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Sie ist sehr lang: Jetzt liegt die komplette Mängelliste der Kita Landréstraße vor

Bereits mehrfach berichtete „Alles Mahlsdorf“ über die geplante Schließung der Kita in der Landréstraße, welcher vor allem von Kindern aus dem Umfeld des Bahnhofs Mahlsdorf besucht wird. Bislang wurde von Seiten des Trägers „Kindergärten NordOst”, ein Eigenbetrieb des Landes Berlin, vor allem die defekte Heizungsanlage als Auslöser angegeben. Jetzt liegt „Alles Mahlsdorf“ die komplette Mängelliste der Kita-Aufsicht der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zum baulichen Zustand vor. Und diese ist lang. „Im Ergebnis der Begehung muss ich feststellen, dass allein der Garten den gültigen Standards entspricht und wirklich schön ist“, heißt es in einer Email der Aufsicht an den Träger. Dann jedoch folgen problematische Punkte:

  • Die pädagogischen Räume sind durch die hoch gelegenen Fenster dunkel und die Kinder können aus keinem Raum nach außen schauen.
  • Die Räume sind klein und bieten damit kaum Bewegungsmöglichkeit für die Kinder.
  • Die Garderobe ist ein Durchgangsraum ohne Fenster und ohne mechanische Belüftung.
  • Die Wasserzufuhr ist nur in einem Bereich möglich. Bei gleichzeitiger Nutzung zum Beispiel im Sanitärbereich und Küche reicht der Druck nicht aus.
  • Die Sanitärobjekte sind nicht altersgerecht und in unterschiedlicher Höhe vorhanden.
  • Der 2. Rettungsweg ist durch vorgestelltes Mobiliar (wegen der Enge des Raumes) nicht ungehindert nutzbar. Dazu kommt, dass es eine nach innen schlagende Tür und eine nach außen schlagende Tür gibt. Das entspricht in keiner Weise einem notwendigen Rettungsausgang.
  • Die Heizung ist „knallheiß“, und kann nicht reguliert werden. Gerade in der jetzt warmen/heißen Jahreszeit sind die Raumtemperaturen entsprechend unangenehm und für Kinder und Erzieher*innen eine Belastung.
  • Mehrere Wände waren mit erstem Schimmelbefall versehen und wurden notdürftig bearbeitet.
  • Die Verteilerküche befindet sich als Durchgangsraum zwischen zwei pädagogischen Räumen ohne Tür.

Am Ende der Email der Kita-Aufsicht heißt es, dass auf Grund der Fülle an gravierenden Mängeln eine Komplettsanierung oder Schließung der Kita in kurzer Zeit aus fachlicher Sicht unvermeidbar wäre. Der Träger teilt in einer Stellungnahme mit, dass er zwar großes Verständnis für die Betroffenheit der Eltern hat, eine Sanierung aufgrund der geringen Größe der Kita wirtschaftlich jedoch nicht verantwortbar ist – zumal diese jahrelang dauern würde und die Kinder ebenso wie bei einer Schließung ausziehen müssten. Auch wenn den Eltern der Kinder zumindest das Gros der Mängel bekannt ist, fühlen sie sich in „ihrer“ Kita pudelwohl. Und sind nun vor allem über die zeitlichen Abläufe verärgert. „Die Begehung mit der Kita-Aufsicht fand am 5. Juli statt. die Entscheidung über die Schließung wurde uns aber bereits mehrere Tage zuvor mitgeteilt“, so Elternsprecherin Juliane Schlaaff gegenüber „Alles Mahlsdorf“. „Sollte hier im Nachhinein eine Entscheidung legitimiert werden? Müsste das Vorgehen nicht anders herum sein? Von einer unabhängigen Begutachtung kann hier wohl kaum eine Rede sein.“Die Eltern wollen deshalb nun für eine neutrale Einschätzung des baulichen Zustands im Bezirk und Verwaltungsrat einen unabhängigen Gutachter anregen. Zudem soll ein Anfang August ein Gespräch mit dem Träger und Vermittlung des Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordneten Mario Czaja stattfinden.

Die Kita in der Landréstraße soll geschlossen werden.

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