Frank Schöbel für Lebenswerk geehrt​

Bewegender Moment beim gestrigen Schlagerhammer in den Gärten der Welt für Frank Schöbel. Vor ausverkauftem Haus wurde der Mahlsdorfer Sänger („Wie ein Stern“) für sein Lebenswerk geehrt. Die Auszeichnung überreichte „Jugendliebe“-Sängerin Ute Freudenberg (66).
 
Schöbel feiert in diesem Jahr 60-jähriges Bühnenjubiläum und wird im Dezember 80 Jahre alt. Ans Aufhören denkt er aber noch lange nicht. „Ich habe musikalisch noch viel vor“, kündigte „Frankie-Boy“ auf der Bühne vor 5.000 Schlagerfans an.
Angefangen hat die steile Karriere des gebürtigen Leipzigers 1962. Mit 19 Jahren kam er nach Biesdorf ins Theater am Park (TaP). Im Erich-Weinert-Ensemble der NVA lernte er auch Chris Doerk kennen und lieben. Die beiden galten in den 60er Jahren und Anfang der 70er als das Traumpaar schlechthin. Im DEFA-Streifen „Heißer Sommer“ (1968) standen sie gemeinsam vor der Kamera. Der Film wurde Kult. Drei Jahre später stürmte Schöbel dann mit seinem Lied „Wie ein Stern“ die Hitparaden in Ost und West, woraufhin er als erster DDR-Sänger überhaupt in der Bundesrepublik auftreten durfte.
 
Den größten Erfolg aber landete er 1985 mit dem Album „Weihnachten in Familie“, das er zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Aurora Lacasa und den gemeinsamen Töchtern aufnahm. Die Platte wurde die meistverkaufte LP in der Geschichte der DDR. Im Gegensatz zu vielen anderen Kolleginnen und Kollegen gelang es Schöbel, seine einzigartige Karriere auch nach der Wende fortzusetzen. Noch immer ist er dick im Geschäft. Ende September soll seine neue Single „Unzerstörbar, unkaputtbar“ erscheinen die, wie er findet, auch das Zeug zur Union-Hymne haben könnte.

Foto: „Schlagersängerin Ute Freudenberg übergibt Frank Schöbel den Schlager Radio Preis fürs Lebenswerk“ (v. l. n. r. Anna Carina Woitschack, Ute Freudenberg, Frank Schöbel und Schlager Radio-Senderchef Oliver Dunk) © twinkle

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