Berlin ist eine der lebendigsten Fußballstädte der Welt. Rund 400 Vereine, über 250.000 aktive Vereinsmitglieder, Hunderte von Spielen jedes Wochenende auf Sportplätzen von Spandau bis Köpenick. Jede Mannschaft, jede Trainerin, jeder Schiedsrichter hat ihre eigene Geschichte. Doch nicht alle Geschichten finden die Bühne, die sie verdienen. Genau das soll sich nun ändern: Mit der Rückkehr der Fußball-Woche (wir berichteten bereits über die Idee), der ältesten Stimme des Berliner Amateurfußballs, die seit 1923 Fans, Spieler und Vereine begleitet. Initiiert hat dies ein Mahlsdorfer, eine große Crowdfunding-Aktion soll helfen.
Hinter der Rettung der FuWo steht Tino Loest, Unternehmer, Vereinsvorsitzender von Eintracht Mahlsdorf und leidenschaftlicher Amateurfußballer. Der 40-Jährige kennt den Berliner Fußball von der Basis: jedes Wochenende auf und neben den Plätzen, mitten im Geschehen. Mit ihm wollen Gleichgesinnte die FuWo nicht nur wiederbeleben, sondern ihr eine moderne, digitale Zukunft geben. Ohne die Seele der alten Zeitschrift, im Herbst letzten Jahres finanziell nicht mehr tragbar und eingestellt, zu verlieren. „Die FuWo ist mehr als ein Magazin“, sagt Loest. „Sie ist ein Archiv unzähliger Geschichten von Spielern, Trainerinnen, Schiedsrichtern und Ehrenamtlichen. Wenn wir jetzt nicht handeln, verschwindet diese Stimme für immer.“
Berlin hat eine Fußballkultur, die ihresgleichen sucht, vom Jugendtraining bis zur Kreisliga, vom Frauen- bis zum Seniorenfußball. Die neue FuWo soll laut Loest all diese Geschichten sichtbar machen. Geplant ist eine digitale Plattform, die Ergebnisse, Live-Ticker und Geschichten direkt vom Platz liefert.
Frauenfußball, Jugend- und Breitensport stehen gleichberechtigt im Fokus. Keine Randnotizen, kein Bonus-Content. Ab der Saison 2026/27 soll auch die Printausgabe zurückkehren, für alle, die das Heft in der Hand halten, schmökern, sich informieren, sammeln oder verschenken wollen. So entsteht ein hybrides Medium, das Tradition und Moderne vereint. Online First, aber gedruckt zum Anfassen.
Am heutigen Mittag startete die Startnext-Kampagne, um mindestens 150.000 Euro zu sammeln, als die solide Grundlage für Redaktion, Technik und erste Druckausgabe. Das Traumziel jedoch ist ein anderes. 1000 Unterstützerinnen und Unterstützer mit je 1000 Euro, die gemeinsam zeigen, dass Berlin die FuWo braucht. Unternehmen können mit diesem Betrag Teil des „Club der Retter“ werden und erhalten ein Jahr Sichtbarkeit in Print, Online und App. Gleichzeitig erzählt die FuWo die Geschichte des Unternehmens als aktiven Unterstützers des Amateurfußballs.
Die neue FuWo lebt von einem Team aus Menschen, die Berlin und Fußball lieben. Neben Tino Loest ist da etwa Kilian Depuhl, ehemaliger Spieler der deutschen Kleinfeld-Nationalmannschaft und digitaler Stratege, der die Plattform aufbaut. Oder Peer Hempel, Designer mit Fußballvergangenheit und grafisches Gesicht der FuWo sowie Tommy Thiel, Vertriebsleiter bei Union Berlin. Hinzu kommen ein Kernteam aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten, ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der alten FuWo und neuen Content Creator:innen, Foto- und Videografen.
„Die FuWo ist nicht nur ein Medium – sie ist ein Stück Berliner Identität. Wer sie unterstützt, investiert in Menschen und Geschichten“, so Tino Lost. Und weiter: „Die FuWo schafft Sichtbarkeit für alle Bereiche des Amateurfußballs: Frauen, Jugend, Senioren, Breitensport. Sie stärkt lokale Vereine, Ehrenamt und die Zivilgesellschaft.“
Und hier geht’s zur Crowdfunding-Kampagne: www.startnext.com/fuwo





