Für einen Monat: Große Staufalle am Bahnhof Mahlsdorf

Es ist eine Baustelle mit Ansage. Für einen Monat wird die Hönower Straße (mal wieder) für Autofahrerinnen und Autofahrer zum Stress-Test. Kaum sind die Erinnerungen an die jüngsten Verkehrseinschränkungen aufgrund eines Wasserrohrbruchs Mitte Januar verblasst, steht bereits die nächste größere Baumaßnahme an.


Seit einigen Tagen ist in Richtung Norden kurz hinter dem Bahnhof auf Höhe des asiatischen Restaurants „Vietnam Today“ reger Baustellenbetrieb zu beobachten, Absperrpoller und eine provisorische Lichtsignalanlage wurden eingerichtet. Wie „Alles Mahlsdorf“ nun erfuhr, sind  umfangreiche Kanalsanierungsarbeiten der Berliner Wasserbetriebe dafür der Grund. Konkret wird die Hönower Straße ab dem kommenden Montag bis voraussichtlich 30. April in Teilen zur Einbahnstraße. Betroffen ist der Abschnitt ab der Wodanstraße in Richtung Kreisverkehr am Jacques-Offenbach-Platz. Diese wird dann als Einbahnstraße geführt, vom Kreisverkehr geht es über die Giesestraße, die Hörselbergstraße und die Wodanstraße zurück zur Hönower Straße. Gerade im Berufsverkehr dürfte das für zusätzliche Belastungen sorgen.


Um den Verkehrsfluss zumindest zu ordnen, wird an der Kreuzung Wodanstraße/Hönower Straße die oben erwähnte provisorische Ampelanlage installiert. Die Maßnahme sei notwendig, so die zuständige Senatsverwaltung für Verkehr gegenüber „Alles Mahlsdorf“, um die Sicherheit und Übersichtlichkeit während der Bauarbeiten zu gewährleisten. Für viele Mahlsdorfer dürfte die neue Baustelle zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommen. Erst Mitte Januar war die Hönower Straße auf Höhe des „Blumenhaus Mannigel“ bereits für mehrere Wochen gesperrt, damals infolge eines Wasserrohrbruchs. Der Grund für die wiederkehrenden Bauarbeiten liegt tief unter der Straße: Teile des Berliner Leitungsnetzes stammen noch aus dem späten 19. Jahrhundert. In Mahlsdorf verlaufen nach Angaben der Wasserbetriebe stellenweise noch Trinkwasserleitungen aus den Jahren 1893 und 1896, also mit einem Alter von rund 130 Jahren. Und auch wenn diese Leitungen teils noch funktionieren, gelten sie als anfällig für Schäden und müssen schrittweise saniert oder ersetzt werden. Die nun anstehenden Arbeiten auf der Hönower Straße sind Teil dieser langfristigen Erneuerung der Infrastruktur.


Für die ab Montag kommenden vier Wochen bedeutet das vor allem eines: Geduld, mit längeren Fahrzeiten, einprogrammierte Umwegen und vermutlich auch Staus. Besonders zu Stoßzeiten dürfte die Umleitung zur Belastungsprobe werden.

Diese provisorische Ampel wurde in den vergangengen Tagen eingerichtet.

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