Der aktuelle Stand: So geht es mit Bürgerhaus, Roller, Bibliothek und Aldi in Mahlsdorf weiter

Wie geht es weiter mit zentralen Einrichtungen in Mahlsdorf? Antworten darauf liefert eine schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Stefan Ziller an den Berliner Senat. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf legen darin den aktuellen Stand mehrerer seit Jahren diskutierter Projekte dar. „Alles Mahlsdorf“ gibt den Überblick.


Für das sogenannte Parler Feld westlich des Hultschiner Damms wird weiterhin am Bebauungsplan 10-80 b gearbeitet. Ziel ist es, auf der Fläche eine städtebauliche Entwicklung zu ermöglichen (Hunderte Wohnungen mit Tausenden Neu-Mahlsdorfern wären auf dem mehr als 70.000 Quadratmetern großen Grundstück möglich), die auch Raum für ein Bürgerhaus vorsieht. Der Senat bestätigt, dass entsprechende Überlegungen Teil des laufenden Verfahrens sind. Gespräche zwischen dem Bezirk und lokalen Akteuren, darunter dem das Bürgerhaus seit vielen Jahren fordernden Bürgerverein Mahlsdorf-Süd, werden fortgeführt. Konkrete Zeitpläne oder bauliche Festlegungen gibt es allerdings noch nicht. Das Verfahren befindet sich weiterhin in der planerischen Phase, verbindliche Entscheidungen stehen aus. Ein eigenständiger Neubau eines Bürgerhauses bleibt weiterhin ein Ziel, ist aber bislang nicht konkret untersetzt. Der Senat macht deutlich, dass derzeit keine Zwischenlösungen geplant sind, etwa durch die Anmietung zusätzlicher Räume, um einzelne Funktionen eines Bürgerhauses vorab unterzubringen.


Auch bestehende Einrichtungen sollen nicht kurzfristig erweitert werden. So sind keine zusätzlichen Räume am Pestalozzitreff in der Pestalozzistraße vorgesehen, um dort Teile eines Bürgerhauses anzusiedeln. Damit bleibt das Projekt Bürgerhaus weiterhin stark von zukünftigen Neubauvorhaben auf dem Parler Feldabhängig. Am Standort B1/Hönower Straße, auf dem Grundstück des Einrichtungsmarktes „Roller“, gibt es erste Überlegungen der Eigentümer für eine Neubebauung mit Wohnungen. Diese Planungen befinden sich jedoch in einem sehr frühen Stadium. Ein Bauantrag wurde bislang nicht eingereicht. Zudem wäre für eine Realisierung zunächst ein neuer Bebauungsplan notwendig. Ob und wann dieser aufgestellt wird, ist derzeit offen. Damit bleibt auch dieser Standort vorerst eine Perspektive, aber noch kein konkretes Bauprojekt.


Positiv fällt der Ausblick für die Stadtteilbibliothek Mahlsdorf in der Hönower Straße aus. Der Senat bestätigt, dass die Bibliothek am derzeitigen Standort erhalten bleiben soll. Im Rahmen eines angedachten Neubaus ist sogar eine Vergrößerung der Fläche auf mindestens 600 Quadratmeter vorgesehen. Geplant ist, die Bibliothek zukunftsfähig aufzustellen – mit ausreichend Raum für Medienangebote, Lernplätze und kleinere Veranstaltungen. Damit wird die Bedeutung der Bibliothek als zentraler Treffpunkt im Stadtteil ausdrücklich anerkannt.


Auch beim Einzelhandel gibt es eine Klarstellung. Der ursprünglich angedachte Aldi-Neubau am Hultschiner Damm wird von Aldi-Nord nicht weiterverfolgt. „Die Absicht zur Errichtung eines Ersatzneubaus wurde von Aldi aufgrund einer geänderten Standortentwicklung im Jahr 2024 aufgegeben“, heißt es von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Stattdessen plant der Betreiber eine Erweiterung des bestehenden Marktes durch einen Anbau. Für dieses Vorhaben liegt bereits ein positiver Vorbescheid vor. Der bestehende Baukörper inklusive der Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) „Hultschi“ bleibt also baulich unverändert bestehen. Die JFE wird somit ohne bauliche Unterbrechung fortgeführt.

Auf dem Parler Feld wird seit Jahren Wohnbebauung und ein Bürgerhaus angedacht.

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