Die Enttäuschung hinterher war riesengroß bei Eintracht Mahlsdorf. Nach der deutlichen Pleite am vergangenen Spieltag gegen Lichtenberg 47 hatte sich die Mannschaft von Trainer Karsten Heine so viel vorgenommen – und lieferte zunächst ab. Doch am Ende stand trotz früher Führung eine schmerzhafte 1:3-Niederlage gegen den SV Siedenbollentin.
Doch von vorn: Der Abend auf dem Rosenhag begann vielversprechend. Die „Supporters Mahlsdorf“ sorgten mit lila-weißen Luftballons und lautstarker Unterstützung für eine stimmungsvolle Kulisse, auf dem Platz legten die Gastgeber furios los: Bereits nach einer Minute scheiterte Jason Rupp aus aussichtsreicher Freistoßposition, nach der anschließenden Ecke jubelten die Hausherren. Nach nur 120 Sekunden Spielzeit traf Torjäger Nils Stettin zur frühen Führung mit seinem inzwischen 20. Saisontreffer. Mahlsdorf blieb am Drücker, spielte dominant und selbstbewusst. Chancen durch Julian Mätzke und Milos Cvjetinovic unterstrichen die starke Anfangsphase.
Doch dann der Bruch. Nach rund 25 Minuten verlor eben jener Cvjetinovic nach einem Foul die Nerven, ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen, der 22-Jährige sah folgerichtig die Rote Karte. In Unterzahl geriet das Spiel der Gastgeber aus dem Gleichgewicht – auch wenn Mahlsdorf bis zur Pause weiter gut dagegenhielt.
Nach dem Seitenwechsel bot sich sogar die Chance, die Führung auszubauen, jedoch vergab wiederum Mätzke in der 52. Minute. Dies sollte sich rächen. Als auch noch Stettin in der 63. Minute verletzungsbedingt vom Feld musste, schwanden zunehmend die Kräfte. Die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern, der Kader gespickt mit erfahrenen Spielern, nutzte dies eiskalt aus. In der 68. Minute erzielte Jakub Jan Klimko den Ausgleich. Nun übernahm Siedenbollentin die Kontrolle, während Mahlsdorf kaum noch für Entlastung sorgen konnte. Der 30-jährige Klimko war es auch, der in der 82. Minute zur Führung für die Gäste traf. Den Schlusspunkt zum 1:3 setzte der kurz zuvor eingewechselte Dustin Keil in der 87. Minute, als ein abgefälschter Ball unhaltbar im Tor landete.
Für Eintracht Mahlsdorf ist es ein bitterer Rückschlag. Nach zwei Niederlagen in Folge rutscht das Team in der Tabelle auf Rang fünf ab. Viel Zeit zum Wundenlecken und Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Freitag wartet das Auswärtsspiel bei Union Klosterfelde (Ortsteil von Wandlitz) der Tabellendritte – eine weitere schwierige Aufgabe für die Lilanen.
Vielen Dank an Tino Adamski für die Fotos.





