Mit Grafik: Bau von Regenrückhaltebecken in Mahlsdorf verschiebt sich auf unbestimmte Zeit

Um die Wassermengen bei stärkerem Regen nicht ungefiltert von der B1 südwärts Richtung Rahnsdorfer Straße fließen zu lassen, planen die Berliner Wasserbetriebe seit Jahren ein Regenrückhaltebecken in Mahlsdorf. Dieses künstlich angelegte sogenannte Retentionsbecken westlich der Theodorgärten (siehe Grafik) soll kurzfristig in großen Mengen anfallendes Niederschlagswasser vorübergehend speichern, damit es verlangsamt in den nachfolgenden Entwässerungskanal eingeleitet werden kann. Ursprünglich war der Baubeginn für den Oktober 2022 geplant. Dieser kann jedoch nicht gehalten werden. „Ein neuer Termin für den Baubeginn kann noch nicht benannt werden“, so Umwelt-Staatssekretärin Dr. Silke Karcher in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Katharina Günther-Wünsch (CDU).

 

Schuld an der Verzögerung sind laut Karcher im Zuge der Entwurfsplanung aufgetretene konzeptionelle Fragen. Zum einen ist die Frage nach dem Filtermaterial noch nicht geklärt. „Zurzeit untersucht das beauftragte Ingenieurbüro ein alternatives Material, welches hinsichtlich der erforderlichen Qualität noch zu spezifizieren ist“, so Karcher. Zum anderen haben sich Rahmenbedingungen geändert, insbesondere das neue Regelwerk der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA). Nun muss die Dimensionierung des Mahlsdorfer Regenrückhaltebeckens neben dem Hultschiner Damm noch einmal grundlegend geprüft und optimiert werden.

 

Die Planung und der Bau des Beckens (vorher nutzte die mittlerweile geräumte Fläche ein Baustoff-Unternehmen) beeinflussen auch die mögliche Weiterführung des gut 400 Meter langen Parkwegs von der Pilgramer Straße durch den Theodorpark. Derzeit endet dieser abrupt an einer Wand aus Gebüsch, Spaziergänger stehen plötzlich vor einem hohen grünen Dickicht. Ob dieser nach dem Bau des Regenrückhaltebeckens weitergeführt wird, ist fraglich. Denn bei dem Retentionsbodenfilter handelt es sich um eine technische Anlage, welche aus sicherheitstechnischen Gründen eingezäunt werden muss. Dr. Silke Karcher: „Planungen mit Wegeführungen seitens des Straßen- und Grünflächenamts Marzahn-Hellersdorf sind
den Berliner Wasserbetrieben noch nicht bekannt. Sobald Pläne diesbezüglich vorliegen, werden die Berliner Wasserbetriebe im Einvernehmen mit dem Bezirksamt diese auch bei ihrer Planung berücksichtigen.“

Diese Grafik der Berliner Wasserbetriebe zeigt den geplanten Bau des Regenrückhaltebeckens. Aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Planungen können aber noch Änderungen eingearbeitet werden.
Auf diesem Gelände zwischen Hultschiner Damm und Theodorgärten soll das Retentionsbecken entstehen.

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