Noch immer erinnern Dutzende Grabkerzen, Gedenkzettel und verwelkte Blumen in der Hellersdorfer Straße an den tragischen Tod der Mahlsdorferin Janine. Mitte Februar war sie hier, kurz vor der Einmündung zur Luzinstraße in Kaulsdorf-Nord, mit ihrem Auto in das Heck eines parkenden Lkw gekracht. Nun gibt es in der Straße ein neues, striktes Park- und Halteverbot.
Entsprechende Verkehrsschilder wurden kürzlich aufgestellt. Zuerst hatte die Website „Marzahn-Hellersdorf Live“ berichtet. Fahrzeuge dürfen dort nun, wie in der Vergangenheit noch möglich und üblich, ganztägig weder parken noch halten. Die Maßnahme dürfte eine direkte Konsequenz aus einem tödlichen Verkehrsunfall der alleinerziehenden Mutter sein, der weit über Mahlsdorf hinaus für Betroffenheit sorgte.
Am 14. Februar war die 39-Jährige mit ihrem VW Caddy auf der Hellersdorfer Straße unterwegs, als sie aus bislang nicht abschließend geklärter Ursache ungebremst in das Heck eines am Fahrbahnrand abgestellten Lastwagens prallte. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, sie erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Ihre 13-jährige Tochter, die sich ebenfalls im Fahrzeug befand, überlebte den Zusammenstoß. Der tragische Tod der Mutter löste im Umfeld große Anteilnahme aus. Janine galt als lebensfroher Mensch und engagierte Erzieherin, die fest in ihrem Kiez verwurzelt war. Besonders das Schicksal ihrer Tochter bewegte viele Menschen. Kurz nach dem Unfall wurde daher eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um das Mädchen finanziell zu unterstützen und ihr trotz des schweren Verlustes eine stabile Zukunft zu ermöglichen. Innerhalb kurzer Zeit beteiligten sich zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer, mehr als 12.700 Euro kamen letztlich zusammen.
Auch das öffentliche Gedenken war groß: Bei einer Trauerfeier und einer Gedenkveranstaltung versammelten sich rund 150 Menschen, um Abschied zu nehmen. Kerzen wurden entzündet, Blumen niedergelegt. Ein stilles Zeichen der Verbundenheit und des Mitgefühls. Der Unfall hat darüber hinaus eine Diskussion über die Verkehrssicherheit in der Hellersdorfer Straße ausgelöst. Insbesondere der am Fahrbahnrand abgestellte Lkw rückte in den Fokus. Viele Anwohnerinnen und Anwohner sowie Lokalpolitiker forderten Maßnahmen, um ähnliche Unglücke künftig zu verhindern. Das nun eingerichtete Park- und Halteverbot ist eine erste konkrete Reaktion darauf. Ob die neue Regelung langfristig ausreicht, um die Sicherheit auf dem betroffenen Straßenabschnitt deutlich zu erhöhen, bleibt abzuwarten. Für viele im Kiez steht jedoch fest: Der tragische Tod von Janine soll nicht folgenlos bleiben.





