Nach Anwohnerbeschwerde: Ordnungsamt kontrolliert Radfahrer in Mahlsdorf

Im Januar 2015 begann der Aus- und Umbau des Pfarrhufenangers südlich der Kreuzkirche in Mahlsdorf. Es entstanden zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser, in wenigen Tagen wird das Altenhilfezentrum eröffnet. Mit der Neugestaltung wurde auch eine Straße, neben dieser eine circa zehn Meter breite Grünfläche sowie ein wiederum daran anschließender Fußweg angelegt. Und genau diese Anordnung sorgt nun für Ärger.

 

Denn: Viele Radfahrer nutzen statt der Straße den Fußweg. „Vermehrt fällt auf, dass der Fußweg als Radverkehr-Schnellstrecke genutzt wird. Neun von zehn Radfahrern zeigen keinerlei Einsicht nach Ansprache auf gegenseitige Rücksichtnahme bzw. zur Nutzung der Straße. Ältere Menschen, also Fußgänger, werden zum Teil rüde überholt und ohne Rücksichtnahme in Gefahr gebracht“, so ein Anwohner gegenüber „Alles Mahlsdorf“. Nun beschwerte er sich beim zuständigen Ordnungsamt Marzahn-Hellersdorf.

 

Dort teilt man die Sorge und das Unverständnis über die zunehmende Nutzung von Gehwegen durch rücksichtslose Fahrradfahrende, dies sei „nachvollziehbar“, wie es in einer schriftlichen Stellungnahme heißt. Schließlich stellt die Benutzung des Gehweges durch Radfahrende – gegebenenfalls unter Behinderung oder gar Gefährdung Anderer – einen Verstoß gegen § 2 Straßenverkehrsordnung dar. In der nächsten Zeit will man nun die Beschwerde zum Anlass nehmen, mit wiederkehrenden Standortkontrollen in dem Bereich vor Ort zu sein. Auch die Polizei soll sich die Situation anschauen. Außerdem wurde eine Anfrage zu einer Tempo-30-Reduzierung auf dem Pfarrhufenanger an die dafür zuständige Straßenverkehrsbehörde weitergeleitet.

 

Diese Grafik zeigt den Abstand zwischen Fußweg und Straße im Pfarrhufenanger.

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