstens dürfte ein halbes Jahr realistisch sein. Die Kosten variieren stark, je nach Lage, straßenbaulicher Vorbereitung und Ausstattung. Durchschnittliche Berliner Fälle aus früheren Jahren lagen zwischen rund 12.700  Euro und 76.600 Euro pro Überweg, neuere bezirkliche Beispiele zeigen jedoch, dass allein die Kosten inklusive Markierung, Beschilderung und Verkehrssicherung oft zwischen 35.000 Euro und 150.000 Euro liegen – in Einzelfällen sogar darüber.  

Ungefähr an dieser Stelle könnte der von den Grünen geforderte Zebrastreifen in der Pilgramer Straße entstehen.

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