Alle Neune! Die Kegelsportanlage im Freizeitforum Marzahn seit dem 01. Januar in die Sportstättenstatistik des Landes Berlin aufgenommen. Ende November 2020 wurde durch den Sportclub „Eintracht Berlin“ und den für Sport zuständigen Bezirksstadtrat Gordon Lemm (SPD) ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Die Aufnahme in die Sportstättenstatistik heißt die Eintracht als Betreiber der Sportkegelanlage, dass sie von den hohen Betriebsausgaben befreit ist.

Vor der Übernahme hatte der Sportverein seit März 2013 einen Mietvertrag mit der gse gGmbH über die 813,05 Quadratmeter große Sportstätte. Auf Grund der monatlichen Mietkosten von 2.223,69 Euro musste der SC Eintracht durch die Sportkegelanlage ein Defizit in Höhe von bis zu 20.000 Euro jährlich verkraften. Auch die Mitgliedsbeiträge und sonstigen Einnahmen der Kegelsportanlage konnten nur einen Teil der Kosten decken.

Bereits 2015 hat der Kegelverein Alarm geschlagen und angemerkt, dass ein Fortbetrieb unten den damaligen Bedingungen nicht mehr rentabel ist und an die finanzielle Substanz des gesamten Vereins geht. Schnell stellte sich heraus, dass ein Weiterbetrieb nur nach dem Konzeptvorbild der Frauensporthalle im Freizeitforum den Weiterbetrieb nachhaltig sicherstellen kann. Einen entsprechenden Antrag brachte die SPD-Fraktion in die Bezirksverordnetenversammlung ein, welche diesem folgte.

„Es ist sehr begrüßenswert, dass das Bezirksamt unserem Anliegen gefolgt ist. Wir halten dies für ein gutes und wichtiges Zeichen, für die bezirklichen Sportstätten“, sagt Axel Hoppe, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Es kann nicht sein, dass der Fortbetrieb eines Sports durch enorme finanzielle Anstrengungen erschwert wird. Gerade deshalb ist es ein wichtiger Schritt, dass das Bezirksamt die finanziellen Sorgen und Nöte der Betreiber der Sportanlage ernstnimmt und den Fortbetrieb sicherstellt“, so Hoppe weiter.

Mahlsdorf LIVE - Nach massivem Kosten-Defizit: Sportkegelanlage im Freizeitforum Marzahn gesichert