Vor rund 250 Zuschauern trennten sich Eintracht Mahlsdorf und Tennis Borussia Berlin am Sonntagnachmittag in einer umkämpften Oberligapartie mit 1:1. Ein Ergebnis, das vor allem aus Sicht der Gastgeber etwas unbefriedigend wirkt. Zu überlegen trat Mahlsdorf über weite Strecken auf, ohne daraus ausreichend Kapital zu schlagen – und kann sich am Ende bei seinem Torhüter für immerhin einen Punkt bedanken.
Tennis Borussia erwischte bei strahlendem Sonnenschein den besseren Start. Bereits in der 14. Minute gingen die Gäste nach einer Ecke durch Ebrima Jobe in Führung. Die Eintracht wirkte davon jedoch kaum beeindruckt und übernahm in der Folge zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Der Ball lief zwar sicher durch die eigenen Reihen, doch zwingende Torchancen blieben Mangelware.
Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang hatte Jason Rupp, der aus rund elf Metern nach einer schnellen Drehung zum Abschluss kam, den Ball jedoch nicht richtig trag. Ansonsten blieb die Partie vor der Pause eher ereignisarm. Viel Ballbesitz für Mahlsdorf, aber wenig Durchschlagskraft – bis die Tormaschine der Eintracht zuschlug. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stieg Nils Stettin (trug aufgrund des Fehlens von Peter Köster die Kapitänsbinde) nach einer Ecke am höchsten und erzielte seinen 24. Saisontreffer.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Mahlsdorf den Druck. In der 53. Minute sorgte ein abgefälschter Schuss von Julian Mätzke für Gefahr, doch der Ball wurde noch über die Latte gelenkt. Eben jener Mätzke zeigte sich insbesondere über die linke Seite sehr aktiv, bereitete auch eine weitere gute Chance vor: Nach seiner Hereingabe setzte Justin Reichstein den Ball jedoch deutlich über das Tor. Die größte Gelegenheit zur Führung ließ Mahlsdorf in der 70. Minute liegen: Nach einer präzisen Flanke von Milos Cvjetinovic Tami Benkert völlig frei am Fünfmeterraum zum Kopfball, traf jedoch nur den Innenpfosten – Glück für das abstiegsbedrohte Tennis Borussia.
In der Schlussphase kippte das Spiel dann jedoch beinahe komplett. Die Gäste warfen noch einmal alles nach vorne und scheiterten wiederholt am in diesen Minuten überragenden Mahlsdorfer Schlussmann Paul Büchel. Zunächst entschärfte der 22-Jährige einen vom eigenen Mitspieler verunglückten Kopfball, nach der darauffolgenden Ecke zeigte er eine spektakuläre Parade. In der 85. Minute verhinderte Büchel nach einem eigenen Ausflug mit einem gehaltenen Fernschuss den Rückstand und zeigte auch bei der anschließenden Ecke erneut eine starke Reaktion bei einem Kopfball.
So sicherte Büchel seinem Team mit gleich mehreren Glanzparaden zumindest einen Punkt. Für einen Schreckmoment sorgte die Nachspielzeit. Nils Stettin knickte ohne gegnerische Einwirkung um und musste gestützt vom Platz geführt werden – ein unschöner Schlusspunkt einer intensiven Partie. Es ist ein Remis, das sich für Mahlsdorf angesichts der Spielanteile eher wie zwei verlorene Zähler anfühlt. Am kommenden Spieltag muss Eintracht Mahlsdorf, die durch das Unentschieden auf Platz 6 der Tabelle abgerutscht sind, nun beim TuS Makkabi antreten.





