Bezirks-Sozialbericht: So gut geht es uns in Mahlsdorf

Mitte Dezember stellte „Alles Mahlsdorf“ die für Mahlsdorf relevanten Daten über Mahlsdorf aus dem Berliner Sozialbericht vor. Demnach  verdient jeder sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte in unserem Ortsteil rund 4400 Euro brutto, es gibt kaum Leistungsempfänger und wenig arme Kinder. Nun hat auch das Bezirksamt seinen Sozialbericht für Marzahn-Hellersdorf veröffentlicht. Auch für diesen fasst „Alles Mahlsdorf“ die wichtigsten Daten für die mit Stichtag 31. Dezember 2024 exakt 30.353 lebenden Menschen zwischen Dahlwitzer Straße und Kohlisstraße zusammen.

 

Rund ein Drittel aller Mahlsdorfer:innen lebt in einfacher Wohnlage, der Rest in mittlerer. Fast zehn Prozent von ihnen sind durch Straßen-, Schienen- und Flugverkehr lärmbelastet, die meisten davon in Alt-Mahlsdorf durch Hönower Straße und Bahntrasse.77 Prozent leben bereits mehr als fünf Jahre in unserem Ortsteil, 61 Prozent sogar länger als zehn Jahre.

 

401 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet, davon 43 Prozent Frauen. Rund ein Viertel aller Arbeitslosen besaßen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft, knapp drei Prozent aller waren unter 25 Jahre alt. 539 Menschen bezogen Bürgergeld. Erfreulich: Lediglich 30 Kinder bis 15 Jahre in Mahlsdorf lebten von SGB II, 74 Menschen waren über 50 und bezogen Bürgergeld (weitere 86 wurden mit der Grundsicherung unterstützt).

 

Bezirksweit geht es Mahlsdorf, ähnlich sieht es in Kaulsdorf und Biesdorf aus, also prächtig. Bei allen Sorgen, Nöten und Problemen die den Ortsteil immer wieder umtreiben. Um verständlich zu machen, wie gut es den hier lebenden Menschen geht, reicht der Blick in den vom Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit, Gordon Lemm (PSD) herausgegebenen  Sozialbericht:

  • In fast 10 Prozent der Haushalte leben Alleinerziehende.
  • In Marzahn-Süd ist fast jede:r Fünfte Lärmbelastung ausgesetzt.
  • An den Marzahn-Hellersdorfer Schulen verließ 2024 mehr als jede:r Dritte die Schule ohne oder mit einem niedrigeren Bildungsabschluss. Das sind mehr als in allen anderen Berliner Bezirken.
  • Jeder fünfte Haushalt verfügt über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 Euro.
  • Ende 2024 lebten über 13.000 arbeitslose Menschen in Marzahn-Hellersdorf. Die Zahl steigt seit Jahren.
  • Circa 38.000 Personen im Bezirk (insgesamt leben hier inklusive Mahlsdorf 294.091 Personen) waren auf SGB II-Leistungen angewiesen.
  • In Hellersdorf-Nord und Hellersdorf-Ost wächst mehr als jedes dritte Kind in einer Familie auf, die auf Bürgergeld angewiesen ist.
  • Im Bezirk leben 4.290 Alleinerziehende, die von Bürgergeld abhängig sind. Das sind mehr als in allen anderen Berliner Bezirken.
  • Marzahn-Hellersdorf ist der Bezirk mit den meisten untergebrachten Wohnungslosen aller Berliner Bezirke. Ihre Zahl hat sich seit 2020 mehr als verdoppelt auf nunmehr fast 6.000 Personen.

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