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Kein Wohnungsbau: Bezirk sichert zwei Mahlsdorfer Kleingärten

Was „Alles Mahlsdorf” bereits vor über einem Jahr ankündigte, ist nun Gewissheit. Der Bezirk sichert zwei Mahlsdorfer Kleingartenanlagen vor dem weiteren Wohnungsbau. Die für Stadtentwicklung zuständige Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) bringt jetzt dazu Beschlussvorlagen für die KGA Werbellinbecken sowie die KGA Kressenweg in die kommende Bezirksverordnetenversammlung ein.

Mahlsdorf boomt, freie Baugrundstücke sind rar und teuer. Kein Einzelphänomen in Berlin, in der immer rasanter wachsenden Stadt mussten deshalb in den vergangenen Jahren einige Kleingartenkolonien vor allem dem Bau von Wohnungen weichen. Auch für die Flächen der Mahlsdorfer Kolonien hätten Investoren bereitgestanden. Wichtig für die Sicherung der Kleingartenanlagen war deshalb die Zustimmung übergeordneter Behörden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie die gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg teilten mit, dass mit der Sicherung „keine dringenden Gesamtinteressen Berlins berührt sind und keine Widersprüche zu den Zielen der Raumordnung bestehen”. Auch von Bürger-Seite gab es im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit keine Bedenken.

Sowohl die Anlage „KGA Kressenweg“ am südlichen Ende des Elsensees sowie die „KGA Werbellinbecken“ zwischen Grenz- und Pariser Straße sind also nach der Zustimmung der Bezirksverordnetenversammlung (diese dürfte als gesichert gelten) nicht mehr bedroht. „Sie erfüllen vielfältig positive Funktionen für die Erholung, für den Biotop- und Artenschutz, für den Naturhaushalt und für das Landschaftsbild“, so Dagmar Pohle in ihrem Beschlussvorschlag. Und weiter: „So soll in der Mieterstadt Berlin vor allem den Menschen die Möglichkeit zur Erholung und zum Anbau von Lebensmitteln (Subsistenzwirtschaft) eröffnet werden. Die Fläche der KGA ist laut Kleingartenentwicklungskonzept eine Kleingartenanlage mit langfristiger Nutzungsperspektive.“

Die KGA Kressenweg ist circa 1,2 Hektar groß, auf ihr befinden sich 24 Parzellen. Seit 1984 gilt sie als Naherholungsgebiet. Die KGA Webellinbecken mit ihren gut 14.000 Quadratmetern und 29 Parzellen entstand 1978 aus einer Interessengemeinschaft von Gartenfreunden des ehemaligen Kombinates Tiefbau Berlin. Die hier befindlichen Lauben verfügen alle über einen Wasser- und Elektroanschluss und unterscheiden sich optisch nur unwesentlich von der umgebenden Einfamilienhausbebauung. Auch sind die eingeschossigen Lauben überwiegend weit größer als die in Kleingartenanlagen üblicherweise zulässige Grundfläche von 24 Quadratmetern.

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