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Mahlsdorf
Montag, Juli 26, 2021
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Alle Infos zu Preisen, Zeiten, Buchung: Berlin testet Rufbus ab Mai 2022 in Mahlsdorf

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Bereits im August 2020 berichtete „Alles Mahlsdorf“ über die Pläne von BVG und Senatsverwaltung für Verkehr über die Anbindung Mahlsdorf an eine Art Bus-Taxi, dem sogenannten Rufbus. Jetzt wurden weitere Details zu Buchunsmöglichkeiten, dem Gebiet, Zeiten und den Preisen bekannt. Ab Mai 2022 werden Fahrgäste das Angebot in Mahlsdorf nutzen können. Der Rufbus wird außerhalb des S-Bahn-Rings in einem rund 41 Quadratkilometer großen Stadtgebiet vom Ostkreuz bis zur Berliner Stadtgrenze eingesetzt. Damit sollen Gebiete bedient werden, in denen aus unterschiedlichen Gründen Erschließungsdefizite mit dem klassischen ÖPNV bestehen. Nach „Alles Mahlsdorf“-Informationen soll der Rufbus in unserem Ortsteil vor allem zwischen Bahnhof Mahlsdorf und dem verlängerten Hultschiner Damm bis zum Bahnhof Köpenick unterwegs sein. Im Westen wird das Bediengebiet von der Ringbahn zwischen den Bahnhöfen Ostkreuz und Frankfurter Allee begrenzt. Im Norden verläuft die Grenze zwischen den Bahnhöfen Frankfurter Allee und Lichtenberg entlang der Frankfurter Allee.

Der neue Rufbus wird per App buch- und bezahlbar sein, aber auch analog via Call Center und über eine bar bezahlbare Guthabenkarte. Die Flotte wird bis zu 26 Fahrzeuge mit einer Kapazität von jeweils bis zu acht Fahrgästen umfassen. Bei diesem sogenannten Ridepooling wird der Rufbus neben regulären ÖPNV-Haltestellen auch Einrichtungen wie Bürgerämter, Ärztehäuser oder Seniorentreffs ansteuern. Darüber hinaus werden zur Deckung von Erschließungslücken auch virtuelle Haltestellen bedient werden, die den Fahrgästen in der App angezeigt bzw. vom Call Center benannt werden. „Deren Abstände orientieren sich an der Haltepunktdichte wie entlang der vorhandenen Bus- und Straßenbahnlinien (durchschnittlich 300 m Abstand, nicht engmaschiger). Eine Tür-zu-Tür Bedienung wird nicht angeboten”, wie Staatssekretär Ingmar Streese auf eine parlamentarische Anfrage des Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Mario Czaja antwortet.

„Mit der Erprobung eines neuen Rufbus-Systems wird das moderne und leistungsfähige ÖPNV-Netz Berlins um einen weiteren Baustein ergänzt werden: Der neue Rufbus überbrückt im Testgebiet die letzte Meile zum klassischen ÖPNV-Netz und schafft neue und flexible Verbindungen. Er soll den Menschen ein passgenaues Angebot für ihre Mobilitätsbedürfnisse bieten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Verkehr. Und weiter: „So macht Berlin den klimafreundlichen ÖPNV noch nutzerfreundlicher und schafft mehr Freiheit bei der Wahl der Verkehrsmittel.“

Als Betriebszeit sind mindestens 16 Stunden vorgesehen (4:30 Uhr – 20:30 Uhr werktags und 08:00 – 24:00 Uhr an Wochenenden). Es ist ein je nach Strecke und Abholort differenzierter Preis vorgesehen, der in den VBB-Tarif integriert ist:

  • Zubringer zu klassischem ÖPNV innerhalb unterversorgter Gebiete: zur Anwendung kommt der normale VBB-Tarif, der den Tarifbereich B umfasst (kein Zuschlag erforderlich)
  • Zubringer zu klassischem ÖPNV außerhalb unterversorgter Gebiete: VBB-Ticket für Berlin B + fixer Komfortzuschlag von 1,50 EUR; Mitfahrende zahlen das VBB-Ticket und 0,50 EUR Komfortzuschlag
  • Direktfahrt zwischen virtuellen Haltestellen: VBB-Ticket für Berlin B + variabler Komfortzuschlag zzgl. zum normalen VBB-Tarif in Form eines Kilometerpreises in Höhe von 1,50 EUR je Kilometer; Mitfahrende zahlen das VBB-Ticket für Berlin B + 0,50 EUR Zuschlag je Kilometer.

Das Pilotprojekt wird durch ein Monitoring begleitet werden, das die Kundenakzeptanz, Verkehrseffizienz, Umwelteffekte sowie die Auswirkungen auf andere Verkehrsmittel evaluiert und dadurch bei Bedarf Anpassungen noch während des Projektverlaufs ermöglicht.

Ab Mai 2022 sollen Rufbusse der BVG in Mahlsdorf unterwegs sein.

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