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Offener Brief: Aktivisten fordern Pop-up-Radwege in Mahlsdorf

Ein Zusammenschluss von Fahrrad-Verbänden und -Initiativen hat in einem offenen Brief an die für Straßen zuständige Stadträtin Nadja Zivkovic (CDU) die Einrichtung von Pop-Up-Radwegen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gefordert. Vor allem sollen diese kurzfristig eingerichteten Radweg in der Märkische Allee, der Allee der Kosmonauten und der Landsberger Allee entstehen. „Wir fordern Sie hiermit erneut auf, endlich sichere, klimaneutrale Teilhabe am Verkehr für Radfahrende aller Altersgruppen auch in Marzahn-Hellersdorf sicherzustellen“, so die Aktivisten in ihrem Brief.

Auch für Mahlsdorf fordert der Interessenverband (besteht aus „Radbezirk Marzahn-Hellersdorf“, Changing Cities, ADFC, Fridays for Future, dem Verkehrsclub VCD sowie den Umweltverbänden NABU und BUND) Investitionen in den Radverkehr. „Es gibt weiterhin einen großen Anteil an Menschen, für die aus Sorge vor Unfällen eine Nutzung des Rades nicht in Betracht gezogen wird. Dies betrifft allem voran Kinder, die an der Mobilität nur eingeschränkt teilnehmen können“, so ein Netzwerk-Sprecher gegenüber „Mahlsdorf LIVE“. „Für die Mahlsdorfer Siedlungsgebiete können vor allem Pop-Up-Fahrradstraßen eine Alternative darstellen.“ Denkbar wäre eine solche etwa für die viel befahrene Hönower Straße, Rad-Aktivisten bezeichnen aber auch die Lemke- und Kohlisstraße sowie die Landsberger Straße als lebensgefährlich. Die Begründung: Auf den 50er-Strecken parken Autos, Gehwege sind völlig marode oder gar nicht erst vorhanden, zudem würde hier neben Autos auch noch Busse unterwegs sein.

Vor einiger Zeit wurden Ideen für ein Netz aus Radinfrastruktur ausgearbeitet, die Entwicklung eines derartigen Netzes wurde durch die Senatsverwaltung für Verkehr an ein externes Planungsbüro vergeben. Diese Ideen, die als Aufschlag für die Entwicklung eines Rad-Planes seitens Senat zu verstehen sind, zeigt „Mahlsdorf LIVE“ in den Kartenausschnitten:

Rot: Dies bedeutet, dass hier Radverkehrsanlagen an oder auf Hauptverkehrsstraßen. Gestaltungsgrundsätze sind laut den Verbänden u.a.: Sicherer Abstand zu parkenden Kraftfahrzeugen, gegen unzulässiges Befahren von Kraftfahrzeugen geschützt, so breit, dass sich Radfahrende sicher überholen können. Hauptverkehrsstraßen sind alle Straßen des übergeordneten Straßennetzes der Stufen I bis IV laut „Stadtentwicklungsplan Verkehr“. Dies beträfe rund 20 Mahlsdorfer Straßen, die in den Fotos rot gekennzeichnet sind.

Hellblau: Dazu gehören Verbindungen von gesamtstädtischer Bedeutung. Hier soll dem Radverkehr Vorrang vor dem motorisierten Individualverkehr eingeräumt werden, u.a. laut ADFC durch Lichtzeichenanlagen, die für einen fließenden Radverkehr koordiniert werden. Laut dem Plan würde dies die B1, Hönower – und Dahlwitzer Straße, den Hultschiner Damm, die Kieler Straße/Rosenhag und die Akazienallee betreffen.

Grün: Fahrradstraßen und Nebenstraßen: Nebenstraßen haben laut Verkehrsclub Deutschland e.V. eine wichtige Erschließungs- und Verbindungsfunktion über kurze und mittlere Entfernungen. Es wird angestrebt, Nebenstraßen als Fahrradstraßen auszuweisen. Die Gestaltungsgrundsätze sind u.a.: Motorisierter Individualverkehr – außer Quell- und Zielverkehr – soll im jeweiligen Straßenabschnitt unterbleiben, Maßnahmen gegen das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie sicherheitsverträgliche Geschwindigkeiten beim Abbiegen des motorisierten Individualverkehrs werden angestrebt. Unter anderem könnte dies die Landsberger Straße, Wachholderheide, Greifswalder Straße, Ledebour- und Goldregenstraße, Paul-Wegener- und Mannheimer Straße, Kressenweg, Giesestraße und Roedernstraße betreffen.

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