Berlin-Wahl: Das sind, wollen und fordern die Mahlsdorfer Kandidaten

Am kommenden Sonntag findet in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus statt. Ein Kreuz, das erste, geht dabei an die Kandidatin bzw. den Kandidaten, der Mahlsdorf im künftigen Parlament der Hauptstadt vertreten soll. Seit Jahrzehnten liegt dieses Mandat in Händen der CDU, nach Mario Czaja übernahm Katharina Günther-Wünsch, übernahm sogar das Amt der Bildungssenatorin. Auch am kommenden Sonntag ist die 43-Jährige die große Favoritin. Wer aber tritt noch für Mahlsdorf an? Mit welchen Zielen, welchen Ambitionen für unseren Ortsteil? „Alles Mahlsdorf“ verschickte einen umfangreichen Fragenkatalog an Dr. Luise Lehmann von der SPD, Manuela Neubert von den Grünen, Juliane Witt von den Linken sowie Thomas Harder von der AfD. Hier die Antworten, farblich markiert nach der jeweiligen Partei:

 

1. Wie alt sind Sie? 

Lehmann: 29 Jahre alt

Neubert: 56

Witt: Geboren am 19.09.1962

Harder: 69 Jahre

 

2. Welchen Beruf üben Sie aus/haben Sie ausgeübt?

Lehmann: Ich bin Ärztin und arbeite in der Neurochirurgie. Politik mache ich bisher ehrenamtlich, unter anderem seit mehreren Jahren in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf. 

Neubert: Bürokauffrau, z.Z. Fraktionsgeschäftsführerin BVV Fraktion B90/Die Grünen Marzahn-Hellersdorf

Witt: Ich habe an der Universität Leipzig meinen Hochschulabschluss als Diplomkulturwissenschaftlerin mit Nebenfach Kunstgeschichte absolviert. Nach Jahren als wissenschaftliche Assistentin und Unterrichtende an der Universität Illmenau war ich in Berlin-Mitte Projektleiterin für Jugend- und Kinderarbeit, dann ab 2000 erst Referentin, später als Büroleiterin des Senators Teil des Führungsstabs in der Senatsverwaltung und ich bin seit 2010 als Bezirksstadträtin im Bezirk.

Harder: Selbständiger. Malermeister und jetzt Rentner 

 

3. Wohnen Sie in Mahlsdorf? Falls nein: In welchem Berliner Bezirk wohnen Sie?

Lehmann: Aus Sicherheitsgründen möchte ich nicht genauer sagen, wo ich heute wohne – es ist nicht mehr ganz Mahlsdorf, aber noch Ostberlin. Mahlsdorf ist aber meine Heimat, hier bin ich aufgewachsen, hier lebt ein großer Teil meiner Familie und hier bin ich bis heute sehr viel unterwegs. 

Neubert: Ja

Witt: 2010 zum Zeitpunkt meines Engagements in Marzahn-Hellersdorf war ich in Biesdorf, Rosslauer Straße wohnhaft. Ich habe inzwischen geheiratet und in der Entscheidung zwischen Liebe und Beruf wohne ich, wie wahrscheinlich einige, dann bei meinem Mann, der Vorstand einer Genossenschaft im Prenzlauer Berg ist.

Harder: Ja, seit 2005

 

4. Seit wann leben Sie in Berlin beziehungsweise in Mahlsdorf?

Lehmann: Ich bin in Mahlsdorf aufgewachsen und habe hier den größten Teil meines Lebens verbracht. Meine ersten drei Lebensjahre habe ich in Marzahn verbracht. Im Studium bin ich dann, vor allem aus Gründen der Verkehrsanbindung, weiter Richtung Innenstadt gezogen.

Neubert: In Mahlsdorf seit 2014, schon immer in Berlin 

Witt: Direkt zur Wende, eine Zeit mit vielen Ängsten und Chancen, was man inzwischen oft vergisst. Ich habe meinen Sohn hier in Berlin im April 1989 geboren, also mitten in die Phase, wo am Morgen kein Arzt mehr zur Visite kam, weil alle über Ungarn weg waren, eine Zeit, in der ich in Berlin neu Freunde finden musste und auch beruflich neu anfangen musste.

Harder: Ich bin gebürtiger Berliner in vierter Generation.

 

5. Was verbindet Sie persönlich mit Mahlsdorf?

Lehmann: Kindheit und Jugend, meine Familie, Sport, Klavierunterricht, Freundschaften, Kletterbäume – mit dem Fahrrad Tag und Nacht, allein und mit Freund*innen durch die Gegend zu gurken – ich kenne Mahlsdorf als den Ort, an dem ich groß geworden bin.

Neubert: Mahlsdorf ist mein zu Hause geworden, meine Kinder und Enkel leben hier

Witt: Viele Orte natürlich, an denen ich in den letzten Jahren „wirken“ konnte. Die endlich erfolgte Unterzeichnung des Vertrags des Kulturamtes mit dem Gutshaus Mahlsdorf. Die Sicherung der Arbeit des Bürgerstübchens durch Finanzierung der Seniorenarbeit ab 2026. Die Entscheidung, die Bibliothek zu erweitern und nicht zu warten auf den irgendwann kommenden Umbau. Natürlich auch die Stadtteilzentren, die Sicherung der Finanzierung etc. 

Harder: Ist mein Lebensmittelpunkt

 

6. Was mögen Sie an Mahlsdorf am meisten?

Lehmann: Die wunderschönen Gärten, Einfamilienhäuser, gewachsene Nachbarschaften – und die extrem gut informierten und engagierten Bürger*innen. 

Neubert: Viel Grün, ländliches Gefühl und trotzdem kann ich fußläufig einkaufen, zum Arzt oder zum ÖPNV

Witt: Die Menschen, ich kann das jetzt nach dem Wahlkampf und kurz vor dem Wahlsonntag am aufrichtigsten sagen.
Ich war beim Verteilen am Bahnhof, die Sonne schien nicht und es war ein Montag, aber nach kurzer Zeit hatten wir schon mehrere dieser „guten“ Gespräche geführt, die angeblich alle im Wahlkampf führen – aber es war wirklich so! Die Anwohnerin, die mir von ihrem Start in den Tag erzählte, die Pflegekraft… also ich war neulich auch wieder bei einem Geburtstag – es sind hochbetagte Menschen, die hier ihr Leben aufgebaut haben, nach dem Krieg, mit Kraft und Widerstand, das imponiert mir immer wieder!

Harder: Die Verkehrsanbindung ins Zentrum und das grüne Umfeld.

 

7. Was mögen Sie an Mahlsdorf überhaupt nicht?

Lehmann: Dass man an manchen Stellen merkt, dass die Infrastruktur mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten hat. Fehlende Gehwege, schwierige Querungen, Stau, teilweise schlechte ÖPNV-Verbindungen – vieles davon ist seit Jahren bekannt und trotzdem dauert die Lösung viel zu lange. Als Jugendliche kam ich echt nicht schnell genug in andere Stadtteile oder in die Innenstadt – das nervt bis heute. 

Neubert: Fast jedes Wochenende wird hier Feuerwerk gezündet, gerade im Sommer

Witt:Das manche denken, es verändert sich sowieso nichts. Nichts zum Guten.

Harder: Das Fehlen der kleinen Einkaufsläden und der desolate Zustand der Fußwege 

 

8. Welcher ist Ihr persönlicher Lieblingsort in Mahlsdorf?

Lehmann: Der Dachboden im Haus meiner Eltern 😄 

Neubert: Der Park des Gutshauses Mahlsdorf

Witt: Ich war neulich auf dem Berliner Balkon mit meinem Team, das hatten sie sich gewünscht, bei knapp 28 Grad, mit Fahrrad, hoch schiebend, sie wollten mal sehen, was ich da so mache. Über die Seen gucken. Haben sie verstanden.

Harder: Mein Zuhause 

 

9. Welche drei Themen für Mahlsdorf haben für Sie derzeit die höchste Priorität?

Lehmann: Erstens eine Verkehrspolitik, die endlich zur Realität im Außenbezirk passt, also bessere Straßen, sichere Fußwege und einen verlässlichen ÖPNV zusammendenkt. Zweitens eine Infrastruktur, die mit dem Wachstum Schritt hält, von Schulen und Kitas bis zu medizinischer Versorgung und öffentlichen Räumen. Und drittens ein Mahlsdorf, in dem Familien, Kinder und ältere Menschen gut und sicher leben können. 

Neubert: Verkehrslösung Mahlsdorf; Ausbau der Geh- und Radwege; Bürgerhaus Mahlsdorf-Süd

Witt: Ich denke, dass für Mahlsdorf die öffentlichen Räume und Nachbarschaftsorte gesichert werden müssen.
Bürgerhaus-Story: Warum dann nicht im Neubau an der Kreuzung, wenn das Roller-Areal gebaut wurde ?
Ich denke weiterhin, dass „unterhalb der B1“ es dringend eine Bibliothek, einen Bildungsraum geben müsste.
Das in der Elsenschule das nicht entstanden ist, bedauere ich. Wenn ALDI neu baut und der Jugendclub neu einplatziert wird, warum dann nicht auch mit Bibliothek, Medienraum, Treffpunkt – modern und für alt und jung ?
Größte Prio hätte sicher auch, dass mal was umgesetzt wird. Nach der Story vom Bildungscampus, von der Feuerwehr, der Ortsumfahrung, dem Parler Feld sind viele müde, sie trauen der Politik nichts zu, glauben, dass sie sich im GEGENEINANDER verzettelt! Hier denke ich, dass ein „Runder Tisch Mahlsdorf“, der überparteilich LÖSUNGEN voran bringt, eine Idee wäre.

Harder: sichere Fußwege, Schaffung von mehr Ärzten und Fachärzten, bessere Einkaufsmöglichkeiten

 

10. Welche konkreten Projekte würden Sie als Wahlkreisabgeordnete im Abgeordnetenhaus für Mahlsdorf voranbringen?

Lehmann: Den Ausbau sicherer Fußwege und Querungen, eine bessere ÖPNV-Anbindung, insbesondere auch bessere Verbindungen Richtung Köpenick und in die Innenstadt, und die weitere Entlastung vom Durchgangsverkehr. Außerdem möchte ich dafür sorgen, dass soziale Infrastruktur bei neuen Wohngebieten nicht erst Jahre später kommt, sondern von Anfang an mitgedacht und finanziert wird. 

Neubert: siehe 9.

Witt: Runder Tisch Mahlsdorf, um eine regelmäßige Gesprächsform zu haben, alt und jung – aber hängt nicht am Abgeordnetenhaus
– Weiterentwicklung der Schullandschaft – nach 2023 soll der Lehnitzplatz nicht mehr benötigt werden
– Perspektive Parler Feld – Befassung mit den Plänen der Eigentümer und Moderation der Interessenlagen
– Entwicklung von finanzierten Seniorenbegegnungsstätten, nicht nur dem Bürgerstübchen
– Sanierung und Modernisierung STZ Pestalozzitreff
– Sanierung der Scheune an der B 1 als Jugendzentrum
– Entwicklung des Feuerwehr Neubaus, den ich bei der Flächenakquise schon begleitet hatte. 

Harder: Fußwege, die den Namen verdienen. Unterstützung bei der Rückzahlung von Bafög für Medizin-Studenten, wenn sie sich im Stadtbezirk als Haus- oder Facharzt ansiedeln

 

11. Welches ist das größte Problem, das Mahlsdorf derzeit hat?

Lehmann: Dass Mahlsdorf wächst, die Infrastruktur aber vielerorts nicht schnell genug mitwächst. Das spürt man besonders beim Verkehr, aber genauso bei Schulen, Kitas, medizinischer Versorgung und im öffentlichen Raum. 

Neubert: Die Hönower Straße B1 bis S Mahlsdorf – marode Rohrleitungen, unübersichtliche Verkehrssituation, kein Radweg

Witt:Die Mahlsdorferinnen müssen sich mehr zutrauen, sich ermutigen und ihre Rolle nicht am Rand definieren!

Harder: Immer mehr Einwohner und weniger Ärzte (Infastruktur)

 

12. Wo sehen Sie den größten politischen Handlungsbedarf bei Verkehr und Mobilität in Mahlsdorf?

Lehmann: Wir müssen aufhören, die verschiedenen Verkehrsarten gegeneinander auszuspielen. Wer auf das Auto angewiesen ist, braucht funktionierende Straßen, Kinder brauchen sichere Gehwege und Querungen, und wer Bus und Bahn nutzen möchte, muss sich darauf verlassen können. Gerade im Außenbezirk funktioniert Mobilität nur als Gesamtsystem. 

Neubert: Ausbau sicherer Rad- und Gehwege, mehr Schulwegsicherheit, Umsetzung Verkehrslösung Mahlsdorf

Witt: Die meisten Projekte im Verkehr stagnieren, die Bürgerschaft glaubt weder an TVO noch ORTSUMFAHRUNG Ahrendsfelde noch an die Verkehrslösung Mahlsdorf. Für Ältere ist das so ein Spektrum von Enttäuschung, Unglaube, aber auch Bitterkeit, für junge Menschen Fassungslosigkeit und Unverständnis, warum so wenig voran kommt. Handlungsbedarf: Ehrlichkeit! Die Verkehrsverwaltung muss Verantwortung übernehmen!

Harder: Der 395-Bus sollte aus der Wohngebietsstraße Greifswalder Str. entfernt werden und bessere Fußwege.

 

13. Wie stehen Sie zur Verkehrssituation auf der B1/Alt-Mahlsdorf und welche konkreten Maßnahmen würden Sie dort unterstützen?

Lehmann: Der Zustand ist für Anwohnerinnen und Anwohner genauso unbefriedigend wie für diejenigen, die dort täglich im Stau stehen. Wir brauchen vor allem eine Entlastung vom Durchgangsverkehr, deshalb ist die TVO für mich ein wichtiges Infrastrukturprojekt. Gleichzeitig müssen Verkehrssteuerung, sichere Querungen und die Situation für Fuß- und Radverkehr entlang der B1 verbessert werden. Mit der Verkehrslösung Mahlsdorf geht es ja nun auch langsam voran. 

Neubert: Falls die Kreuzung Pilgramer/Landsberger Str. gemeint ist – dort müssen Linksabbieger Ampeln installiert werden, um Unfälle beim Linksabbiegen zu verhindern.

Witt: Ich bin gespannt, was sich in der neuen Koalition dazu findet, ob das Projekt verfolgt wird.

Harder: Es ist ja nicht mehr zu ändern, es ist verabschiedet. Besser wäre es gewesen, wenn die Straßenbahn vor der Schule gehalten hätte.

 

14. Was muss sich Ihrer Meinung nach beim öffentlichen Nahverkehr in Mahlsdorf verändern?

Lehmann: Er muss zuverlässiger, dichter getaktet und gerade bei den Querverbindungen besser werden. Wer innerhalb des Bezirks oder Richtung Köpenick unterwegs ist, sollte nicht für relativ kurze Strecken unverhältnismäßig lange brauchen. Und auch abends und am Wochenende muss der ÖPNV eine echte Alternative sein. Tagsüber sollte überall ein 10-Minuten-Takt drin sein. 

Neubert: Zuverlässiger 10-Minuten-Takt der Tram 62 (Umsetzung Verkehrslösung Mahlsdorf); Tram-Verbindung nach Hellersdorf sog. Tram Ring
Witt: Der Wunsch der Bürger ist die engere Taktung der Straßenbahn, das ist nachvollziehbar.
Dazu hoffe ich, dass das Fahrradparkhaus umgesetzt wird! Nicht zuletzt muss der BAHNHOF endlich besser, sauberer, freundlicher werden… mit einem kleinen Ausschank!

Harder: In den Stoßzeiten müssen mehr Verkehrsmittel eingesetzt werden.

 

15. Welche Bedeutung hat für Sie der Ausbau der Tram beziehungsweise die Verkehrsanbindung des Berliner Ostens?

Lehmann: Eine sehr große. Der Berliner Osten darf bei großen Infrastrukturentscheidungen nicht immer erst irgendwann später an der Reihe sein. Straßenbahnen können sehr viele Menschen zuverlässig transportieren, aber ich will dabei immer die konkrete Situation vor Ort betrachten – ein Ausbau muss tatsächlich Verbindungen verbessern und darf nicht nur auf dem Papier gut aussehen. Die Verbindung von Hellersdorf nach Köpenick ist seit Jahren Thema und ich würde mich freuen, wenn es hier endlich vorangeht. 
Neubert: der ÖPNV ist eine preisgünstige,  klimafreundliche Alternative zum privaten PKW, verlässliche Mobilität muss für alle Menschen möglich sein, auch für die, die kein Auto fahren können, dürfen oder wollen

Witt: Ich bin Fan der Idee, von der Riesaer zu Union mit der Tram zu kommen, zumal diese Trasse unweit meines Büros immer wieder „vorgehalten“ wurde, als wir zum Beispiel da fast eine Schule drauf setzen wollten… da stehen jetzt die Container. Dieses Gefühl, im Osten „abgehängt“ zu sein im Gegensatz zur Mitte, halte ich für leider real und für Frauen und junge Mädchen ist es schon mehr als ungerecht, wenn sie in der Danziger alle paar Minuten um Mitternacht sicher umgeben von vielen Leuten mit der Tram fahren können, aber es hier so eine Art „weit weg“ Stimmung gibt. Mindestens für die Junge Generation sollte man das ändern!

Harder: Möchte ich nicht.

 

16. Mahlsdorf wächst. Wie sollte Berlin auf das Wachstum des Ortsteils reagieren?

Lehmann: Indem Infrastruktur nicht hinterhergebaut wird, sondern mitwächst. Wenn neue Wohnungen entstehen, brauchen wir gleichzeitig Kita- und Schulplätze, gute Verkehrsanbindungen, Arztpraxen, Grünflächen und Orte für Begegnung. Stadtentwicklung ist für mich mehr als die Frage, wie viele Wohnungen auf eine Fläche passen. 

Neubert: Ausbau der Infrastruktur: ÖPNV, Rad- und Gehwege, medizinische Versorgung, mehr Freizeit- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche
Witt: In den letzten Jahren haben vor allem ja wir immer wieder, alle Parteien, auf Infrastruktur gepocht. Allerdings natürlich war bis 2010 nix mit Wachstum, sondern Schrumpfung. Seitdem Wandel, Wachstum und auch immer mehr Schilder mit „zu verkaufen“ nehme ich wahr. Also junge Familien ziehen her, die haben jetzt zwei neue Schulen, Elsen, Landsberger. Dort gibt es nun 2027 auch eine Jugendeinrichtung. Aber ich denke, das reicht nicht.
Also Schule und Kita sind Standard, kommen auch – aber sind kein Quartier!  Vor den Schulen stehen Autos, die einen drinnen warten, die anderen machen einen auf Ordnungsamt. Die Dorfstrukturen, kleinteilige Nachbarschaft, herzlich und hilfsbereit und die Stadtstruktur müssen besser verbunden werden.
Ganz vergessen haben wir Sport, also soziale Treffpunkte, Frauenzentrum, Bibliothek – all das wurde und wird vor allem in der Grossiedlung platziert. Hier muss man eine andere Balance finden!

Harder: siehe Frage 11.

 

17. Wenn Sie für Mahlsdorf ein einziges Projekt, Zeit und finanzielle Mittel spielten keine Rolle,  sofort durchsetzen könnten – welches wäre es?

Lehmann: Ein wirklich leistungsfähiges Mobilitätskonzept für den gesamten Berliner Osten – mit der TVO, einem starken ÖPNV, besseren Querverbindungen und sicheren Fußwegen. So, dass man in Mahlsdorf nicht ständig das Gefühl hat, bei der Berliner Verkehrsplanung am äußersten Rand mitzudenken zu sein. 

Neubert: das Bürgerhaus Mahlsdorf-Süd als Begegnungsstätte für Generationen

Witt: Auf der Pilgramer Straße südlich, hinter oder vor dem Möbelmarkt PORTA eine Einrichtung mit Angeboten für Familien, so eine Art SEZ mit Tennis, Eisbar, Kinderbetreuung, Bar und Disko am Abend, mit Kiezkantine mittags und mit all dem, was die Bürger vermissen, wenn sie „an früher“ denken, Faschingsfeiern, Disko ab 14 und ab 74!

Harder: Fußwege für Mütter mit Kinderwagen, Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung

 

18. Welche Entwicklung wünschen Sie sich für Mahlsdorf in zehn Jahren? Und was soll sich bis dahin auf keinen Fall verändern?

Lehmann: Ich wünsche mir ein Mahlsdorf, in dem die Infrastruktur endlich zu der Zahl der Menschen passt, die hier leben – mit guten Schulen, sicheren Wegen, besserem ÖPNV und lebendigen Ortszentren. Nicht verändern soll sich der Charakter Mahlsdorfs: das viele Grün, die engagierten Nachbarschaften, die Mischung aus Großstadt und fast dörflichem Zuhause.  

Neubert: attraktive Alternativen zu privaten Autos, mehr Tempo 30, sichere, barrierefreie Gehwege, mehrsichere Querungen für den Hultschiner Damm und die Hönower Str., Lösungen für die „letzte Meile“ ähnlich MUVA, mehr Radweg. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Natur hier i n Mahlsdorf bewahrt wird und der grüne Charakter unseres Stadtteils bestehen bleibt

Witt: Mehr Offenheit, mehr Miteinander, mehr Aktivitäten. Es ist immer gut, wenn sich etwas ändert. Berlin und ihre politische Arbeit.

Harder: Mehr Demokratie, die Menschen müssen mehr miteinander sprechen und Hilfe sowie gegenseitige Achtung.

 

19. Welche drei übergreifenden Berliner Themen würden Sie im Abgeordnetenhaus besonders voranbringen?

Lehmann: Gesundheit und Pflege, eine familienfreundliche Stadt und funktionierende öffentliche Infrastruktur. Dazu gehört für mich auch bezahlbares Wohnen, denn Familienfreundlichkeit nützt wenig, wenn Familien sich ihre Stadt irgendwann nicht mehr leisten können. 

Neubert: Wohnungsnot, Kinderarmut, Erhalt unserer Biodiversität

Witt: Stadtteilarbeit finanziell sichern und nicht – wie bei uns – als freiwillige Leistung Kiezkultur und Architektur – Bauvorhaben zusammen mit Infrastruktur denken; Seniorenrechte und Seniorenvertretung stärken

Harder: Abschiebung von kriminellen Asylanten, Bürokratie abbauen. Keine Nachverdichtung unserer Wohngebiete. Stattdessen das Grün erhalten.

20. Was ist Ihrer Meinung nach derzeit das größte Problem Berlins?

Lehmann: Dass die Stadt an zu vielen Stellen nicht zuverlässig funktioniert. Wenn ein Bürgeramtstermin Monate dauert, eine kaputte Straße jahrelang kaputt bleibt oder Eltern nicht wissen, ob Schule und Kita personell funktionieren, verlieren Menschen Vertrauen in staatliches Handeln. Das ist für mich inzwischen auch eine Frage des Vertrauens in Demokratie. 

Neubert: Kinderarmut, Bildung

Witt: Dass sich alle gern spalten und sagen, was sie selbst blöd finden und nicht wollen – aber nicht, was geht! Und sie sagen alle gern, dass der andere doof ist. Der eine will das Tempelhofer Feld bebauen, die anderen nicht. Der eine Olympia, die anderen nicht. Der Eine Radwege, die anderen nicht. Bei allen Themen wird das Trennende benannt. Für Berlin braucht es ein WIR-Gefühl und eine geeintes Bild.

Harder: Der Wohnungsmangel und zu hohe Mieten.

 

21. Berlin hat massive Probleme bei Schulen, Wohnungsbau, Verkehr und Verwaltung. Welches dieser Themen würden Sie zuerst angehen. Und warum?

Lehmann: Die Verwaltung, weil sie letztlich Voraussetzung dafür ist, dass wir auch bei den anderen drei Themen schneller werden. Wohnungen werden nicht schneller gebaut, Schulen nicht schneller saniert und Verkehrsprojekte nicht schneller umgesetzt, wenn Planungs- und Genehmigungsverfahren jahrelang dauern. Eine funktionierende Stadt muss Entscheidungen nicht nur treffen, sondern auch umsetzen können. 
Neubert: Schulen/Kitas: es überfordert und stresst Eltern massiv, wenn sie sich nicht darauf verlassen können, dass ihre Kinder zuverlässig und gut betreut sind. Alle Kinder haben ein Recht auf gute Bildung, egal aus welchem Elternhaus oder Stadtteil sie kommen.

Witt: Schulen sind langsam alle gebaut. Da hapert es an Pädagoginnen, guter Bezahlung. Die Anzahl Kinder sinkt, da wird es mit mehr Qualität statt Quantität eher was werden. Wohnungsbau ließe sich lösen, es gibt ausreichend Flächen, Mitnehmen der Nachbarschaft ist nötig. Die meisten Bauvorhaben werden nicht gebaut, weil die Nachbarschaft das nicht will, Elisabethaue, Pankower Tor… Verwaltung ist auch leistungsbereit, so meine Erfahrung, aber fasst sich oft an den Kopf, durch die aktuelle IT-Krise sind alle natürlich dreifach deprimiert… ABER VERKEHR – also halte ich für das dickste Brett. Mit der aktuellen Politik ist NIEMAND zufrieden, AUTOFAHRER sind fassungslos, derzeit weitere Baustellen im Bezirk!
Koordination NULL!
Radfahrer sehen – nichts geschieht!
Bahn und DB? Ein Trauerspiel ohne Gleichen! Die Tickets steigen, die Bahnhöfe sind sanierungsbedürftig, die Antwort der DB auf den S – Bahnhof Kaulsdorf ist ein TRAUERSPIEL! Ich war in Vertretung im Ausschuss Verkehr, als der DB-Typ da war, NICHTS PASSIERT !

Also ich hätte keine Idee, wie man dieses Chaos, zu dem sicher auch die DB und andere beitragen, löst!

Harder: erwaltung optimieren, mehr Bildung………..

 

22. Welche Regierungskoalition würden Sie persönlich bevorzugen, wenn Ihre Partei nach der Wahl an der Berliner Regierung beteiligt wäre?

Lehmann: Mein Ziel ist erst einmal eine möglichst starke SPD. Koalitionen sollten sich danach richten, mit wem wir unser Programm am besten umsetzen können – bezahlbares Wohnen, eine funktionierende Stadt, gute Bildung und starke öffentliche Daseinsvorsorge sind für mich dabei entscheidend. Mein ehrlicher Wunsch ist – wie bekannt sein dürfte – R2G.

Neubert: Grün/Rot 
Witt: Derzeit läuft es ja hinaus auf Elif oder Evers. Ich bin überzeugt, dass Elif Eralp eine kluge Frau ist, die Mehrheiten organisieren kann. Vielleicht ist es ja auch so, dass es mehr Übereinstimmungen gibt und die demokratischen Parteien sich auch mehr auf die Schnittmengen konzentrieren müssen. Im Bezirk auf jeden Fall!

Harder: CDU

 

23. Gibt es eine Partei, mit der Ihre Partei auf keinen Fall regieren sollte?

Lehmann: Mit der AfD ist für mich jede Zusammenarbeit ausgeschlossen. Bei demokratischen Parteien sollte man nach einer Wahl miteinander sprechen können, entscheidend ist aber immer, ob es eine belastbare gemeinsame politische Grundlage gibt. Auch das BSW sehe ich absolut kritisch. 

Neubert: AfD

Witt: Ich bin mir sicher, dass es KEINE Situation gibt, bei der die LINKE mit der AFD Schnittmengen hat.

Harder: Mit dem Rest 

 

24. Welche politische Entscheidung Ihrer eigenen Partei sehen Sie kritisch oder hätten Sie persönlich anders getroffen?

Lehmann: Ich glaube, dass die SPD in der Vergangenheit manchmal zu sehr versucht hat, möglichst viele unterschiedliche Interessen gleichzeitig zufriedenzustellen – und dadurch nicht immer klar genug erkennbar war, wofür wir eigentlich kämpfen; wir haben uns mit dem Ziel der Unangreifbarkeit selbst weichgespült und kleingemacht. Gerade bei sozialer Gerechtigkeit, guter öffentlicher Daseinsvorsorge und einem funktionierenden Gesundheitswesen wünsche ich mir eine deutlichere sozialdemokratische Handschrift. 

Neubert: Aufweichung der Sektorenziele Co2-Ausstoß

Witt: Ich persönlich glaube, dass die Wirtschaft und die Arbeitsmarktpolitik entscheidende Faktoren sind, wenn man über Gerechtigkeit, die Lage der Werktätigen spricht. Ich hätte mir gewünscht, dass wir hier über mehr und bessere Strukturen verfügen.

Harder: Keine 

 

25. Was würden Sie als Abgeordnete anders machen als die derzeitige Berliner Landespolitik?

Lehmann: Mehr Aufmerksamkeit auf das richten, was im Alltag tatsächlich funktioniert – und was nicht. Politik wird für mich nicht daran gemessen, wie viele Programme beschlossen oder Pressemitteilungen geschrieben werden, sondern daran, ob am Ende der Gehweg gebaut, der Arzttermin erreichbar, der Schulplatz vorhanden und der Verwaltungsantrag bearbeitet ist. 
Neubert: einen Antrag des Bundesrates auf Einleitung eines Parteiverbotsverfahrens der AfD initiieren

Witt: Landespolitik sollte deutlicher die Quartiere im Blick haben, die Bezirke, Kieze oder was auch immer.  Sie sollte bei der Immobilienpolitik der BIM auch mal im Bezirk vorbei kommen und ihre Expertise einbringen, statt das hier Standorte und Objekte leer stehen. Mehr vor Ort sein, zuhören.

Harder: Mehr auf die Bürger hören 

 

26. Bei welchem politischen Thema würden Sie sagen: „Da werde ich mich im Abgeordnetenhaus besonders einmischen“?

Lehmann: Ganz klar bei Gesundheit und Pflege. Ich arbeite selbst als Ärztin und erlebe jeden Tag, wo politische Entscheidungen im Krankenhaus ganz praktisch ankommen. Gesundheitsversorgung darf nicht danach organisiert werden, was sich finanziell am meisten lohnt, sondern danach, was Menschen brauchen. 

Neubert: Schutz der Biodiversität
Witt: Na siehe 19.

Harder: Abschiebungen von kriminellen Asylanten; Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln und Straßen; Überwachung kriminellen Schwerpunkte; bessere Ausstattung für die Polizei

 

27. Wofür würden Sie im Abgeordnetenhaus notfalls auch gegen die eigene Fraktion stimmen?

Lehmann: Bei Entscheidungen, bei denen ich nach ernsthafter Prüfung überzeugt bin, dass sie meinem Wahlkreis erheblich schaden oder meinen grundlegenden politischen Überzeugungen widersprechen. Ein Mandat ist für mich kein Automatismus beim Abstimmen – gleichzeitig gehört zu parlamentarischer Arbeit natürlich auch, innerhalb einer Fraktion um gemeinsame Lösungen zu ringen. 

Neubert: kann ich nicht beantworten
Witt: Kann man ehrlich gesagt ja nicht vorher wissen, was Knackpunkte sein werden.

Harder: Wenn sie die Demokratie einschränken würden

 

28. Was ist eine politische Entscheidung, die Sie getroffen haben oder für die Sie eingetreten sind, obwohl sie Ihnen persönlich Kritik eingebracht hat?

Lehmann: Die Kandidatur für den Berliner SPD-Landesvorsitz mit Raed Saleh. Heißt aber nicht, dass ich die Entscheidung heute falsch finde. 
Neubert: keine

Witt: Schloss Biesdorf, es gab viele Kritiker aus unterschiedlicher Perspektive – die Einen riefen „wenn da DDR-Kunst drin ist, setz ich keinen Fuß rein“ und die anderen „Wenn da keine OSTSACHEN drin sind, komme ich nicht“. In einer Situation, wo die meisten gegen einen Umbau sind, der dazu teuer ist, sich für eine Projektleitung zu entscheiden, ohne dass ich ähnliche Bauprojekte mit Finanzierungsanträgen vorher gemanagt hatte – war mutig und ein bisschen muss ich mich immer keifen, wie wir das gemeistert haben. Das Schloss steht, die lommunale Galerie ist erfolgreich, die Entscheidung sie selbst zu betreiben war genau so gewagt. Hat aber geklappt!

Harder: Ich habe noch keine politische Entscheidung treffen können.

 

29. Was sollten die Wählerinnen und Wähler über Sie wissen, was in einem klassischen Wahlkampf normalerweise nicht zur Sprache kommt?

Lehmann: Dass mein Alltag ziemlich wenig mit dem klassischen Bild einer Berufspolitikerin zu tun hat. Ich bin Ärztin, Mutter eines kleinen Kindes, kenne Nachtdienste, Kita-Logistik und die Frage, wie man nach einem langen Arbeitstag noch irgendwie den Familienalltag organisiert. Also bitte nicht wundern, wenn ich mal etwas brauche, um eine Bürger*innen-Email zu beantworten – ich habe halt keinen Büro-Apparat im Hintergrund, bei mir ist alles DIY und klappt nur zwischen Tür und Angel. Das sieht man natürlich nicht auf Instagram. Vielleicht schaue ich deshalb auf manche politische Debatte sehr pragmatisch: Am Ende muss eine Lösung im echten Leben funktionieren. 
Neubert: Ich setze mich für den Erhalt der Biodiversität ein, dieses Thema benötigt dringend mehr Beachtung.

Witt: Sie machen Ihr Kreuz bei einer pragmatischen, erfahrenen Frau, deren Stärken im Miteinander, in der Organisation liegen. Viele sehen Politikerinnen auf Plakaten, mit Losungen, im Alltag zählt Disziplin, Verlässlichkeit über Parteigrenzen hinweg.

Harder: Ich setze mich schon jahrelang für die Senioren und Seniorinnen ein und bin seit zehn Jahren Mitglied in der Seniorenvertretung.

 

30. Warum sollten die Menschen in Mahlsdorf gerade Ihnen ihre Stimme geben?

Lehmann: Weil ich Mahlsdorf kenne, weil ich fachliche Erfahrung aus einem Beruf außerhalb der Politik mitbringe und weil ich nicht glaube, dass man Menschen erklären muss, warum etwas leider nicht geht. Ich möchte ihre Interessen im Abgeordnetenhaus hartnäckig vertreten und gleichzeitig ansprechbar bleiben – auch dann, wenn wir nicht einer Meinung sind. Ich stehe für ein gutes Debattenklima und habe einen bedingungslos demokratischen Kompass.
Neubert: Ich setze mich ein für: sichere Mobilität für alle Menschen, sozialen Zusammenhalt, Klima-, Umwelt- und Hitzeschutz.
Witt: Weil ich aufgrund meiner biografischen Situation mich vollständig und mit aller Erfahrung für eine Arbeit im Abgeordnetenhaus einsetzen kann, auch nicht wechseln werde (in den Senat) und auch zuverlässig und kommunikativ für den Stadtteil kämpfen werde.

Harder: Weil ich ehrlich bin und nicht verspreche was ich nicht halten kann. Des Weiteren habe ich für jeden ein offenes Ohr.

 

31. Vervollständigen Sie bitte den Satz: „Mahlsdorf braucht…“

Lehmann: …endlich die Infrastruktur, die zu einem wachsenden und lebenswerten Ortsteil gehört. 
Neubert: „mehr Sicherheit für Fußgänger und
Radfahrer und einen 10 Minuten Takt für die Tra
m“
Witt: …ein gutes Selbstbewusstsein, was die Menschen eint, jung und alt!

Harder: mehr Bürgerbeteiligung 

 

32. Vervollständigen Sie bitte den Satz: „Berlin braucht mehr…“:

Lehmann: „…mehr Pragmatismus, mehr Zusammenhalt und eine Politik, die wieder sichtbar Dinge zum Funktionieren bringt.“

Neubert: „Hitzeschutz, eine echte Verkehrswende und
bezahlbaren Wohnraum.“

Witt: „WIR“

Harder: mehr Volksabstimmung.

 

33. Und ganz persönlich: Was wünschen Sie sich für Mahlsdorf?

Lehmann: Dass mein Kind hier einmal genauso gern unterwegs ist, wie ich es als Kind war, wenn es seine Großeltern besucht – nur mit besseren Fußwegen, besseren Verbindungen und einer Infrastruktur, die mit der Zeit gegangen ist. Und dass Mahlsdorf sich dabei das bewahrt, was es für mich immer besonders gemacht hat: viel Grün, gute Nachbarschaften und ein bisschen Dorf mitten in Berlin. 

Neubert: Dass es gelingt, den Charakter des Vororts trotz des Bevölkerungswachstums und der damit verbundenen Neubaumaßnahmen zu bewahren und die Hönower Straße als Ortskern mit einer hohen Aufenthaltsqualität zu entwickeln.
Witt: Mehr aktiv sein, statt nur an bekannte Leute schreiben 🙂

Harder: Mehr miteinander und ein besseren Umgang miteinander; mhr nachbarschaftliche Hilfe untereinander

Dr. Luise Lehmann
Manuela Neubert
Juliane Witt
Thomas Harder

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