Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat eine neue Bevölkerungsprognose für Berlin bis zum Jahr 2040 vorgelegt. Demnach wächst die Stadt in den kommenden 15 Jahren auf mehr als vier Millionen Einwohner. Untersucht wurden sehr feingliedrig und kleinräumig 58 sogenannte Prognoseräume. „Alles Mahlsdorf“ zeigt die wahrscheinlichen Entwicklungen in unserem Ortsteil – der voller und älter wird.
Mahlsdorf hat, das ist mittlerweile eine Binsenweisheit, in den Jahren 2018 bis 2024 Zuzug erlebt. Im Vergleich zur gesamten Stadt fällt dieser mit einem Prozent im Vergleich zur Gesamtbevölkerung (etwa 30.000 Menschen leben zwischen Dahlwitzer Straße und Akazienallee) relativ niedrig aus. So viel zur Vergangenheit. In der von der Senatsverwaltung wird eine steigende Einwohnerzahl von bis zu fünf Prozent angenommen, also in etwa 1500 Menschen mehr. Circa 700 dürften es allein im derzeit im Bau befindlichen Areal rund um die Bisamstraße sein.
Während die Zahl der Gesamtbevölkerung in Mahlsdorf steigt, sinkt die der Kinder und Jugendlichen. Die Senats-Prognose geht von einem Rückgang von bis zu fünf Prozent aus. Da derzeit rund 5000 in unserem Ortsteil leben, wären dies etwa 250 junge Menschen im Alter zwischen Neugeborenem und 18 Jahre. In Kitas und Schulen gibt es in den kommenden 15 Jahren etwas mehr Platz zum Spielen und Lernen, verzichtet werden kann aber wohl auf keine einzige.
Ebenso gehen die Erwachsenen bis 65 Jahre um bis zu fünf Prozent zurück. Derzeit leben circa 17500 in Mahlsdorf, bis 2040 wären es also 900 weniger. Die einfache Rechnungl: Wenn die Mahlsdorfer zwischen Geburt und Mitt-Sechziger weniger werden, die Zahl der Gesamtbevölkerung aber steigt, muss die Zahl der über 65-Jährigen wachsen. Und genau so ist es. Hier prognostiziert die Senatsverwaltung bis zum Jahr 2040 ein Wachstum zwischen zehn und 20 Prozent, also ein Anstieg um bis zu 1500 ältere Menschen (derzeit 7500).
Für die Modellierung wurde die „deterministische Kohorten-Komponentenmethode“ verwendet, bei der die zentralen demografischen Faktoren wie Geburten, Sterbefälle und Wanderungen systematisch miteinander verknüpft wurden. Als Datengrundlage dienten vor allem die Melderegisterdaten sowie Wohnungsbauprognosen. Die Prognose soll eine realistische und belastbare Planungsperspektive für die ganze Stadt liefern.
Wann Berlin die magische Vier-Millionen-Marke knackt, also 110.000 Hauptstädter mehr als heute, ist unklar. Es scheint nur noch eine Frage von Jahren zu sein. „Dieser Zuwachs resultiert aufgrund des demografischen Wandels, nicht aus einem positiven natürlichen Bevölkerungssaldo (Geburtenüberschuss), sondern ausschließlich aus einem positiven Wanderungssaldo – mit Zuzügen vor allem aus dem Ausland“, heißt es in der 38 Seiten umfassenden Prognose. Trotz sinkender Geburtenzahlen gelten Migration, insbesondere Zu- und Fortzüge, als zentraler Wachstumstreiber in den nächsten Jahren.