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Sonntag, Juni 13, 2021
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Nur 10.000 Euro für neue Server: Corona-Zwangspause zeigt, wie sehr Mahlsdorfer Schulen technisch hinterherhinken

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In diesen durch die Corona-Pandemie geprägten Zeiten wird eines deutlich: Technisch gesehen befinden sich vor allem die Mahlsdorfer Grundschulen sprichwörtlich noch in der Kreidezeit. Die Ausstattung mit Medien ist mangelhaft, es fehlt oft an Digitalkompetenz bei LehrerInnen. Diese stellen zwar zumeist mit viel Engagement Online-Unterricht auf die Beine, kämpfen sich durch Cloud-Lösungen und Videokonferenzprogramme und eignen sich mangels vorhandener Fort- und Weiterbildungsangebote über YouTube-Videos das notwendige Wissen an, stoßen bei der praktischen Umsetzung schnell an die technischen Grenzen. Sowohl bei sich selbst als auch bei ihren Klassen. Denn längst nicht alle Mahlsdorfer LehrerInnen SchülerInnen sind zu Hause so mit Computern, Smartphones, Leitungen oder Druckern ausgerüstet, dass es mit dem Homeschooling problemlos klappt, zumal das dafür notwendige Vorwissen aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten in den Schulen nicht vermittelt werden konnte.

Immerhin: Seit 2019 bis ins Jahr 2024 stehen satte 257 Millionen Euro aus dem sogenannten „Digitalpakt“ den Schulen zur Verfügung. Wirklich große Sprünge können diese damit jedoch nicht machen, geschweige denn ihr Personal oder die Kinder ausrüsten. Wie eine jetzt veröffentlichte Senats-Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Mario Czaja (CDU) zeigt, liegt der Fokus der Mahlsdorfer Schulen erst einmal darauf, den Ausbau einer leistungsfähigen und nachhaltigen Infrastruktur (Erneuerung der Schulserver, strukturierte Verkabelung, WLAN-Versorgung) sicher zu stellen. Aus der Auflistung der bisher aus dem Digitalpakt getätigten Maßnahmen geht hervor, dass die Mahlsdorfer Grundschule kürzlich rund 10.000 Euro zur Erneuerung der Server erhielt. Die Friedrich-Schiller-Grundschule hat ein Medienkonzept und eine Abschlusserklärung eingereicht, beides wird derzeit geprüft wird. Die Kiekemal-Grundschule sowie die ISS Mahlsdorf tauchen nicht in der Liste auf.

Wie es laufen könnte, zeigt unser Nachbarland Dänemark. Dort gehört E-Learning zum Schulalltag. Jeder Schüler hat einen Laptop, seit zwei Jahrzehnten werden täglich digitale Medien im Unterricht eingesetzt. Was dies bringt, zeigt die kürzlich veröffentlichte Schulleistungsstudie ICILS. Sie misst unter anderem, wie kompetent Achtklässler mit digitalen Medien umgehen, Informationen recherchieren und bewerten. In keinem der untersuchten 14 Staaten sind Schüler so digital-fit wie in Dänemark. „Das Land hat eine Eins plus mit Sternchen“, sagt Professorin Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn, Leiterin der Studie. Deutsche SchülerInnen haben laut Eickelmann im Vergleich zur ersten ICILS-Erhebung im Jahr 2013 kaum dazugelernt. „Ein Drittel der Achtklässler hat lediglich Grundkenntnisse, sie können gerade mal eine E-Mail öffnen oder einen Suchbegriff eingeben.“ Und Berlin? Derzeit gibt es die Forderung, alle öffentlichen Schulen bis zu Beginn des Schuljahrs 2020/21 an das Breitbandnetz anzuschließen.

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