Dauerärger an der Lemkestraße: Darum kommt es so oft zu Defekten an Mahlsdorfs einzigem Bahnübergang

Die Schranke am einzigen Mahlsdorfer Bahnübergang in der Lemkestraße entwickelt sich zunehmend zum Problemfall. Immer wieder kommt es zu Störungen an der Anlage, mit spürbaren Folgen für Autofahrer, Anwohner und den Bahnverkehr. In einigen Fällen musste sogar die Polizei anrücken, um eine Überfahrt zu verhindern und die Sicherheit zu gewährleisten.


Wie eine Anfrage von „Alles Mahlsdorf“ bei der Deutschen Bahn ergab, häufen sich die Defekte in besorgniserregender Weise. Nach Angaben eines Bahnsprechers kam es im Jahr 2024 zu zwei Störungen an der Schrankenanlage. 2025 registrierte die Bahn bereits sieben Ausfälle. Und auch im laufenden Jahr 2026 war die Schranke mindestens zweimal außer Betrieb. Ursache der wiederkehrenden Ausfälle ist laut Bahn der Motor des Schrankenantriebs. Dieser sorge dafür, dass die Schranke nicht korrekt schließen könne. In der Folge werde eine Fehlermeldung ausgelöst und die Anlage außer Betrieb genommen. Aus Sicherheitsgründen darf der Bahnübergang dann nicht regulär genutzt werden. Diese Störungen führen schnell zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Bleibt die Schranke offen oder schließt sie nicht ordnungsgemäß, besteht potenziell Gefahr, entsprechend sensibel wird reagiert. Teilweise sichert die Polizei den Übergang, um riskante Überfahrten zu unterbinden.


Nach Angaben des Bahnsprechers sind die zuständigen Mitarbeitenden „in der Regel 30 bis 60 Minuten nach Störungsbeginn vor Ort“. Wie lange die anschließende Entstörung tatsächlich dauert, lasse sich jedoch nicht pauschal beziffern. Die Dauer hänge von der Art und dem Umfang der jeweiligen Störung ab. Konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Lösung des Problems bleiben bislang unklar. Auf die Frage, was die Bahn unternehme, um die Häufung der Defekte einzudämmen, fiel die Antwort eher allgemein aus. Wörtlich erklärte der Sprecher: „Überall wo technische Anlagen betrieben werden, kann es zu Störungen kommen. Dies gilt nicht nur für Schranken, sondern für alle Geräte im täglichen Leben.“


Für viele Mahlsdorfer dürfte diese Einordnung wenig beruhigend sein. Angesichts der steigenden Zahl an Ausfällen und der besonderen Bedeutung des Bahnübergangs wächst der Wunsch nach einer dauerhaften technischen Lösung – bevor aus einer Störung womöglich einmal mehr wird als nur ein Verkehrsärgernis.

Immer wieder kommt es an Bahnübergang in der Lemkestraße zu Defekten an der Schrankenanlage.

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