Ein Stromausfall kann den Alltag innerhalb weniger Minuten lahmlegen. Das hat der tagelange Blackout im Berliner Südwesten Anfang des Jahres gezeigt. Um Bürgerinnen und Bürger frühzeitig auf ein solches Szenario vorzubereiten, findet am kommenden Freitag (18 Uhr) in Mahlsdorf eine Informationsveranstaltung zum richtigen Verhalten bei Stromausfällen statt.
Ziel der Veranstaltung „Stromausfall – was tun?“ in der 37. Grundschule in der Elsenstraße ist es, sachlich aufzuklären, Ängste abzubauen und konkrete Handlungssicherheit für den Ernstfall zu vermitteln. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehr Mahlsdorf, des Verband deutscher Grundstücknutzer (VDGN), der Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Katharina Günther-Wünsch, Stadtrat Stefan Bley (beide CDU), im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verantwortlich für Katastrophenschutz und Leiter Kreisverbindungskommando, und weiteren Mitgliedern der Marzahn-Hellersdorfer CDU-Fraktion, soll erläutert werden, was bei einem Stromausfall tatsächlich passiert. Im Mittelpunkt stehen dabei realistische Abläufe: Wie entstehen Stromausfälle? Wie lange können sie dauern? Und welche Bereiche des täglichen Lebens sind zuerst betroffen – von Heizung und Warmwasser über Aufzüge bis hin zu Telekommunikation und Zahlungsverkehr.
Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung ist es, den Menschen in Mahlsdorf zu zeigen, dass staatliche und kommunale Strukturen auch bei längeren Ausfällen handlungsfähig bleiben. Einsatzkräfte werden erklären, welche Hilfsangebote vor Ort bestehen, wo Anlaufstellen eingerichtet werden und wie Informationen auch ohne Internet oder Smartphone verbreitet werden können. Gerade für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität ist dieses Wissen entscheidend.
Breiten Raum soll das Thema persönliche Vorsorge einnehmen. Anhand konkreter Beispiele wird erläutert, wie ein einfacher Notfallvorrat aussehen kann und welche Dinge im Haushalt vorhanden sein sollten: Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Taschenlampen, Batterien, ein batteriebetriebenes Radio und Bargeld. Auch der sichere Umgang mit Kerzen, offenen Flammen und alternativen Heizquellen wird thematisiert, um zusätzliche Gefahren zu vermeiden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gesundheit und Pflege. Fachleute werden darauf eingehen, wie bei gekühlten Medikamenten, medizinischen Geräten oder Pflegebedürftigkeit vorgesorgt werden kann. Individuelle Notfallpläne und eine gute Abstimmung mit Angehörigen oder Nachbarn sollen dabei helfen, Risiken zu minimieren.
Besonders betont wird die Rolle der Nachbarschaftshilfe. Der Veranstalter, die CDU Wuhletal, macht deutlich, dass technische Ausfälle oft durch menschliche Unterstützung abgefedert werden. Wer sich kennt, miteinander spricht und Verantwortung füreinander übernimmt, stärkt die Sicherheit im gesamten Kiez. Die Veranstaltung endet mit einer offenen Fragerunde, in der Raum für konkrete Anliegen aus dem Alltag bleibt. Die zentrale Botschaft lautet: Vorsorge ist keine Panikmache, sondern Verantwortung.





