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Ampel-Provisorium bleibt noch bis Sommer: Die Chronik einer Planungs-Katastrophe

Seit Anfang Oktober, nach fast 15! langen Jahren der Planung, steht an der Kreuzung Hultschiner Damm/Rahnsdorfer Straße ein Ampel-Provisorium („Alles Mahlsdorf“ berichtete). Vor allem im morgendlichen und nachmittäglichen Berufsverkehr sorgt dieses für Stau und gestresste Autofahrer. Nun kommt jedoch heraus: die Behelfsampel bleibt noch mindestens bis in den Sommer bestehen. Dies berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf den Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Mario Czaja (CDU), der in Erfahrung gebracht hat, warum der Bau einer „richtigen“ Lichtsignalanlage nicht vorankommt. „Nach Darstellung des Senats behindern derzeit Schächte von Telekommunikationsanbietern das Fortschreiten des Baues“, so Czaja. „17 Jahre Planung hätten die Zeit gelassen, die Pläne richtig lesen zu können und das vorab zu klären.“ Im zweiten Quartal soll die Ampel dann in Betrieb genommen werden.Auch die SPD im Bezirk beschäftigte sich mit dem Thema und veröffentlichte eine Chronik der bisherigen Planung.

– Schon in den 90-iger Jahren forderte das damalige Bezirksamt Hellersdorf die Lichtsignalanlage zur Schulwegsicherung für die Schülerinnen und Schüler der damals neu errichteten Kiekemal-Schule. Im Kinderstadtplan Mahlsdorf-Süd wird diese Kreuzung bereits seit Jahren als besonders gefährdet für Kinder bezeichnet.

– Im Jahr 2006 hat die Unfallkommission aufgrund der Häufung von Unfällen an der Einmündung die Ampelanlage beschlossen. Die Kommission besteht aus Vertreter/-innen der Senatsverkehrsverwaltung, der Polizei sowie der Tiefbaubehörde von Marzahn-Hellersdorf.

– Bis 2017 konnten sich das Bezirksamt und die Berliner Wasserbetriebe nicht auf die Entwässerung der Straße einigen, da die Kreuzung in einem Wasserschutzgebiet liegt, anschließend haben ein Wasserrohrbruch und veränderte Ampel-Richtlinien den Bau verzögert.

– 2019 mussten die Pläne erneut verändert werden, da die BVG den Lageplan und Signalzeiten als nicht vereinbar mit der dortigen Haltestelle eingestuft hatte.

– In mehreren Anträgen und Anfragen wies die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf auf diese Dringlichkeit hin. Auch in der Pressekonferenz des Bezirksamtes Anfang 2020 wurde aus dem Bereich Straßen- und Grünflächenamt auf die Dringlichkeit des Baus der Ampelanlage hingewiesen. Nach persönlicher Rücksprache der verkehrspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Christiane Uhlich, mit den zuständigen Abteilungen des Senats sowie des Bezirksamtes ist festgestellt worden, dass beide Institutionen keine genaue Auskunft über die genaue Bauplanung geben könnten. Ein Grund könnte laut Uhlich sein, dass der Auftragnehmer des Senats, die „Aliander-Stadtlicht GmbH“, diese nicht über den Bauablauf informiert.

– Im Juli 2020 wird auf Nachfrage der Vorsitzenden der SPD-Abgeordneten Iris Spranger mitgeteilt, dass es auf Grund der Covid 19-Pandemie zu einer erneuten Verzögerung des Baubeginns kommt. – Anfang Oktober wird das Ampel-Provisorium aufgestellt.

Und auch nun gibt es noch Probleme: „Dennoch ist die Verkehrssicherheit in diesem Bereich während der Bauphase nicht unbedingt gewährleistet – beispielsweise muss die Zufahrt zum Recyclinghof an der Rahnsdorfer Straße verbessert werden. Es bleibt zu hoffen, dass seitens des Senats wie auch des Bezirksamts bessere Regelungen für die Zufahrt zu diesem Hof gefunden werden“, so die verkehrspolitische Sprecherin der SPD, Christiane Uhlich.

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