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Die Pläne für die 72.000 Quadratmeter-Brache am Hultschiner Damm: 200 Wohnungen, Stadtteilzentrum oder Aldi, Einbahnstraßen

72.000 Quadratmeter am Hultschiner Damm. Diese bilden, neben den drei Hektar in der Bisamstraße, die letzte große Freifläche in Mahlsdorf. Wie lang noch, ist unklar. „Mahlsdorf LIVE” liegt jetzt das Verkehrsgutachten einer Spandauer Ingenieurgesellschaft vor, aus welchem zahlreiche Details für die künftige Bebauungsplanung des Areals hervorgehen. Hier die wichtigsten Punkte:

Wohnungen: Geplant sind rund 200 Wohnungen. Das Ingenieurbüro rechnet mit zwei Bewohnern pro Haushalt, also circa 400 Neu-Mahlsdorfer.

Verkehr: Gerechnet wird mit etwas mehr als 1300 Fahrzeugen pro Tag, die das Gebiet befahren. Für die Verkehrsplaner ist denkbar, die anliegenden Straßen (Rosa-Valetti-Straße, Blausternweg, Parlerstraße usw.) in Einbahnstraßen umzuwandeln. Die Senatsverwaltung für Verkehr unter Einbindung der BVG (aufgrund der Straßenbahntrasse am Hultschiner Damm) muss nun ihre Vorstellungen für die Erstellung eines Bebauungsplans einreichen.

Bau eines Stadtteilzentrums: Schon lange wird in Mahlsdorf-Süd um ein Stadtteilzentrum gekämpft. Der Bezirksverordnete Matthias Kräning fordert nun, dies auf der Freifläche zu errichten. „Der Bedarf einer Einrichtung des Informationsaustauschs und der aktiven Stadtteilarbeit ist enorm und in vielfachen Initiativen in der Bezirksverordnetenversammlung und im Bürgerhaushalt artikuliert”, so der CDU-Politiker. Tatsächlich gibt es Überlegungen, eine solche Einrichtung und/oder einen Jugendclub mit einer Fläche von rund 1800 Quadratmetern einzuplanen. Mit dieser Variante würde eine Zufahrt zum Gebiet wohl schräg gegenüber der Grunowstraße über die Gleise neben „Blumen Wendt” gebaut werden.

Neuer Supermarkt: Die Alternative zum Stadtteilzentrum wäre in den Überlegungen ein Supermarkt. Angeblich ist ALDI interessiert, der Konzern würde eine Fläche von 1200 Quadratmetern Größe benötigen. Würde diese Variante gebaut werden, müsste laut den Verkehrsplanern eine Ampelkreuzung in Höhe der Müllerstraße (gegenüber dem Restaurant Rossini III) eingerichtet werden.

Kritik: „Mahlsdorf LIVE” berichtete erstmals über die Pläne im Januar 2018. Nach dem Artikel formierte sich Widerstand, die Bürgerinitiative Mahlsdorf-Süd schrieb mit Unterstützung des des Verbands Deutscher Grundstücknutzer (VDGN)und des Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Mario Czaja (CDU) einen Protestbrief an die Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (DIE LINKE.) Heute sagt Czaja: „Die Bebauung des Feldes ist für mich nur schweren Herzens mitzutragen, da der Bedarf nach Wohnungen überall gedeckt werden muss. Umso mehr muss sich die Bebauung in die typische Ortslage von Ein- und Zweifamilienhäusern einordnen und der Autoverkehr muss aus dem Wohngebiet herausgehalten werden. Es war sehr gut, dass die Anwohner hier frühzeitig aktiv wurden und dadurch die Anbindung an den Hultschiner Damm durch die Planer wieder ernsthaft in Erwägung gezogen wird.“

Mahlsdorf LIVE - Die Pläne für die 72.000 Quadratmeter-Brache am Hultschiner Damm: 200 Wohnungen, Stadtteilzentrum oder Aldi, Einbahnstraßen

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