Wieder in Mahlsdorf gesichtet: Warnung vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners

Es ist wieder soweit, die nimmersatten Raupen des Eichenprozessionsspinner machen sich in Mahlsdorf breit. An Sträuchern und Bäumen im Ortsteil sind sie bereits zu sehen – und gefährlich für Menschen. Nun gibt es eine Warnung der Senatsverwaltung für Gesundheit.

 

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, von dessen Raupen eine gesundheitliche Gefahr für Menschen ausgeht. Seinen Lebensraum bilden insbesondere Stiel- und Traubeneichen, in deren Kronen die Eier abgelegt werden. Im April und Mai schlüpfen daraus Raupen, welche bis zur Verpuppung im Juli mehrere Larvenstadien durchlaufen. Die Raupen wandern in großen Verbänden an Stämmen und Ästen entlang (daher der Namensanteil „Prozession“) und spinnen bis zu fußballgroße Nester.

 

Zum Schutz gegen Feinde dienen ihnen unzählige feine Brennhaare, welche ein Nesselgift enthalten. Dieses löst bei Tieren und Menschen entzündliche Reaktionen aus mit Juckreiz und Hautentzündungen, Augenreizungen oder ernsthaften Augenentzündungen. Das Einatmen der Brennhaare reizt zudem Nase, Hals und Bronchien, bei einer entsprechenden Vorbelastung kann es auch zu Atemnot kommen. Möglicherweise treten die Symptome erst nach 24 Stunden auf.

 

Deshalb sollten lebende und tote Raupen sowie neue und alte Nester nicht berührt werden. Darüber hinaus sollten Warnhinweise beachtet und befallene Areale gemieden werden.

 

Das Potenzial für eine gesundheitliche Gefährdung besteht vor allem dort, wo die Raupennester und -prozessionen in unmittelbarer Nähe von Häusern, Wegen, Erholungs- und Sportanlagen, Schulen, Kindertagesstätten, Freibädern und Badegewässern zu finden sind. Durch den Wind können die Brennhaare zudem über weite Strecken transportiert werden. Sie lagern sich häufig unter befallenen Bäumen ab und haften an Schuhen und Kleidung.

 

Verantwortlich für die Organisation von Abwehrmaßnahmen, wie der mechanischen Entfernung der Raupennester, sind die Eigentümer von betroffenen Grundstücken oder die zuständigen Behörden, wie das Landesforstamt und die Naturschutz- und Grünflächenämter der Bezirke.

 

Im Frühjahr können die Nester der Gespinstmotte mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt werden. Die unbehaarte Raupe der Gespinstmotte überzieht Sträucher mit großflächigen spinnenwebenartigen Nestern. Von der Gespinstmotte geht keine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen aus. Es gibt neben dem Eichenprozessionsspinner jedoch weitere Raupenarten, die eine Gesundheitsgefahr darstellen können. Vorsorglich sollte daher der Kontakt mit behaarten Raupen vermieden werden.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können für Menschen gefährlich sein.

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