Mieten, Sanierung, Pflege: So viel kostet Mahlsdorf den Bezirk im Jahr 2022

Vor wenigen Tagen legte Bezirksbürgermeister Gordon Lemm (SPD) den Haushaltsplan des Bezirks Marzahn-Hellersdorf für die Jahre 2022 und 2023 vor. Immerhin 681 Seiten stark ist das Werk. Darin aufgeführt ist jeder einzelne Cent, den der Bezirk in den beiden Jahren einnimmt bzw. ausgibt. Immerhin ein Gesamtvolumen von 824 Millionen Euro. „Alles Mahlsdorf“ hat sich Haushaltsplan, der noch von der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen werden muss, ganz genau angeschaut – und zeigt, wie viel Mahlsdorf im Jahr 2022 kostet.

 

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Gründerzeitmuseum: Für die Pflege und die Präsentation der international bekannten und kulturhistorisch wertvollen Gründerzeitsammlung „Charlotte von Mahlsdorf“ im Gründerzeitmuseum am Hultschner Damm wird dem „Förderverein Gutshaus Mahlsdorf“ eine Aufwandsentschädigung von 20.000 Euro gewährt. Außerdem kommt der Bezirk für Versicherungsleistungen und Kleintansporte von Ausstellungsgegenständen auf.

 

Bibliothek Mahlsdorf: Nach ihrem Umbau verfügt die Bibliothek in der Hönower Straße über eine Nutzfläche von fast 300 Quadratmetern. Dafür wird eine Jahresmiete von 45.360 Euro fällig. Aufgrund der Betriebsund Nebenkostenabrechnung muss mit Mietanpassungen gerechnet werden.

 

Eintracht Mahlsdorf: Der Verein, das fußballerische Aushängeschild des Bezirks, nutzt die mehr als 40.000 Quadratmeter große Sportanlage „Rosenhag“ in der Melanchthonstraße. Dafür wird eine Jahresmiete von 2722,08 Euro fällig. Zudem kommen 3500 Euro jährlich aus dem Mietvertrag der Eintracht-Geschäftsstelle im Steinhaus.

 

Lemkestraße: Seit einigen Monaten läuft die insgesamt fast sechs Millionen Euro teure Komplettsanierung der Lemkestraße zwischen Kieler Straße und Bahnübergang. Von den Gesamtkosten müssen im Jahr 2022 eine Million Euro bezahlt werden.

 

Bürgerstübchen: Für die Weiterführung von vier besonderen sozialen Projekten im Bezirk sind jährlich 129.000 Euro eingeplant. Einen Teil davon erhält das „Bürgerstübchen“ zur Förderung der Nachbarschaft an der Ecke Hultschiner Damm/Erich-Baron-Weg.

 

Schulhof Friedrich-Schiller-Grundschule: Der Schulhof der Friedrich-Schiller-Grundschule in der Straße an der Schule ist seit einigen Jahren sanierungsbedürftig. Die befestigten
Flächen aus Mosaikpflaster sind nicht dauerhaft frosthart und müssen demzufolge ständig repariert werden, um der Verkehrssicherungspflicht zu entsprechen. Nun werden dafür rund 1,6 Millionen Euro in die Hand genommen, 600.000 Euro werden im Jahr 2022 fällig. Ob es zudem zu einer Sanierung der uralten Sporthallte kommt, ist noch unklar.

 

„Scheune“ und „Am Hultschi“: Der vom Motorradclub „Bunter Haufen“ betriebene Treffpunkt „Scheune“ gegenüber dem Edeka-Markt an der B1 sowie der Jugendclub „Am Hultschi“ dürfen die bezirkseigenen Räumlichkeiten entgeltfrei nutzen.

 

Kitas: Auch die von sozialen Trägern genutzten Kita-Gebäude des Bezirks, etwa der „Rosengarten“ in der Pestalozzistraße, der „Wirbelwind“ in der Schrobsdorffstraße oder die „Grashüpfer“ in der Stralsunder Straße, sind entgeltfrei.

 

Grundschulen: Für Schneebeseitigungen, Strom, Gas, Wasser und Entwässerung, Straßenreinigung, Müllabfuhr, Hausreinigung und Desinfektion, Steuern und Gebäude-und Feuerversicherung sowie etwa Schädlingsbekämpfung zahlt der Bezirk für alle Grundschulen in Marzahn-Hellersdorf jährlich fast 5,4 Millionen Euro.

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