Weiter ungebrochene Mahlsdorfer Hilfe für Ukraine – aber peinliche Reaktionen auf Artikel zu Russland-Demo

Die Solidarität für die Ukraine in Mahlsdorf ist weiter ungebrochen. Auch sieben Wochen nach dem Überfall der russischen Armee auf das Land am Schwarzen Meer finden in unserem Ortsteil weiter Spendensammlungen und Aufnahmen von Kriegsflüchtlingen statt. Beeindruckend ist, wie auch Kinder, die die politischen Verflechtungen, Geschehnisse im Kampfgebiet und Folgen des Konflikts nicht einmal im Ansatz nachvollziehen können, sich für die Menschen in Not einsetzen. Wie nun auch an der Mahlsdorfer Grundschule am Feldrain. Dort veranstaltete die Klassenstufe 6 einen Kuchenbasar, sammelte insgesamt mehr als 1000 Euro für die Ukraine. Das Geld wurde am Freitag von Gesamtelternsprecher Reinhard Lau, Daniela Röhrig (Vorsitzende des Fördervereins) und Schulleiterin Antje Kienitz-Jannermann im Beisein von Sozialstadträtin Nadja Zivkovic (CDU) an Viktoria Günther übergeben.

 

Die Kaulsdorferin, selbst mit ukrainischen Wurzeln, hatte zu Kriegsbeginn die Initiative „Vikahilft“ gegründet. Mittlerweile wurden mehrere Dutzend Tonnen der von der Eventmanagerin organisierten Sachspenden ins Kriegsgebiet gebracht, mehrere Tausend Euro Spenden gesammelt.

 

Nun ein Kommentar in eigener Sache

Während der Großteil der Mahlsdorfer den Angriffskrieg verurteilt und schockiert über die mit hoher Wahrscheinlichkeit von der russischen Seite verübten Gräueltaten reagiert, zeigt sich die „Alles Mahlsdorf“-Redaktion schockiert und entsetzt über die Reaktionen auf einen Artikel. Am Mittwoch berichteten wir über den Mahlsdorfer Unternehmer Christian F., der eine pro-russische Demonstration von Ahrensfelde bis Spandau angemeldet und mutmaßlich auch organisiert hatte. Unter dem Beitrag auf unserer Facebook-Seite „Mahlsdorf LIVE“ äußerten sich etliche Leser:innen in einer Art und Weise, die beschämend ist. Dazu gehören das Leugnen des russischen Angriffs, das Verbreiten von stichhaltig widerlegten Fake News, Whataboutism zum Kopfschütteln bis hin zu schlicht und ergreifend rassistischen Kommentaren. Wir von „Alles Mahlsdorf“ haben diese Kommentare bei Facebook gemeldet, zahlreiche wurden bereits nach Überprüfung gelöscht. Strafrechtlich relevante Sachen haben wir bei der Polizei angezeigt. #standwithukraine

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