Neuenhagener Straße: Baugenehmigungen für sieben Mehrfamilienhäuser erteilt

Mahlsdorf wächst und wächst. Nun hat das Bezirksamt für ein weiteres Wohnungsbauvorhaben grünes Licht gegeben. Auf den aktuell noch brachliegenden Grundstücken in der Neuenhagener Straße 16 bis 19 unweit der Straßenbahn-Wendeschleife in der Treskowstraße sollen sieben zweigeschossige Mehrfamilienhäuser und eine Tiefgarage errichtet werden. Um die Baugenehmigungen zu erhalten, musste der private Eigentümer deutlich von seinen Anfangsplänen abrücken.

 

Wie Baustaatssekretär Christian Gaebler (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Abgeordneten Katharina Günther-Wünsch mitteilte, ist an der Neuenhagener Straße 19 ein Haus (170 qm Grundfläche) mit vier Wohnungen vorgesehen. In den sechs Baukörpern (je 190 qm Grundfläche) auf den Nachbargrundstücken 16-18 sind 22 Wohnungen geplant. Die Gebäude sollen sieben Meter hoch sein. Außerdem will der Eigentümer 33 Parkplätze in die Erde legen.

 

Für die Grundstücke gibt es keinen gültigen Bebauungsplan. Damit gilt Paragraf 34 des Baugesetzbuches (BauGB), wonach sich die Gebäude nach Art, Maß und Bauweise in die Umgebung einfügen müssen, um genehmigt zu werden. Ursprünglich sollte deutlich größer dimensioniert gebaut werden. Geplant waren Wohnhäuser mit bis zu sechs Geschossen. Entsprechend groß war der Unmut in der von Einfamilienhäusern geprägten Nachbarschaft.

 

Zuletzt lehnte das Stadtentwicklungsamt einen im Februar 2021 eingereichten Bauantrag ab. Für die nun erteilten Genehmigungen mussten die Kubaturen der Baukörper reduziert und die Staffelgeschosse gestrichen werden. Bevor die Bauarbeiten starten können, ist der Vorhabenträger noch angehalten, Nachweise zur Standsicherheit und Energieeinsparung zu erbringen. Außerdem wurden wasserbehördliche Auflagen sowie Auflagen zu den Feuerwehrflächen, dem geplanten Spielplatz und den Fahrradstellplätzen erteilt. Dem Bezirksamt liegen noch keine Informationen zum Baubeginn und dem geplanten Fertigstellungstermin vor.  

 

Angesichts der überschaubaren Anzahl an neuen Wohnungen erwartet der Bezirk keine größeren Auswirkungen auf die soziale Infrastruktur und den Verkehr. Ob es eine Informationsveranstaltungen für die Anwohnerinnen und Anwohner geben wird, ist fraglich. Der private Investor sei durch das Stadtentwicklungsamt mehrfach aufgefordert worden, das Projekt in der Nachbarschaft vorzustellen, heißt es in der Antwort auf die Schriftliche Anfrage. „Da hierfür jedoch keine Verpflichtung besteht, hat das Bezirksamt nur begrenzten Einfluss auf eine Umsetzung.“ Man wolle aber erneut auf den Bauherrn einwirken. Die Eigentümerinnen und Eigentümer der angrenzenden Grundstücke sollen über die erteilte Baugenehmigung zum Projekt Neuenhagener Straße 16-18 in Kenntnis gesetzt worden sein.  

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