Wieder halbes Jahr Verzögerung: Straßenbahn-Neubau in Mahlsdorf schiebt sich weiter nach hinten

Seit Jahrzehnten wird über die Verkehrsproblematik auf zwei wichtigen und vielbefahrenen Mahlsdorfer Straßen, Hultschiner Damm und Hönower Straße, diskutiert und gestritten. Mit der „Verkehrslösung Mahlsdorf“ scheint ein Kompromiss gefunden, „Alles Mahlsdorf” berichtete in den vergangenen Jahren immer wieder, die Links sind am Ende des Artikels abrufbar. Ende Oktober 2020 etwa stellten wir die von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) an das Abgeordnetenhaus gesandte Terminplanung zum Aus- und Neubau der Straßenbahn in Mahlsdorf vor. Jetzt wird klar: Innerhalb des halben Jahres von vergangenen Herbst bis heute kam wieder ein halbes Jahr Verzögerung bei dem Projekt obendrauf.

„Für das Vorhaben Aus-und Neubau Mahlsdorf ist vorgesehen, die Vorplanung im zweiten Quartal 2021 abzuschließen“, so Staatssekretär Ingmar Streese in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Tino Schopf. Im Oktober hatte die Senatorin noch mit einem Abschluss Ende 2020 gerechnet.

Die nachfolgende Planungsphase, also die tatsächliche Entwurfsplanung, soll unmittelbar im Anschluss erfolgen. Während die Senatorin noch eine Einleitung im März 2021 avisierte, ist es laut Streese nun das Ziel, dies im Jahr 2022 zu tun. „Über Verlauf und Dauer der Planfeststellung können zum heutigen Zeitpunkt keine seriösen Abschätzungen getroffen werden“, so der Staatssekretär.

Wann die „Verkehrslösung Mahlsdorf” (die Straßenbahn fährt zweigleisig auf der Hönower Straße, der Autoverkehr wird über eine neue Straße ausgebaut) also realisiert wird, ist derzeit noch nicht wirklich sicher zu sagen. Der Beginn der Baumaßnahme ist schließlich vor allem vom Verlauf des Planfeststellungsverfahrens abhängig. Rund 10 Millionen Euro werden für die Verlegung neuer Gleise in der Hönower Straße sowie die neue Eisenbahnunterführung unter der Bahnhofsunterführung (siehe Grafik) bislang veranschlagt. Gegenwärtig wird die Fertigstellung für das Jahr 2026 angestrebt. Im Oktober war es noch 2025.

Jan Thomsen, Pressesprecher der Verkehrsverwaltung erklärt die Verzögerung gegenüber „Alles Mahlsdorf“ so: „In den vergangenen Monaten hat die nötige Abstimmung über verkehrstechnische Rahmenbedingungen länger gedauert als ursprünglich geplant.“ Es ist laut Thomsen „nicht ungewöhnlich, dass diese arbeitsintensiven Vorbereitungen mehr Aufwand verursachen als gedacht. Die Zeitpläne sind dann jeweils anzupassen.“

Hier unsere älteren Berichte zur „Verkehrslösung Mahlsdorf”:

31. März: Sackgasse und Durchbruch: Neue Details zur „Verkehrslösung Mahlsdorf”: https://alles-mahlsdorf.de/sackgasse-und-durchbruch-neue-details-zur-verkehrsloesung-mahlsdorf/

So soll nach Vorstellung der Planer die Straßenbahn-Endhaltestelle am Bahnhof Mahlsdorf aussehen.

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