Martin Teucher tritt zu seinem dritten „Ironman“ an: Das ist Mahlsdorfs fittester Feuerwehrmann

Eine gewisse Fitness ist für Feuerwehrleute unerlässlich, logisch. Martin Teucher aus Mahlsdorf, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in der Donizettistraße, aber ist eine wahre Sport-Maschine. Der 45-Jährige ist so fit, dass er in zwei Wochen zu seinem dritten „Ironman“-Triathlon anritt. Auf seiner Brust trägt er dabei „Alles Mahlsdorf“.

 

Nur eine vergleichsweise geringe Anzahl an Sportlern auf der ganzen Welt ist überhaupt in der Lage, einen Triathlon zu schaffen. Martin Teucher aus Mahlsdorf ist einer davon. Nach Rügen im Jahr 2018 und Dubai 2020 tritt er nun am 7. Mai beim Ironman 70.3 auf Mallorca an. Und der hat es in sich. Das Herzstück des Rennens befindet sich in der Stadt Alcudia im Norden der Insel. Die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke führt in einem rechteckigen Kurs in dem kleinen Hafen durch die Bucht. Nach dem Wechsel auf das Rad folgt mit dem 90 Kilometer langen Rundkurs das Highlight der gesamten Rennstrecke. Während die Athleten die ersten 15 Kilometer gemütlich zum Einrollen nutzen können, folgt im Anschluss ein knapp 13 Kilometer langer Anstieg mit knapp 600 Metern Höhendifferenz zum legendären Kloster Lluc. Von da führt die Strecke in einem technisch anspruchsvollen Teilstück über Caimari nach Inca, bevor es über Sa Pobla, Mura, am Albufera Nationalpark vorbei zurück zum Hafen geht. Zum „Dessert“ erwartet Martin Teucher und seine Konkurent:innen ein flacher Zwei-Runden-Kurs auf der Laufstrecke der Strandpromenade durch die Hafenstadt. Eine Rennstrecke, die insbesondere bei starken Windverhältnissen, die eine oder andere Tücke bereithält. Zum Vergleich: Insgesamt sind dies 38 Bahnen im Schwimmbad, von Mahlsdorf bis Lübbenau im Spreewald im Sattel und von der Gedächtniskirche laufend bis nach Mahlsdorf. Und das alles am Stück und hintereinander.

 

„Ich fühle mich derzeit sehr fit und kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht“, so Martin Teucher gegenüber „Alles Mahlsdorf“. Auch wenn die letzten Trainingswochen hart und intensiv waren. Jeden zweiten Tag beansprucht er mehrere Stunden seinen Körper, neben seiner Zeit mit der Familie und dem Job. Im Hellersdorfer Fitnessstudio „Elixia“ trainiert er im Wasser, seine Laufstrecken führen Teucher von Mahlsdorf nach Brandenburg, die Rad-Distanzen trainiert er größtenteils auf der „Rolle“ im heimischen Keller. Zuletzt testete er auf dem Rosenhag bei einem Halbmarathon die Nahrungsaufnahme und Geschwindigkeitskontrolle. Den Ironman in Mallorca will er, mit der Unterstützung an der Rennstrecke durch seine gesamte Familie, in unter sechs Stunden schaffen. „Das Einzige was ich nicht wirklich einschätzen kann, ist die Radstrecke. Aufgrund des für mich hier zuhause nicht trainierbaren bergigen Geländes birgt diese doch allerlei Überraschungen.“

 

Im Ausdauersport ist Martin Teucher (1,89 Meter groß, 83 Kilogramm schwer) seit 25 Jahren aktiv. Nach der Veranstaltung will sich der Athlet mit seiner Frau und den Kindern zwei Tage Urlaub und Ruhe gönnen, den Verzicht und die Entbehrungen der vergangenen Monate vergessen. Fitness hin oder her. Teucher lacht: „Für meinen Kameraden der Feuerwehr bin ich in Mahlsdorf aber trotzdem zur Stelle.“

 

Übrigens: Unterstützt wird Martin Teucher neben „Alles Mahlsdorf“ vom Sportartikelhändler Decathlon, der Berliner Sockenmarke „Sox in a Box“ sowie der „Gröbel Vitalmanagment“, der Firma des ehemaligen Trainers Helmar Gröbel von Eisschnelllauflegende Claudia Pechstein. Zudem rüstet Eintracht Mahlsdorf ihn und seine Begleiter:innen mit Klamotten aus.

Feuerwehrmann und Triathlet Martin Teucher vor der Wache der FFW Mahlsdorf in der Donizettistraße

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