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Nach 13 Jahren Planung: Ampel an Mahlsdorfer Kreuzung kommt Ende des Jahres

Wir letztlich doch noch alles fertig? Vor mehr als 13 Jahren wurde die Ampel an der Kreuzung Hultschiner Damm/Rahnsdorfer Straße beantragt, nun rückt die tatsächliche Fertigstellung immer näher. Wie die Senatsverwaltung für Verkehr auf eine noch unveröffentlichte parlamentarische Anfrage des Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Mario Czaja (CDU) antwortete, wird der Antrag auf „verkehrsrechtliche Anordnung zur Einrichtung der Arbeitsstelle für den Lichtsignalanlagen-Neubau“ derzeit bei der Verkehrsmanagement-Abteilung der Verkehrsverwaltung bearbeitet. Nach der Genehmigung sollen die Bauarbeiten, wahrscheinlich Ende September, aufgenommen werden. Eine Inbetriebnahme ist laut Staatssekretär Ingmar Streese noch vor Jahresende 2020 geplant.

Und auch von der „Grünen Welle“ auf der B1 gibt es gute Nachrichten. Nachdem auch hier jahrelang an den Ampeln der fünf Kreuzungen „herumgedoktert“ wurde, gilt die Grüne Welle nun als eingerichtet.

Mahlsdorf LIVE - Nach 13 Jahren Planung: Ampel an Mahlsdorfer Kreuzung kommt Ende des Jahres

Auch neues Gewerbe siedelte sich nach 1990 an. Von 1993 bis 1998 entstand an der Landsberger Straße der Gewerbepark GiP (seit 2011 B1 Business Park der Sirius Facilities GmbH), in dem inzwischen viele Unternehmen tätig sind. Zu ihnen gehört die 1999 gegründete PIN AG, im August 2000 die erste private Briefmarke in Berlin herausgab und 2004 ihren Sitz in Mahlsdorf annahm. Zwar ist die Firmenzentrale schon vor längerer Zeit nach Moabit gezogen, doch befindet sich in Mahlsdorf weiterhin das Sortierzentrum des als „grüne Post“ in ganz Berlin sichtbaren Briefzustellers. Der frühere Wirtschaftshof des Gutes am Hultschiner Damm, auf dem sich bereits ab 1973 ein Altstoffhandel befand, dient seit 1993 als Recyclinghof der ALBA Group. 2010 eröffnete der Deutsche Bahn Konzern an der Florastraße den Neubau seines Rechenzentrums. Nicht in jedem Fall trafen Unternehmensansiedlungen auf Zuspruch. So stieß das B1-Center Alt-Mahlsdorf (in ihm befinden sich heute u.a. ROLLER, Rahaus Multipolster), das auf dem Gelände des ehemaligen VEB Bau Ost errichtet wurde, vor dem Bau auf heftigen Widerstand. Eine Bürgerinitiative protestierte und die evangelische Kirchengemeinde versuchte im Jahre 2000 vergeblich, die Errichtung des Centers gerichtlich zu verhindern. Wie befürchtet, ist durch das Einkaufszentrum die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche von der B1/5 aus nicht mehr sichtbar.

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Aufgewertet wurde der 1930 eröffnete S-Bahnhof Mahlsdorf, der seit dem 10. Dezember 2017 auch ein Regionalbahnhof ist. Eine Erfolgsgeschichte durchlief das Gründerzeitmuseum, welches seit dem Wegzug Charlotte von Mahlsdorf seit 1997 von einem Förderverein geführt wird. Heute erstrahlt das Haus nach aufwändiger Sanierung und Rekonstruktion in alter Pracht. Das Museum im Mahlsdorfer Gutshaus besitzt die größte gründerzeitliche Sammlung Europas, die in 17 vollständig eingerichteten Räumen, einer Küche und der früheren Altberliner Zillekneipe „Mulackritze” präsentiert wird. 2003 wurde am Broadway Theatre in I LOVE NEW YORK das Stück „I Am My Own Wife“ von Doug Wright uraufgeführt. Die deutsche Fassung „Ich mach ja doch was ich will“ hatte 2007 im Renaissance-Theater Berlin Premiere. In vielen Ländern gespielt, machte Doug Wrights Theaterstück Charlotte, das Gründerzeitmuseum und damit auch Mahlsdorf selbst weltbekannt.

Saniert wurde aber nicht nur das Gebäude des Gründerzeitmuseums, sondern bereits ab 1993 auch der Gutspark, der denkmalgerecht in seinem Zustand von etwa 1910 rekonstruiert ist. Im August 1995 wurde er im Rahmen der Veranstaltungen zum 650. Jubiläum von Mahlsdorf feierlich wiedereröffnet. Wiederhergestellt wurde auch der an der Alten Pfarrkirche gelegene Waldowpark, der 1982 für die öffentliche Nutzung geschlossen worden war. Seit 1996 ist er wieder zugänglich. Der Aufschwung, den Mahlsdorf seit 1990 nahm, zeigt sich auch einem starken Zuzug an Einwohnern. Lebten Ende 1991 im Ortsteil 13.095 Menschen, so waren es Ende 2019 bereits 29.360. Die Bevölkerungszahl hat sich in diesen 30 Jahren also mehr als verdoppelt. Und: Seit mehr als vier Jahren berichtet mit „Mahlsdorf LIVE“ eine eigene kleine „Internetzeitung“ über den Ortsteil.

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