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Deutsche Meisterin und Bronze bei Olympia der Freizeit-Sportler: Mahlsdorferin räumt im Synchron-Eislauf ab

Ein Leben lang Eis-Leidenschaft. Seit sie vier Jahre alt ist, steckt Anja Tanner aus der Bergedorfer Straße in Schlittschuhen. Jetzt feierte die mittlerweile 48-Jährige ihre größten Erfolge – am vergangenen Wochenende wurde sie Deutsche Meisterin und holte die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen der Hobbysportler im Synchron-Eislaufen.

Doch von vorn: Das Sportforum Hohenschönhausen ist neben Mahlsdorf die zweite Heimat von Anja Tanner. Schon als kleines Kind trainierte sie dort mit den Kufen-Stars der DDR, ihr einstiger Trainer Uwe Kagelmann wurde zwei Mal WM-Dritter und holte die Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen in Innsbruck im Jahr 1976 sowie im japanischen Sapporo vier Jahre später. Weil ihre Leistungen irgendwann allerdings nicht mehr für die nationale Spitze reichten, blieb Anja Tanner die ganz große Sport-Karriere verwehrt. „Eigentlich hatte ich mit dem Leistungssport abgeschlossen. Vor ein paar Jahren aber kam ich via Facebook wieder in Kontakt mit einigen Trainingspartnerinnen von damals. Diese fragten mich, ob ich nochmal auf dem Eis durchstarten wolle. Und ich wollte“, lacht Tanner nun gegenüber „Mahlsdorf LIVE“.

Mahlsdorf LIVE - Deutsche Meisterin und Bronze bei Olympia der Freizeit-Sportler: Mahlsdorferin räumt im Synchron-Eislauf ab

Die Bürokauffrau trat dem an den Berliner Turn- und Sportclub angegliederten „Team Berlin Synchro“ bei, einer hauptsächlich aus Frauen bestehenden Synchron-Eislaufmannschaft. Trainiert wird zwei Mal in der Woche, im Tanner von vor Jahrzehnten bekannten Sportforum, Sponsoren gibt es jedoch nahezu keine. „Unsere Ausrüstung, die Fahrten zu den Wettkämpfen, dortige Übernachtungen und sonstige Ausgaben finanzieren wir alles in Eigenregie. Meine Mädels im Alter zwischen 21 und 53 Jahren und ich stecken viel Ehrgeiz, Geld und Motivation in unseren Sport“.

Und das lohnt sich: Am vergangenen Wochenende sicherten sie sich im Erika-Heß-Stadion in Neukölln mit einer Traum-Kür den Deutschen Meistertitel vor den starken Mannschaften aus München und Chemnitz, nach nur wenigen Stunden Schlaf ging es am Sonntag Richtung Österreich. Und dort wurde es noch besser: Bei den Winter World Masters Games in Innsbruck, den inoffiziellen olympischen Spielen der Freizeitsportler mit mehr als 3000 Teilnehmern. Hier holte Tanner mit ihrem Team die Bronzemedaille, trotz der starken Konkurrenz aus Kanada, Australien, Hongkong oder Finnland. „Damit hatte niemand gerechnet. Wir sind alle sehr stolz. Ein Kindheitstraum ist für mich in Erfüllung gegangen – auch wenn ich vierzig Jahre darauf warten musste“.

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