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So erging es den anderen Kandidaten aus Mahlsdorf – und so geht es mit ihnen weiter

Die Würfel sind gefallen. Nach fünf Jahren Legislaturperiode wurden am vergangenen Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus sowie eine neue Bezirksverordnetenversammlung gewählt. Das Mahlsdorfer Direktmandat holte Katharina Günther-Wünsch von der CDU, auch bei der Stimmvergabe für das Bezirksparlament siegte die Union. Wie geht es nun mit den unterlegenen Kandidat:innen weiter, die gegen Günther-Wünsch letztlich keine Chance hatten? Und wie schlugen sich diejenigen die zwar in Mahlsdorf leben, aber in anderen Wahlkreisen antraten? „Alles Mahlsdorf“ gibt den Überblick:

Luise Lehmann (SPD)

Das Ergebnis von 18,5 Prozent im Wahlkreis Mahlsdorf/Kaulsdorf hätten der jungen Ärztin wohl nur Wenige zugetraut, ein Gewinn des Direktmandats gegen die starke CDU-Kandidatin wäre eine Riesen-Sensation gewesen. „Trotzdem können die SPD und ich auf das Ergebnis in Mahlsdorf und Kaulsdorf-Süd stolz sein. Wir haben starke Politik für die Menschen vor Ort gemacht und einen großartigen Wahlkampf geführt, auch dank unseres Teamgeistes“, so Luise Lehmann gegenüber „Alles Mahlsdorf“. „Besonders freut mich die im Vergleich zur vorigen Wahl gesunkene Zustimmung der Wähler:innen bei der AfD.“ Luise Lehmann stand neben ihrer Kandidatur für das Abgeordnetenhaus auch auf der Bezirksliste der SPD, auf Platz 6. Da die Sozialdemokraten in Marzahn-Hellersdorf 20,3 Prozent holten, sitzt die in Mahlsdorf aufgewachsene Lehmann künftig im Bezirksparlament. „Ich persönlich mache mich weiterhin in der BVV für eine offene und gerechte Gesellschaft stark – das fängt ja bei der Kommunalpolitik an“

Stefanie Wagner-Boysen (Die Linke)

Die betriebliche Gesundheitsmanagerin holte im Wahlkreis Mahlsdorf/Kaulsdorf 14,3 Prozent der Stimmen. Und das im ersten Anlauf. „Ich habe ein richtig gutes Wahlergebnis eingeholt, dafür, dass ich neu auf der politischen Bühne in Mahlsdorf und Kaulsdorf erschienen bin. Jetzt gilt es positiv zu bleiben und alle Kraft in die Zukunft zu stecken“, so Wagner-Boysen gegenüber „Alles Mahlsdorf“.  Neben ihrer Kandidatur für das Abgeordnetenhaus stand die Linken-Politikerin auch auf der Bezirksliste ihrer Partei, auf Platz 3. Durch die 19,9 Prozent die die Linke in Marzahn-Hellersdorf erreichte, wird die Mahlsdorferin künftig im Bezirksparlament sitzen. „Ich bleibe die Optimistin, die ich immer war und werde mein Möglichstes tun, um nun in der Bezirksverordnetenversammlung richtig gute und überzeugende Arbeit zu leisten.“

Vadim Derksen (AfD)

Der 33-Jährige fuhr 11,5 Prozent in Mahlsdorf ein. Er selbst ist mit dem Ergebnis zufrieden, „da wir in Mahlsdorf und Kaulsdorf ein deutlich höheres Ergebnis erzielt haben als berlin- und bundesweit.“ Der AfD-Politiker, der in Mahlsdorf lebt, gibt sich aber auch selbstkritisch: „Allerdings zeigen die Verluste zur vergangenen Wahl, dass wir noch nicht das Vertrauen unserer Wähler festigen konnten.“ Er selbst wird wie schon in der vergangenen Legislaturperiode als Medienreferent für einen Bundestags-Abgeordneten der rechtspopulistischen Partei arbeiten und sein Amt als Vorsitzender der AfD-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“ ausüben.

Stefan Ziller (Die Grünen)

Für den wohl prominentesten und erfahrensten Kandidaten im Wahlkreis Mahlsdorf/Kaulsdorf-Süd reichte es in der Endabrechnung mit neun Prozent nur zu Platz 5. Der 40-Jährige sieht die Verdopplung der Stimmen in Mahlsdorf und Kaulsdorf im Vergleich zur Wahl 2016 als „Bestätigung meiner Arbeit.“ Auf der Landesliste seiner Partei steht Ziller auf Platz 8. „Ich bin optimistisch, dass ich über die Landesliste weiter im Abgeordnetenhaus arbeiten darf.“

Justyna Anna Grecko (FDP)

Immerhin 6 Prozent holte die seit 2019 in Mahlsdorf lebende FDP-Kandidatin. Der Kommunalpolitik bleibt sie erhalten, zieht als eine von drei Bezirksverordneten der Liberalen in die Bezirksverordnetenversammlung von Marzahn-Hellersdorf ein.

Die ebenfalls um das Direktmandat angetretenen Vertreter:innen der Parteien Tierschutzpartei, dieBasis und Die Partei sind in den kommenden fünf Jahren nicht im Abgeordnetenhaus bzw. im Bezirksparlament vertreten.

Dmitri Geidel (SPD)

Der in Leningrad geborene Jurist Dmitri Geidel lebt in Mahlsdorf, trat für die SPD im Wahlkreis 4 mit den Gebieten Marzahn-Süd und Biesdorf an. Dort musste er sich jedoch dem Wahlsieger Christian Gräff (CDU) sowie der Zweitplatzierten Regina Kittler (Die Linke) geschlagen geben. Bislang war der 31-Jährige stellvertretender Fraktionsvorsitzender seiner Partei in der BVV, ob er in diese wieder einzieht bleibt abzuwarten.

Jan Lehmann (SPD)

Auch der 49-Jährige landete wie Dmitri Geidel auf Platz 3, Lehmann (lebt in Mahlsdorf) musste sich ebenso dem CDU-Kandidaten (Alexander J. Herrmann) und dem Linken-Kandidatin (Kristian Ronneburg) geschlagen geben. Da Lehmann nicht auf den ersten zehn Plätzen der Bezirksliste seiner Partei steht ist es auch bei ihm noch unklar, ob er in der kommenden Legislaturperiode im Marzahn-Hellersdorfer Parlament sitzt.

Jeannette Auricht (AfD)

Die in Mahlsdorf lebende AfD-Politikerin ergatterte das Direktmandat im die Gebiete Kienberg, Alt-Hellersdorf, Hellersdorf-Nord und Hönow-West umfassenden Wahlkreis 3. Die 51-Jährige ist damit erneut Mitglied der im Vergleich zur vergangenen Legislaturperiode stark dezimierten AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

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