Ausgerechnet im Top-Spiel: Bittere 0:4-Klatsche für Eintracht Mahlsdorf

Frustriert und mit hängenden Köpfen schlich die Mannschaft von Eintracht Mahlsdorf bereits zur Halbzeit in die Kabine. Kurz zuvor musste das Team von Trainer Karsten Heine im Oberliga-Spitzenspiel gegen den SV Lichtenberg 47 einen Doppelschlag hinnehmen, bereits zur Pause hieß es 0:3. Mit einer am Ende deutlichen und verdienten 0:4-Niederlage verabschiedet sich Mahlsdorfer endgültig aus dem Aufstiegsrennen.


Dabei startete die Eintracht vor rund 500 Zuschauern, viele davon aus dem Nachbarbezirk an den Rosenhag gereist, engagiert in die Partie. Vor allem Willi Noack setzte auf der linken Seite immer wieder Akzente. Bereits in der 8. Minute setzte sich der 21-Jährige stark durch, seine präzise Flanke fand jedoch nicht den Kopf von Torjäger Stettin. Nur eine Minute später bereitete Noack die nächste Chance vor, als er den Ball per Brust auf Jason Rupp ablegte. Dessen abgefälschter Abschluss zwang Lichtenbergs Schlussmann Maximilian Zunker zu einer Glanzparade.


Doch dann folgte ein erster Knackpunkt: Noack musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Mit seinem Ausscheiden verlor Mahlsdorf spürbar an Struktur und Tempo, ein Bruch ging durch das Spiel der Gastgeber. Lichtenberg übernahm zunehmend die Kontrolle und nutzte dies in der 29. Minute eiskalt aus. Nach einem missglückten Befreiungsschlag landete der Ball bei Muhammed Zekiroglu, der mit einem wuchtigen Abschluss aus 17 Metern zur Führung traf. Kurz vor der Pause wurde es bitter für Mahlsdorf. In der 45. Minute verwandelte Christian Gawe einen Freistoß von der rechten Seite mit links direkt ins kurze Eck. Ein Treffer, bei dem Torwart Paul Büchel unglücklich aussah. Nur drei Minuten später setzte Lichtenberg mit einem Konter den nächsten Nadelstich. Kapitän Sebastian Reiniger, der 36-jährige wuchtige Mittelstürmer, schmiss sich in eine Flanke und erhöhte auf 0:3 – die Vorentscheidung.


Heine versuchte mit dem Seitenwechsel auf, wechselte drei Mal, darunter den erst eine halbe Stunde zuvor für Noack gekommen Justin Reichstein. Und siehe da, noch einmal keimte kurz Hoffnung auf. Büchel parierte zunächst stark, im direkten Gegenzug traf Philipp Behrend nur den Innenpfosten. Ein möglicher Wendepunkt, der jedoch ausblieb. Stattdessen zeigte sich Lichtenberg weiter effizient und hätte das Ergebnis sogar noch höher schrauben können. Reiniger, Luis Millgramm und John Gruber vergaben teils hochkarätige Chancen. Die Eintracht mühte sich, vieles blieb aber vor allem in der Offensive Stückwerk.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Hannes Graf in der 91. Minute mit dem Treffer zum 0:4-Endstand. 


Während der SV Lichtenberg damit weiter im Aufstiegsrennen bleibt und als Tabellenzweiter den Druck auf Spitzenreiter Tasmania Berlin hochhält, rutscht Eintracht Mahlsdorf auf Rang fünf ab, Neustrelitz und Union Klosterfelde zogen vorbei. Für die Lilanen heißt es nun Wundenlecken, nach einem spielfreien Wochenende steht am 31. März das Heimspiel gegen Siedenbollentin an.

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