Grundschule in der Elsenstraße: Eltern kämpfen für Erhalt einer provisorischen Ampel

Eine provisorische Ampel in der Elsenstraße sorgt derzeit für mehr Sicherheit auf dem Schulweg vieler Kinder. Doch mit dem Ende der Bauarbeiten droht ihr Abbau. Dagegen wendet sich nun der Mobilitätsausschuss der 37. Grundschule und fordert, die Anlage zumindest vorerst bestehen zu lassen.

 

In einem Schreiben an die zuständige Verkehrsbehörde betonen die Elternvertreter die zentrale Bedeutung der temporären Lichtsignalanlage für die Sicherheit. Seit ihrer Einrichtung ermöglicht sie täglich für Dutzende Schülerinnen und Schüler eine geordnete Querung der Elsenstraße. Besonders stark frequentiert ist die Stelle, weil sich in unmittelbarer Nähe eine Bushaltestelle befindet. Viele Kinder der 37. Grundschule steigen dort ein oder aus und müssen anschließend die Straße überqueren. Zusätzlich wird die Turnhalle der Schule auch von der benachbarten Kiekemal-Grundschule vom Hultschiner Damm genutzt. Dadurch kommt es regelmäßig zu Gruppenquerungen von Schulklassen.

 

Nach Einschätzung des Mobilitätsausschusses trägt die derzeitige Ampel wesentlich dazu bei, gefährliche Situationen im Straßenverkehr zu vermeiden. Gerade für jüngere Kinder sei eine klar geregelte Querungsmöglichkeit entscheidend, um den Schulweg sicher zu gestalten. Die Eltern fordern daher, die aktuelle verkehrsrechtliche Anordnung für die Ampel über das Ende der Bauarbeiten hinaus zu verlängern. Außerdem solle ein geplanter Rückbau der Anlage vorerst ausgesetzt werden, bis eine dauerhafte Lösung geschaffen ist. Als mögliche Optionen nennen sie eine stationäre Lichtsignalanlage oder einen Fußgängerüberweg.

Als Beispiel für eine funktionierende Lösung verweisen die Eltern auf die Dahlwitzer Straße. Dort wurde ein Fußgängerüberweg direkt im Bereich einer Bushaltestelle eingerichtet. Aus Sicht der Initiative zeigt dieses Beispiel, dass eine gesicherte Querung an solchen Standorten rechtlich zulässig und praktisch umsetzbar ist. Ein ersatzloser Rückbau der derzeitigen Ampel würde aus Sicht der Eltern einen Rückfall in einen ungesicherten Zustand bedeuten. Dies würde „die Sicherheit der Kinder massiv gefährden“, heißt es in dem Schreiben.

 

Der Mobilitätsausschuss bittet die zuständige Behörde daher um eine kurzfristige Entscheidung, den Abbau der Anlage zunächst auszusetzen. Ziel sei eine fachliche Abstimmung mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, um eine dauerhafte Lösung für die sichere Querung der Elsenstraße zu finden. Zur Verkehrssicherheit nahe der Schule dürfte auch der Weiterbau des Fußweges in der Elsenstraße dienen. Parkende Autos hingegen, die die Fahrbahn vor allem nachmittags auf eine Spur verengen, eher nicht.

Nach dem Vorschlag der Eltern soll diese bislang provisorische Ampel erhalten bleiben.

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