Wenn über die Wahl zum Nachwuchssportler des Monats von „Berlin-Sport“ abgestimmt wird, fällt ein Name in diesem Februar besonders häufig: Danilo-Jacy Hübner. Der 15-Jährige aus Mahlsdorf gilt als eines der vielversprechendsten Sprinttalente der Hauptstadt. Dies könnte nun belohnt werden.
Hübner, der in der Grunowstraße lebt und die zehnte Klasse der Georg-Klingenberg-Schule besucht, steht bereits seit zehn Jahren auf der Tartanbahn. Beim AC Berlin hat er früh seine Leidenschaft für den Sprint entdeckt. Unter der Anleitung seiner Trainerin Sandra Kramer entwickelte sich der damals Fünfjährige Schritt für Schritt zu einem der schnellsten Nachwuchsathleten Berlins. Dass Hübner, mittlerweile bereits 1,90 Meter groß, längst über seine Altersklasse hinausgewachsen ist, bewies er zuletzt bei den offenen Berlin-Brandenburgischen Hallenmeisterschaften. In der U18 – also gegen teils deutlich ältere Konkurrenz – sicherte er sich sensationell Platz eins über 60 Meter und 200 Meter. Ein Ausrufezeichen, das in der Berliner Leichtathletikszene nicht ungehört blieb. Seine Bestzeiten können sich sehen lassen. Über 60 Meter in der Halle erreichte er in 6,98 Sekunden das Ziel, die 100 Meter lief er bereits in 10,82 Sekunden, die 200 Meter in 22,30 Sekunden.
Mehrfach ist der Teenager bereits Berliner Meister im Sprint geworden. Seinen bislang größten nationalen Erfolg feierte er im vergangenen Jahr mit der Bronzemedaille bei den deutschen Juniorenmeisterschaften über 100 Meter. „Dies zählt zu meinen größten sportlichen Erfolgen zählt. Zudem wurde ich in den Bundeskader berufen. Besonders stolz bin ich auf meine kontinuierliche Leistungssteigerung und meine Entwicklung auf nationalem Spitzenniveau“, so der Mahlsdorfer. In diesem Jahr hat er ein klares Ziel vor Augen: die Europameisterschaft in Italien. Die EM-Qualifikation ist ambitioniert, doch wer Hübner auf der Bahn erlebt, spürt seinen Ehrgeiz. Olympia, sagt er mit einem Lächeln, sei „der ganz große Traum“. Noch liegt dieser in weiter Ferne. Doch der Weg beginnt mit nationalen Titeln und internationalen Starts im Nachwuchsbereich.
Trotz Trainingsalltag und Wettkampfreisen verliert der Zehntklässler die Schule nicht aus dem Blick. Nach seinem Abschluss möchte er Erzieher werden. Die Arbeit mit Kindern könne er sich nach einem Praktikum in einer Schule gut vorstellen. Vielleicht auch, weil er selbst schon so früh im Verein gefördert wurde.
Bei der Wahl zum Nachwuchssportler des Monats hat Hübner allerdings starke Mitbewerber: Ein 14-jähriger Judoka, zwei ebenfalls nominierte Leichtathletinnen im Alter von 15 und 16 Jahren sowie ein 18-jähriger Radsportler machen das Rennen spannend. Die Konkurrenz ist groß, auf und neben der Bahn.
Abgestimmt werden kann noch bis zum 28. Februar und diesem Link: https://berlin-sport.de/nachwuchssportler-des-monats/
Für Danilo-Jacy Hübner wäre die Auszeichnung eine besondere Anerkennung für Jahre harter Trainingsarbeit. Und vielleicht ein weiterer Sprintschritt in Richtung großer internationaler Bühne.





