Erster Prozesstag: Neue Details zur tödlichen Messerattacke in Mahlsdorf

Ende Januar starb ein junger Mann in einer Wohnung am Hultschiner Damm durch mehrere Messerstiche. Heute fand der erste Prozesstag gegen den mutmaßlichen Angreifer statt. Dabei kamen weitere Details zu der eiskalten Nacht ans Licht.

 

Angeklagt ist der 31-jährige Raffiullah S. Ihm wird vorgeworfen, am 31. Januar in einer Wohnung an der Kreuzung Hultschiner Damm/Winklerstraße einem Bekannten mit einem großen Küchenmesser mehrfach in die linke Halsseite gestochen zu haben. Sein Gegner, ein 21-Jähriger, überlebte die Attacke nicht, mit der Klinge wurden Luft- und Speiseröhre durchtrennt. Laut „BZ“ soll S. aber selbst dann noch weiter auf sein Opfer eingestochen haben, die Klinge in die linke Brust um die Herzgegend gerammt haben. Beendet wurde der Angriff laut der Zeitung erst, als der eigentliche Wohnungsinhaber ins Zimmer kam.

 

Wie „Alles Mahlsdorf“ bereits berichtete, floh Rafiullah S. zunächst vom Tatort, floh nur leichtbekleidet bei eiskalten Temperaturen in die Mahlsdorfer Nacht. Zwar versuchten Rettungskräfte durch die Einlieferung in ein Krankenhaus das Leben des Angegriffenen zu retten, dieser starb dort aber wenig später an den Folgen des massiven Blutverlustes.

 

S. befand sich seitdem aufgrund der Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Der Prozess wird nun zeigen, welche Strafe der Angeklagte zu erwarten hat. Während Totschlag mit einer Freiheitsstrafe von fünf bis 15 Jahren geahndet wird, sieht das Gesetz bei Mord zwingend lebenslange Freiheitsstrafe vor. Welche rechtliche Bewertung in diesem Mahlsdorfer Fall zutrifft, wird erst das Ergebnis des Verfahrens zeigen. Bis dahin gilt für den 31-jährigen Tatverdächtigen die Unschuldsvermutung.

Ein Foto aus der Todesnacht. In diesem Haus an der Kreuzung Hultschiner Damm/Winklerstraße geschah der Messerangriff.

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