Parkplätze und Fahrspuren könnten verschwinden: Mahlsdorf soll riesige Radwege bekommen

Der Berliner Senat hat vor wenigen Tagen in seiner Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther (Grüne), den neuen Radverkehrsplan des Landes Berlin samt Radverkehrsnetz behandelt und an den Rat der Bürgermeister (RdB) überwiesen. Nach Stellungnahme des RdB soll der Radverkehrsplan vom Senat als Rechtsverordnung beschlossen werden – er tritt nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt unmittelbar in Kraft.

Im Mittelpunkt des Plans und des dazugehörigen Radverkehrsnetzes stehen der Ausbau und die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Einer der Hauptpunkte: Das Radvorrangnetz. Das sind die in der Karte rot gekennzeichneten Strecken, welche in den kommenden acht Jahren für Radfahrer ausgebaut werden sollen. Insgesamt kommen in der ganzen Stadt von diesen Radwegen 865 Kilometer – mit einer Standard-Breite von 2,50 Meter. Und zwar netto, also ohne Begrenzungslinien. Auch in Mahlsdorf sind diese breiten Radwege geplant. Im Norden etwa führt dieser über die Markgrafenstraße auf die Menzelstraße, anschließend gen Norden durch das Neubaugebiet Bisamstraße und über die Dahlwitzer Straße hinweg am Netto-Supermarkt vorbei über den Griebenweg nach Birkenstein.In Mahlsdorf-Süd soll der neue breite Radweg von Köpenick kommend über die Pilgramer Straße bis zur Ledebourstraße geführt werden und von dort gen Osten nach Waldesruh geführt werden.

In der „BZ” sagte Jan Thomsen, Sprecher der Senatsverwaltung für Verkehr, dass bei begrenztem Platz keine Straßenbäume abgeholzt werden sollen. An diesen Stellen würden die breiteren Fahrradwege auf Kosten des parkenden Verkehrs oder einer Fahrspur gehen. „Mit dem neuen Radverkehrsplan wird Berlin in den kommenden Jahren zur Fahrradstadt auf einem bundesweit bisher einzigartigen Qualitätsniveau”, so Senatorin Regine Günther. „Für die Umsetzung sind ausreichende Finanz- und Personalressourcen bereitzustellen.”

Bei der Erarbeitung des Radverkehrsplans und des Radverkehrsnetzes wurden alle zwölf Berliner Bezirke sowie eine Vielzahl von Expertinnen und Experten beteiligt, etwa aus dem Bereich der Fahrradinitiativen, des FahrRats, der Umweltverbände und der Verkehrssicherheitsarbeit, unter anderem im Rahmen von thematischen Workshops und Arbeitsgruppentreffen.

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