Nach der Berichterstattung von „Alles Mahlsdorf“ über eine Elterninitiative an der 37. Grundschule in Mahlsdorf kommt Bewegung in die Bezirkspolitik: Sowohl die SPD als auch Bündnis 90/Die Grünen haben Anträge eingebracht, um den Erhalt einer provisorischen Ampel an der Elsenstraße zu sichern. Über beide Vorlagen soll die Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf am 26. März entscheiden.
Bereits am 12. März hatte „Alles Mahlsdorf“ über die Forderung von Eltern berichtet, die im Zuge von Bauarbeiten eingerichtete Lichtsignalanlage vor der Schule in der Elsenstraße nicht wieder abzubauen. Sie argumentieren, dass die Ampel den Schulweg deutlich sicherer mache – insbesondere, weil viele Kinder täglich die stark befahrene Straße überqueren müssen.
Nun gibt es in der Bezirkspolitik dazu zwei Anträge. Inhaltlich verfolgen beide Parteien ein ähnliches Ziel: Die Verkehrssicherheit für die Schülerinnen und Schüler soll dauerhaft verbessert werden. Unterschiede gibt es jedoch im Vorgehen. Die SPD setzt auf einen gestuften Prozess. In ihrem Antrag fordert sie, die provisorische Ampel zunächst über das Bauende hinaus weiter zu betreiben. Ein geplanter Rückbau soll ausgesetzt werden, bis eine endgültige Lösung feststeht. Gleichzeitig soll das Bezirksamt gemeinsam mit den zuständigen Senatsverwaltungen prüfen, welche dauerhafte Querungsmöglichkeit infrage kommt, etwa eine feste Ampel oder ein Fußgängerüberweg. Ein Bericht dazu wird noch vor den Sommerferien 2026 erwartet.
Die Grünen gehen einen Schritt weiter. Sie plädieren dafür, die bestehende Übergangslösung direkt durch eine dauerhafte Ampelanlage zu ersetzen. Aus ihrer Sicht ist der Bedarf bereits eindeutig belegt, die aktuelle Ampel habe sich bewährt und verhindere gefährliche Situationen im Straßenverkehr. Beide Anträge verweisen auf die besondere Situation vor Ort. Neben der 37. Grundschule nutzen auch Kinder der benachbarten Kiekemal-Grundschule regelmäßig die Querung, etwa auf dem Weg zur Sporthalle. Zudem befindet sich in unmittelbarer Nähe eine stark frequentierte Bushaltestelle, an der viele Schülerinnen und Schüler ein- und aussteigen. Eltern und Schule berichten, dass es ohne gesicherte Querung immer wieder zu riskanten Situationen komme. Die provisorische Ampel habe hier bereits für spürbare Entlastung gesorgt.
Mit den nun vorliegenden Anträgen hat die Forderung der Elterninitiative die politische Ebene erreicht. Ob der Bezirk zunächst den Prüfweg der SPD einschlägt oder der Forderung der Grünen nach einer schnellen dauerhaften Lösung folgt, wird sich in der kommenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung zeigen. Klar ist schon jetzt: Der Druck, eine sichere Lösung für den Schulweg in der Elsenstraße zu schaffen, ist deutlich gestiegen.





