Für eine saubere Waldpromenade: Kita-Kinder zeigen, wie es geht

Bei einer Müllsammelaktion entlang der Waldpromenade in Mahlsdorf-Süd haben Kinder der Kita „Haus am Wald“ (Kiekemaler Straße 7) am Samstagvormittag jede Menge Unrat beseitigt, der von den „Großen“ achtlos in der Landschaft zurückgelassen wurde. Mit Müllbeuteln, Handschuhen und Greifzangen durchkämmten sie das Dickicht und die Spazierwege. Begleitet wurden sie von ihren Eltern, dem Entsorgungsunternehmen Alba und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Mario Czaja.

 

Leere Bierdosen, benutzte Taschentücher, Kronkorken, Verpackungsreste und volle Hundekotbeutel: Es dauerte keine fünf Minuten, da waren die ersten Müllsäcke schon gut gefüllt. „Unsere Kinder spielen sehr oft hier und wir ärgern uns jedes Mal darüber, wie viel Abfall in den Wald geschmissen wird“, sagte Kita-Leiterin Kathleen Glawe. Vor zwei Jahren hatten sie und ihr Team schon einmal eine Cleanup-Aktion mit den Familien durchgeführt. Dabei sei „unfassbar viel Müll zusammengekommen“, berichtete sie. Auch diesmal war die Ausbeute groß. Mit vollem Eifer wurde das gefräßige Müllmonster von den Kindern gefüttert. Zu den kuriosesten Fundtücken gehörten alte, schon mit Moos bewachsene Sneaker und ein Wäschegestell.

Das Müllmonster konnte sich den Bauch vollschlagen

Sandra Völker von Alba hatte extra für den Tag drei große Tonnen mitgebracht: „eine blaue für Pappe und Papier, eine gelbe für Wertstoffe und eine schwarze für alles, was nicht mehr so gut zu verwerten ist“, erklärte sie den kleinen Cleanup-Helden die Basics der Mülltrennung. Er empfehle allen mal einen Besuch der Kunststoffrecyclinganlage von Alba am Hultschiner Damm, sagte Mario Czaja. Das sei nicht nur „mega spannend“. „Man trennt danach zu Hause auch besser“, schilderte der CDU-Politiker, dessen Team eine Verpflegungsstation aufgebaut hatte. Dort gab es Kaffee, Kakao, Kinderpunsch und mittags eine heiße Kartoffelsuppe.

 

Er mache sich keine Illusionen. In zwei Jahren sei die Waldpromenade wieder so zugemüllt, bemerkte Tom Ehlich, der mit seiner Frau und den beiden Kindern am Start war. Trotzdem sei die Aktion wichtig, weil sie dazu beitragen könne, das Umweltbewusstsein der Jüngsten zu schärfen. Seine Tochter jedenfalls habe der Einsatz vor zwei Jahren nachhaltig geprägt, verriet er. „Überall, wo wir sind, sammelt Ella Müll, der dann in irgendeiner Tonne landen muss.“ Völliges Unverständnis zeigte der Familienvater ob der etlichen im Wald entsorgten Hundekotbeutel. Das sei ein echtes Problem, aber eines, was sich vielleicht eindämmen ließe, wenn es Mülleimer gäbe, meint Kita-Leiterin Kathleen Glawe. Die sucht man weit und breit jedoch vergebens. „Dabei sind hier unfassbar viele Menschen unterwegs“, weiß Glawe – gerade morgens auf dem Weg zur Straßenbahn.

Datenschutzeinstellungen