Sie spart 30.000 Euro pro Jahr: Kiekemal-Grundschule bekommt große Wärmepumpenanlage

Die Kiekemal-Grundschule am Hultschiner Damm soll künftig zu einem großen Teil mit erneuerbarer Wärme versorgt werden. Anfang Juli wurde der Vertrag mit den Berliner Stadtwerken geschlossen, der mit erheblichen Ausstoß- und Kostensenkungen verbunden ist.

 

Wie Stephan Natz, Sprecher der Stadtwerke gegenüber „Alles Mahlsdorf“ erläutert, ommt an der Schule eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz. Nach derzeitigen Prognosen wird sie künftig rund 80 Prozent des Wärmebedarfs der Kiekemal-Grundschule decken. Eine konventionelle Heizungsanlage bleibt als Ergänzung bestehen und sichert die Wärmeversorgung in Zeiten mit besonders hoher Heizlast.

 

Die Wärmepumpenanlage soll eine Leistung von 160 Kilowatt erreichen. Sie soll jährlich rund 400 Megawattstunden Wärme erzeugen, etwa 30.000 Euro an Gaskosten einsparen und den CO₂-Ausstoß um rund 80 Tonnen pro Jahr reduzieren. Mit dem Projekt soll die Wärmeversorgung der Schule schrittweise klimafreundlicher werden.

 

Die neue Anlage entsteht sowohl im Heizungskeller als auch auf einer Außenaufstellfläche auf dem Schulgelände. Wo die Außeneinheit genau platziert wird, steht derzeit noch nicht fest. Der konkrete Standort auf dem Schulhof soll erst im Rahmen der weiteren Planung festgelegt werden. Die Berliner Stadtwerke übernehmen das Projekt als sogenannter Contractor. Das Unternehmen plant und errichtet die Anlage und wird sie anschließend auch betreiben. Bereits an mehreren landeseigenen Gebäuden werden vergleichbare Anlagen umgesetzt – häufig in Kombination mit Photovoltaikanlagen.

Während der Bauarbeiten rechnen die Stadtwerke lediglich mit üblichen Montagearbeiten an der Wärmeversorgung und der Elektroinstallation. Für den Außenteil der Wärmepumpe wird zudem ein Fundament auf dem Schulhof errichtet. Wann die Bauarbeiten beginnen und wann die Anlage in Betrieb gehen soll, steht derzeit noch nicht fest. Auch zu den Gesamtkosten des Projekts wollten sich die Berliner Stadtwerke nicht äußern. „Das bleibt unser Betriebsgeheimnis“, so Natz.

 

Als Energiequelle nutzt die Wärmepumpe die Außenluft. Die technische Lebensdauer der Anlage wird mit rund 15 Jahren angegeben. Neben den erwarteten Einsparungen bei Energieverbrauch und CO₂-Emissionen profitiert die Schule vor allem von einer vollständig neuen Heizungsanlage. Ein Bildungsangebot rund um die neue Technik ist bislang nicht geplant. Die Stadtwerke bezeichneten die Idee, Schülerinnen und Schüler durch Führungen oder Unterrichtsangebote einzubeziehen, jedoch als „interessant“. Man wolle prüfen, ob sich gemeinsam ein entsprechendes Konzept entwickeln lasse.

 

Die Kiekemal-Grundschule bekommt eine neue Wärmepumpenanlage.

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