In Mahlsdorf hat das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf in den vergangenen Jahren acht Grundstücke angekauft, um „verkehrliche Infrastrukturmaßnahmen“, konkret Straßenerweiterungen, umzusetzen. Darüber berichtete „Alles Mahlsdorf“ am 3. Februar. Konkret handelt es sich um insgesamt 2739 Quadratmeter, die Kosten betrugen exakt 33.252,50 Euro. Kurios: 92 Prozent des Geldes gingen für lediglich 145 Quadratmeter, also gerade einmal 5 Prozent der Gesamtfläche, drauf. Viele Leserinnen und Leser erkundigten sich bei der Redaktion, warum dies so sei. Nun gibt es eine Antwort.
Auffällig war der in dem Artikel benannte deutliche Preisunterschied zwischen den einzelnen Grundstücken. Während ein Großteil der Flächen lediglich mit 5 Euro pro Quadratmeter bewertet wurde, kostete die Fläche in der Pilgramer Straße 304 – 310 deutlich mehr, nämlich 210 Euro pro Quadratmeter. Der Grund für diese Differenz liegt in der rechtlichen Einstufung der Flächen. Wie das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf auf „Alles Mahlsdorf“-Nachfrage mitteilte, wurden die günstigeren Grundstücke bereits seit 1990 als Straßenland genutzt. Entsprechend niedrig fiel ihr Bodenwert aus. Anders verhielt es sich bei der teureren Fläche. Diese war als Bauland ausgewiesen und wurde daher zu einem wesentlich höheren Quadratmeterpreis angekauft.
Die Fläche stammt aus dem Eigentum einer privaten Grundstücksbesitzerin und wurde auf Grundlage des Bebauungsplans 10-72 erworben. Trotz der Baulandeinstufung soll auch dieses Grundstück künftig der Straßenlanderweiterung dienen. Mit dem Ankauf sichert sich der Bezirk langfristig die notwendigen Flächen für den öffentlichen Verkehrsraum in der Pilgramer Straße. Ziel ist es, bestehende Straßenflächen rechtlich zu ordnen und mögliche bauliche Anpassungen oder Erweiterungen vorzubereiten.





