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In Mahlsdorf geschnappter Dieb: Polizist, der ihn kennt, erklärt seine Masche

Gestern berichtete „Alles Mahlsdorf“ über die Festnahme eines mutmaßlichen Diebes in Mahlsdorf, der (obwohl auf der Fahndungsliste zur Abschiebung nach Polen) nach einer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Jetzt schildert ein Polizeibeamter des zuständigen Abschnitts 33 in Kaulsdorf bei „Alles Mahlsdorf“, der den Dieb seit Jahren kennt, die Masche des Mannes.

Nach den Schilderungen des Polizisten ist der Dieb seit mehreren Jahren im Bereich Mahlsdorf tätig. Er streift demnach durch den Ortsteil und betritt nach „Abklinken“ auch am hellichten Tag durch offene Garten- und Haustüren die jeweiligen Grundstücke und Gebäude. „Bis dato ist er, wenn er erwischt wurde, nicht aggressiv geworden oder hat körperliche Gewalt angewendet. Allerdings ist er mitunter mutiger und dreister in seinen Ausführungen geworden“, so der Polizist, der den Mann schon lange kennt. Mittlerweile stören den Dieb auch sich im Haus befindende Personen nicht mehr. Diese versucht er mit einer „Ich suche die S-Bahn“-Ausrede zu beschwichtigen. Der 48-jährige Pole ist auf dem Abschnittskommissariat laut dem Polizisten „hinlänglich bekannt und hat einen eigenen Sachbearbeiter“.

Wirklich Herr kann die Polizei den Dieben und Einbrechern in Mahlsdorf nicht werden, trotz Kontrollfahrten mit Funkwagen oder sogar verdeckt ermittelnden Zivilfahrzeugen. „Es ist fast unmöglich, Einbrecher jeglicher Art auf frischer Tat zu stellen“, so der Polizist, da das riesige Einfamilienhausgebiet aus Fahrzeug- und Personalmangel nicht flächendeckend überwacht werden kann. Der Polizist appelliert daher an die Grundstücksbesitzer, Gartenpforten sowie Zufahrten und Haus- bzw. Garagentore nicht nur zuzuziehen, sondern auch abzuschließen. „Wir beobachten bei unseren Streifenfahrten viele offen stehende Grundstücke, so dass völlig problemlos auf diese gelangt werden kann. Diese werden entsprechend ausgespäht oder mitunter sofort zugeschlagen.“

Und noch etwas ärgert den Beamten: „Dass Straftäter nach erfolgten Maßnahmen wieder entlassen werden, ist durchaus normal. Es sei denn, es ist eine Straftat von erheblicher Bedeutung.“ Hier wird seitens der Staatsanwaltschaft und der bearbeitenden Dienststelle eine Richtervorführung geprüft. Dass der an der Mahlsdorfer Kreuzkirche geschnappte Dieb wieder frei ist, ist einer Anweisung der Senatsverwaltung für Justiz geschuldet. Trotzdessen der Pole auf der Fahndungsliste stand, da ihm die Freizügigkeit als EU-Bürger versagt wurde, wird er nicht abgeschoben. Denn nach einer internen Anweisung wird die Vollstreckung von Haftbefehlen wegen geringfügigen Vergehen aufgrund der Corona-Situation aufgeschoben.

Hier unser erster Bericht über die Festnahme: https://alles-mahlsdorf.de/nach-kurzer-flucht-hier-schnappt-die-polizei-in-mahlsdorf-einen-dieb/

Polizisten haben dem Mann Handschellen angelegt und ihn auf eine Bank vor der Kreuzkirche in Mahlsdorf gesetzt.

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