Die vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf Ende Oktober 2020 gestartete Bewegungs-Challenge über vier Wochen endete erfolgreich: Insgesamt 105 Teilnehmende kämpften Woche für Woche um die längste Bewegungszeit. Mittels einer App wurden insgesamt 66.920 Bewegungsminuten erfasst, durchschnittlich 52 Minuten je Teilnehmer und Tag. Der Sieger ist Marcel Haubold aus Marzahn. Er absolvierte in den vier Wochen 595 Kilometer durch Berlin: Um zu gewinnen, legte er zuletzt sämtliche Wege zu Fuß zurück.

Anfangs hatte er es unterschätzt. Erst in der zweiten Woche konnte er sich an die drei Führenden der Challenge heranarbeiten. Laufen, gehen, Fahrrad fahren sind normalerweise seine bevorzugten Bewegungsarten, rund 40 bis 50 Kilometer Laufstrecke kommen dabei pro Woche zusammen. Sein wöchentliches Training reichte dennoch nicht für diese Challenge aus, es musste noch mehr Bewegung sein. Überraschend hoch fand er die Teilnehmerzahl, da die Aktion nur im Bezirk stattfand.

Ursprünglich stammt der seit 2012 in Berlin lebende, 31-jährige Familienvater aus Chemnitz. Er folgt dem Facebook-Profil von Gordon Lemm, Bezirksstadtrat und Schirmherr der Aktion, und wurde so auf die Challenge aufmerksam. Haubold ist begeisterter Hobbyläufer, so sammelte er seine Bewegungsminuten joggend und zum überwiegenden Teil wandernd. Durch die Challenge lernte er seine nähere Umgebung nochmals besser kennen. „Einmal war ich fast in Werneuchen. Ich habe Feldwege beschritten, die ich noch nie gesehen habe“ so Haubold. Sogar seinen Arbeitsplatz im Stadtbezirk Neukölln erwanderte er zu Fuß. „Ich konnte mir die Zeit gut einteilen, da ich abends das Homeoffice nutzen kann“ sagt er. In Woche drei und vier nutzte er weder Bahn noch Auto. Kleinere Einkäufe im sechs Kilometer entfernten Baumarkt erledigte er ebenso zu Fuß.

Die als Gutscheine und Sachpreise von Marzahn-Hellersdorfer Sponsoren wie Sporteck am Eastgate, BergWerk.Berlin, FC Nordost, Basket Dragons e.V., fit & fun marzahn e.V. und der EMS-Lounge bereitgestellten Wochengewinne fand Haubold praktisch. Unterstützt wurde die Aktion außerdem durch regionale Unternehmen wie Novo Nordisk, AOK Nordost, Berliner Sparkasse, dispo-Tf Education und dem Netzwerkunternehmen DSPN, welches die gesamte Challenge leitete.

Marcel Haubold wünscht sich künftig noch mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer – und „ganz Berlin wäre besser“, sagt er schmunzelnd.

Die Bewegungs-Challenge wurde im Rahmen der Gesundheitsstrategie des Bezirkes unter anderem aus Mitteln des Aktionsprogramms Gesundheit gefördert. In Zeiten der starken Kontaktbeschränkung war die Nutzung einer Bewegungs-App eine Alternative für den abgesagten Sportaktionstag, der mit dem Stundenlauf ebenfalls Bewegung über den Gedanken eines sportlichen Wettbewerbs fördert.

Marcel Haubold mit dem Gutschein für die Geschäfte im Eastgate. Foto: Frank Nerlich