Der Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf der Partei „Die Linke“ hat am vergangenen Wochenende eine Vertreter:innenversammlung zur Aufstellung der Wahlkreiskandidat:innen für die Abgeordnetenhauswahl 2026 abgehalten. Dabei kam heraus, dass Juliane Witt auf einem Direktmandat in Mahlsdorf ins Rennen gehen wird.
Witt ist eine der profiliertesten Kommunalpolitikerinnen des Bezirks. Geboren 1962 in Dresden, seit 2011 in verschiedenen Funktionen Stadträtin in Marzahn-Hellersdorf, aktuell für Soziales und Bürgerdienste. Ihre politische Laufbahn reicht von persönlicher Referentin in Senatsressorts über leitende Aufgaben im Bezirksamt bis zu mehreren Stadtratsressorts (Jugend, Kultur, Stadtentwicklung, Soziales). Die Politikerin bringt also umfangreiche Erfahrungen aus verschiedenen Verwaltungs- und Politikaufgaben mit.
Trotz ihrer Bekanntheit und Expertise stehen die Chancen für ein Direktmandat jedoch eher schlecht. Der Wahlkreis Mahlsdorf/Kaulsdorf wird seit Jahrzehnten von der CDU dominiert. Bei der letzten Abgeordnetenhauswahl 2023 gewann die CDU-Kandidatin Katharina Günther-Wünsch (heute Bildungssenatorin) das Direktmandat mit rund 45 Prozent der Erststimmen, während die Linke mit ihrer Kandidatin Stefanie Wagner-Boysen mit nur etwa knapp zwölf Prozent weit abgeschlagen blieb. Witt steht in der Bezirksliste auf Platz 5 und dürfte somit kaum Chancen haben, ins Abgeordnetenhaus einzuziehen.
Zuvor hatte bereits die Bezirks-SPD ihre Kandidat:innen gewählt, für die Sozialdemokraten tritt Dr. Luise Lehmann in Mahlsdorf an.





