Verkehrszählung bestätigt Beschwerden: Kleine Mahlsdorfer Straße bleibt Brennpunkt des Durchgangsverkehrs

Die Beschwerden der Anwohnerinnen und Anwohner der Straße Am Kornfeld über überhöhte Geschwindigkeiten und zunehmenden Durchgangsverkehr werden nun auch durch offizielle Messungen bestätigt. Wie die beiden CDU-Politiker Katharina Günther-Wünsch und Mario Czaja in ihrem Newsletter berichten, fuhren bei einer durch das Bezirksamt durchgeführten Verkehrszählung in Richtung Hamsterstraße 95 Prozent der Fahrzeuge zu schnell, in Richtung Wilhelmsmühlenweg waren es 92 Prozent. Die durchschnittlich gemessenen Geschwindigkeiten lagen in der Tempo 30-Zone zwischen 43 und 44 km/h.

 

Bereits im Februar hatte „Alles Mahlsdorf“ über die Situation in der Straße Am Kornfeld berichtet. Damals schilderten zahlreiche Anwohner die zunehmende Belastung durch Ausweichverkehr, Lärm und gefährliche Verkehrssituationen. Insbesondere die Sicherheit von Schulkindern sowie die hohe Verkehrsbelastung in dem eigentlich als Wohnstraße konzipierten Bereich standen im Mittelpunkt der Kritik.

 

Die nun vorliegenden Zahlen bestätigen den Eindruck vor Ort eindrucksvoll. Nach Angaben der Anwohnenden gilt insbesondere der Abschnitt zwischen Treskowstraße und Wilhelmsmühlenweg als problematisch. Um die regelmäßig überlastete Kreuzung B1/Hönower Straße zu umfahren, nutzen viele Autofahrer die Straße Am Kornfeld als Abkürzung durch das Wohngebiet. Von der B1 kommend führt die Route über die Treskowstraße bis zur Kreuzung gegenüber des Rewe-Marktes am Bahnhof. In Gegenrichtung erfolgt die Umfahrung über den Wilhelmsmühlenweg und anschließend Am Kornfeld zurück zur B1. Anwohner dokumentieren die Entwicklung bereits seit längerer Zeit selbst. Ihren Beobachtungen zufolge passieren auf dem schmalen Straßenabschnitt zeitweise bis zu 420 Fahrzeuge pro Stunde. Die Folge sind erhebliche Lärmbelastungen, ein erhöhtes Unfallrisiko und eine spürbare Einschränkung der Lebensqualität.

 

Besonders kritisch sehen die Betroffenen, dass die Straße mit einer Fahrbahnbreite von teilweise nur vier Metern weder für starken Verkehr noch für Lkw ausgelegt ist. Hinzu kommen Berichte über wiederkehrende Verkehrsverstöße, etwa das verbotswidrige Befahren der Einbahnstraße von der Hönower Straße in die Treskowstraße.

Das Bezirksamt hat inzwischen angekündigt, zeitnah den Einsatz sogenannter Dialog-Displays zu prüfen, die Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam machen sollen. Nach deren Installation sollen weitere Messungen erfolgen. Darüber hinaus soll die Polizei um verstärkte Verkehrskontrollen gebeten werden.

Die kleine Straße Am Kornfeld ist in den vergangenen Jahren immer mehr zur Umfahrungsstrecke der Kreuzung B1/Hönower Straße geworden.

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