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Samstag, März 6, 2021
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Geschosswohnungsbau in der Bisamstraße? Bezirksbürgermeisterin antwortet verunsicherten Anwohnern

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We woke reasonably late following the feast and free flowing wine the night before.Der „Mahlsdorf LIVE”-Bericht über die geplante Bebauung einer rund drei Hektar großen Freifläche sorgte für reichlich Unmut in der Bisamstraße. Der Senat hatte verkündet, dass hier an der Grenze zu Brandenburg schon bald 335 Wohnungen entstehen sollen. Anwohner fürchten nun einen Kollaps der Infrastruktur. Die Argumente: Es gäbe zu wenig öffentlichen Nahverkehr, zu wenige Kitas, auch die Schulplätze sind derzeit knapp. Unterstützt wurden die Kritiker vom Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Mario Czaja (CDU), dieser veröffentlichte auf seiner Homepage den Vordruck eines Protestschreibens, adressiert an Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (DIE LINKE.) – diese antwortet nun in Form einer Pressemitteilung.

Vor allem ist Pohle wichtig zu betonen, dass sich am in der vergangenen Legislaturperiode beschlossenen rechtskräftigen Bebauungsplan XXIII-15b-1 nichts ändert und dieser gültig ist. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen teilte dem landeseigenen Wohnungsbauunternehmen und Eigentümer des Grundstücks degewo kürzlich mit, dass auf der Freifläche neben Einfamilien- nach Möglichkeit auch Mehrfamilienhäuser gebaut werden sollen. Die so insgesamt 335 entstehenden Wohnungen soll es in einer Mischung aus Geschosswohnungsbau im Eigentum der degewo geben, dazu eine Vergabe von Erbbaurechten für einzelne Grundstücke sowie eine Beteiligung von Genossenschaften. Im Bebauungsplan ist festgesetzt, dass auf dem Areal maximal zwei Vollgeschosse als Höchstmaß errichtet werden dürfen. Die degewo muss sich zudem neben der Errichtung der bereits erbauten Kita Grashüpfer in der Stralsunder Straße sowie der Bereitstellung öffentlicher Grünanlagen außerdem finanziell ebenso an dem geplanten Schulneubau in der Landsberger Straße (siehe Link unten, der Neubau wird derzeit planerisch vorbereitet) beteiligen.

WDagmar Pohle erklärt, dass sich das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf gegenüber der Senatsverwaltung für eine umgebungsähnliche Bebauung eingesetzt und deutlich gemacht habe, „dass eine Verdichtung insbesondere unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Infrastruktureinrichtung und hinsichtlich der für die Errichtung weiterer Infrastruktur vorhandenen Flächen nicht in Betracht kommt.” Zudem kritisiert die Bezirksbürgermeisterin in ihrer Mitteilung die CDU. Mario Czaja etwa wirft sie vor, dass die von ihm „behauptete massivere Verdichtung entspricht mithin nicht den Tatsachen.” Aus dem Umfeld der Bürgermeisterin heißt es gar, Czaja betreibe Panikmache. Einen Seitenhieb von Pohle kassiert ebenso der Abgeordnete Christian Gräff, bis 2016 in Marzahn-Hellersdorf Stadtrat für Stadtentwicklung. „Noch in der letzten Legislaturperiode waren die damals fachlich zuständigen Bezirksstadträte der Auffassung, dass an diesem Standort kein Schulneubau notwendig ist. Das konnten wir inzwischen korrigieren und den Neubau auf dem Weg bringen.” Mario Czaja selbst hingegen sieht sich durch die Äußerungen Pohles vor allem zum Geschosswohnungsbau in seinen Befürchtungen bestätigt. „Dies bleibt für mich eine zu massive Bebauung des Areals und ich fordere die Bezirksbürgermeisterin erneut auf, das festgesetzte Ziel des Bebauungsplans nicht durch die Hintertür aufzugeben”, sagte er gegenüber „Mahlsdorf LIVE”. Der Fraktionschef der Bezirks-Linken, Bjoern Tielebein meint: „Auch in Mahlsdorf fehlen bezahlbare Wohnungen. Und auch wenn sich die Verhinderungspartei CDU vehement dagegen wehrt, wird die degewo im Mahlsdorfer Norden ihr sinnvolles Projekt umsetzen.“

Im Herbst soll nun eine Informationsveranstaltung zur Entwicklung des Areals rund um die Bisamstraße durchgeführt werden.

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